Nachbarschaftsfest und Tag der offenen Tür in der Eversheide

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Martin Wahrmann-Illmer von der „Evershelden“-Elterninitiative. © Nicky Seidenglanz/SWO

WiO und „Evershelden“ setzen Zeichen für gelebte Inklusion und Nachbarschaft

Gemeinsam feiern, ins Gespräch kommen und Inklusion erlebbar machen: Am Samstag haben die WiO – Wohnen in Osnabrück GmbH und die selbstbestimmte Wohngemeinschaft „Evershelden“ zu einem besonderen Quartiersformat in die Wohnhöfe Eversheide eingeladen.

Rund um die Häuser Eversheide 49 bis 55 kamen Mieterinnen und Mieter beim Nachbarschaftsfest zusammen, während die „Evershelden“ parallel ihren Tag der offenen Tür veranstalteten – mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Stadtgesellschaft sowie Familien und Freunden der Bewohnerinnen und Bewohner.

Starkes Signal für selbstbestimmtes Wohnen


Hintergrund der landesweit einzigartigen Wohngemeinschaft: Bei den „Evershelden“ wohnen sieben junge Erwachsene mit hohem Pflege- und Unterstützungsbedarf selbstbestimmt zusammen. Einen Eindruck von dieser Wohnform mit Modellcharakter verschaffte sich beim Tag der offenen Tür auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. 

 „Die ‚Evershelden‘ zeigen eindrucksvoll, wie Inklusion im Alltag gelingen kann – selbstbestimmt, mitten im Quartier und in enger Nachbarschaft. Solche Projekte sind für unsere Stadt von großer Bedeutung, weil sie Teilhabe ermöglichen und Gemeinschaft stärken“, so Pötter.


Das Projekt wurde aus einer Elterninitiative heraus entwickelt und ist bewusst trägerunabhängig sowie selbstorganisiert aufgebaut. Die Lebenshilfe Osnabrück e.V. fungiert als Ankermieter, während Pflege- und Assistenzleistungen durch den regional verankerten ambulanten Pflegedienst Mobicare erfolgen.

Quartier als Ort der Begegnung


Am Nachmittag gingen Tag der offenen Tür und Nachbarschaftsfest fließend ineinander über. Auf dem Parkplatz zwischen den Häusern sowie auf der umliegenden Grünfläche entstand eine offene, nachbarschaftliche Atmosphäre, in der sich Bewohnerinnen und Bewohner, Familien und Gäste austauschen konnten. Mit der bewussten Verknüpfung beider Veranstaltungen wurde die Idee eines inklusiven Quartiers erlebbar: Die „Evershelden“ sind nicht nur ein eigenständiges Wohnprojekt, sondern ein fester Bestandteil der Nachbarschaft in der Eversheide. Das Projekt zeigt zugleich, wie gemeinschaftliche Kooperationen neue inklusive Wohnprojekte ermöglichen können.

Verankert im Quartier


„Die ‚Evershelden‘ stehen beispielhaft für das, was wir als WiO erreichen wollen: bezahlbaren Wohnraum, der gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und Nachbarschaften stärkt. Dass dieses Projekt so eng im Quartier verankert ist, macht es zu einem echten Leuchtturm für Osnabrück“, sagt WiO-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer. 


Als Willkommensgeschenk wird die kommunale Wohnungsgesellschaft in den kommenden Tagen noch einen Strandkorb im Terrassenbereich aufstellen.

Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft


Die „Evershelden“ sind Teil des Wohnquartiers Große Eversheide, das die WiO als erstes eigenes Bauprojekt realisiert hat. Der Tag der offenen Tür und das Nachbarschaftsfest haben gezeigt: In der Eversheide ist nicht nur Wohnraum entstanden, sondern ein lebendiges Quartier, in dem Gemeinschaft und Teilhabe selbstverständlich zusammengehören.

Weitere Informationen zu den „Evershelden“ gibt es auf www.evershelden.de

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