Stadtwerke heben Strom- und Gaspreise an

Gasflamme © Bild von Magnascan auf Pixabay

Tarife der Grundversorgung steigen zum 1. August

Zum 1. August heben die Stadtwerke Osnabrück die Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung an.

Grund für die erste Erhöhung seit zweieinhalb Jahren (Strom) bzw. knapp einem Jahr (Gas) sind die auf Rekordniveau gekletterten Preise auf den Beschaffungsmärkten. Durch den beschlossenen Wegfall der EEG-Umlage werden zuvor zum 1. Juli aber noch die Strompreise gesenkt.

„Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, können auch wir die Preisexplosionen auf den Energiemärkten nicht mehr auffangen‘“, erläutert der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Grützmacher. Allein in den vergangenen Monaten seien die Beschaffungskosten um mehr als 80 Prozent bei Strom sowie 170 Prozent bei Gas gestiegen. Nahezu alle Anbieter in Deutschland haben daher in 2022 bereits ihre Strom- und Gaspreise drastisch erhöht, einige haben sogar schon eine zweite Preisrunde angekündigt.

„Wir haben diese Preisrunden bisher auslassen können, müssen nun aber nachziehen.“


Wieder ein Grundversorgungstarif


Sowohl bei Strom als auch bei Gas führen die Stadtwerke die derzeitigen jeweils zwei Grundversorgungstarife (für Bestandskunden sowie für Neukunden) wieder zu jeweils einem Tarif zusammen. Für Bestandskunden beträgt die Preissteigerung im Mittel ca. 49 Prozent bei Strom (bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.200 Kilowattstunden und auf Basis des EEG-Umlage-reduzierten Tarifs zum 1. Juli) sowie ca. 117 Prozent bei Gas (bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 18.000 Kilowattstunden). „Uns ist bewusst, dass dies gewaltige, aber leider auch unumgängliche Preissprünge sind“, betont Grützmacher.

„Wir bewegen uns im bundesweiten Anbietervergleich aber weiterhin im guten Mittelfeld.“


Keine Fixpreisangebote für Neukunden


Gut die Hälfte der Stadtwerke-Energiekunden ist von den Preissteigerungen in der Grundversorgung betroffen. Kunden mit einem auslaufenden Fixvertrag erhalten ein neues Festpreisangebot mit ebenfalls deutlich höheren Preisen. „Für Neukunden können wir aufgrund der Unwägbarkeiten auf den Energiemärkten vorerst allerdings keine Fixpreisverträge anbieten“, erläutert der neue Vorstandsvorsitzende weiter. Seriöse Prognosen zur weiteren Preisentwicklung seien aufgrund des Kriegsgeschehens in der Ukraine kaum möglich.

„Ein Preisniveau wie noch vor einem Jahr werden wir allerdings auf lange Sicht nicht mehr erreichen.“


Energiesparberatung intensiviert


Angesichts dieser Entwicklungen ruft Stefan Grützmacher umso dringlicher zum Energiesparen auf. Die Stadtwerke haben ihr Informations- und Beratungsangebot auf www.swo.de/energiesparen überarbeitet und intensivieren zudem die Kooperation mit dem kostenlosen Stromspar-Check-Angebot der Caritas, um insbesondere von Zahlungsschwierigkeiten bedrohten Haushalten eine Energieberatung auf Augenhöhe zu ermöglichen. „Parallel stocken wir im Kundenservice personell auf und stellen so die telefonische und persönliche Erreichbarkeit sicher.“ Ergänzend werden die Kunden schriftlich über die automatische Anpassung ihrer monatlichen Abschlagszahlungen informiert, um so hohe Nachzahlungen zu vermeiden.

Weitere Informationen, Tarif- und Preisübersichten sowie einen umfangreichen FAQ-Katalog gibt es auf www.swo.de/preisanpassung

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