Wirken mit Verantwortung

Die Stadtwerke Osnabrück legen ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht vor. © Stadtwerke Osnabrück / Cara Ritter

Stadtwerke legen ersten Nachhaltigkeitsbericht vor

Die Stadtwerke Osnabrück haben erstmals einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Bericht für das Jahr 2025 orientiert sich am europäischen CSRD-Standard (Corporate Sustainability Reporting Directive). Aktuell besteht für das kommunale Unternehmen dazu noch keine gesetzliche Verpflichtung. Dennoch sehen die Stadtwerke die Erstellung und Veröffentlichung als konsequenten Schritt.

„Nachhaltigkeit ist für uns ein zentraler Bestandteil unserer Verantwortung für die Stadt und die Menschen hier vor Ort. Mit unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht machen wir unser Handeln messbar und transparent – und zeigen, wie wir Osnabrück heute und in Zukunft aktiv mitgestalten“, betont der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Daniel Waschow. Der Bericht gibt erstmals einen ganzheitlichen Überblick über das nachhaltige Engagement der Stadtwerke in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Konkrete Fortschritte in Klimaschutz und Infrastruktur


Zu den zentralen Ergebnissen zählt unter anderem der konsequente Ausbau der klimafreundlichen Mobilität: Seit Herbst 2025 ist die Busflotte der Stadtwerke zu 94 Prozent rein elektrisch unterwegs. Seitdem die ersten E-Gelenkbusse in 2019 eingesetzt wurden, konnten insgesamt 10.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch die durch die Stadtwerke-Tochter OPG betriebene Ladeinfrastruktur wird zunehmend genutzt. An den mehr als 300 Ladesäulen wurden im vergangenen Jahr rund 2,1 Millionen Kilowattstunden Ökostrom geladen – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 600 Drei-Personen-Haushalten. Weitere Fortschritte zeigen sich auch im Hafen: Hier konnte der Dieselverbrauch durch den Einsatz von Hybridloks um 42 Prozent gesenkt werden.

Starker Fokus auf die Mitarbeitenden


Auch im sozialen Bereich sehen sich die Stadtwerke gut aufgestellt. Umfangreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gezielte Weiterbildungsangebote und die vielseitigen Unterstützungsprogramme des Mitarbeiterservices unterstreichen das Engagement für die eigenen Mitarbeitenden. Zudem pflegt das Unternehmen einen engen Austausch mit der Stadtgesellschaft und unterstützt mit Sponsoring und Spenden gemeinnützige Organisationen und Vereine in Osnabrück und der Region.

Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität


Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass der Weg zur Klimaneutralität mit Herausforderungen verbunden ist. So haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr erhebliche Investitionen in die Infrastruktur getätigt, etwa mit dem begonnenen Neubau des Wasserwerks in Thiene. Diese Maßnahmen sind entscheidend für eine zuverlässige und zukunftssichere Versorgung, führen jedoch kurzfristig zu einem Anstieg der CO₂-Emissionen.

„Die Energiewende und der Umbau unserer Infrastruktur erfordern hohe Investitionen. Unser Anspruch ist es, diese Herausforderungen verantwortungsvoll zu steuern und nachhaltige Lösungen langfristig tragfähig zu gestalten“, erklärt Finanzvorstand Dirk Eichholz. „Der Nachhaltigkeitsbericht schafft dafür eine wichtige Grundlage, indem er Transparenz über Fortschritte, aber auch über Zielkonflikte herstellt.“

Fahrplan bis zur Klimaneutralität


Um den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, arbeiten die Stadtwerke Osnabrück bereits an einem Transitionsplan. Dieser definiert konkrete Ziele, Maßnahmen und Meilensteine zur schrittweisen Reduzierung der Treibhausgasemissionen und orientiert sich dabei an den wissenschaftsbasierten Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi).

Der Nachhaltigkeitsbericht ist hier einsehbar. 

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