Meilenstein erreicht

Stadt Osnabrück, SWO Netz und Schulleiter setzen sich gemeinsam dafür ein, dass jedes Klassenzimmer bald schnelles Internet hat (v.l. Thomas Grove, Schulleiter Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Heinz-Werner Hölscher Geschäftsführer SWO Netz GmbH, Finanzvorstand Thomas Fillep, Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann und Martin Sandkämper, Schulleiter der Bertha-von-Suttner-Realschule. © Nina Hoss, Stadt Osnabrück

47 Osnabrücker Schulen verfügen über geförderte Glasfaseranschlüsse

Gewerbegebiete, Schulen und Privathaushalte in Osnabrück erhalten derzeit direkte Glasfaseranschlüsse und haben damit die Möglichkeit, Bandbreiten im Gigabitbereich zu nutzen.

Das Projekt wird mit öffentlichen Fördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen sowie mit Eigenmitteln der Stadt Osnabrück finanziert. Insgesamt bekommen 600 Adressen, die eine Versorgung von unter 30Mbit/s aufweisen, moderne Glasfaseranschlüsse. Das betrifft auch 51 Schulstandorte, auf deren digitale Erschließung auch wegen der Corona-Pandemie eine besondere Priorität gelegt wurde. Nun ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Über 90 Prozent der förderfähigen Schulen verfügen über einen gigabitfähigen Anschluss, so dass die Voraussetzungen geschaffen sind, um schnelles Internet im Klassenzimmer zu nutzen.

Im August des vergangenen Jahres hatte die SWO Netz begonnen, insbesondere die unterversorgten Schulstandorte ans Hochgeschwindigkeitsnetz anzuschließen.

„Dass wir nun, nach gerade einmal einem Jahr und trotz Corona-Einschränkungen, bis auf vier Schulen alle förderfähigen Standorte am Netz haben, ist ein großer Erfolg“, betont Finanzvorstand Thomas Fillep.

„Insbesondere in diesen Zeiten wird umso deutlicher, wie wichtig gerade für die Schulen schnelle und leistungsstarke Bandbreiten sind.“ Dass die 100-Prozent-Anschlussquote noch nicht erfüllt ist, habe vorwiegend bauliche Gründe. „Aufgrund von parallel laufenden Baumaßnahmen im Umfeld dieser vier Standorte mussten diese Anschlüsse zurückgestellt werden“, erläutert SWO Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher.

„Sobald es die Rahmenbedingungen vor Ort zulassen, werden aber auch diese vier Schulen kurzfristig von uns angeschlossen, um mit den Glasfaseranschlüssen die optimalen technischen Voraussetzungen für ein digitales Lernen zu schaffen.“

Rund 70 Kilometer Glasfaserkabel hat die Stadtwerke-Netztochter im Stadtgebiet bereits verlegt und dabei auch bereits vorhandene Leerrohre sowie Synergien mit geplanten Strom-, Gas- und Wassernetzarbeiten genutzt. Neben den 51 förderfähigen Schulstandorten wird die SWO Netz bis zum Jahresende zusätzlich 16 weitere Schulstandorte anschließen. „Diese Schulen erfüllen aufgrund ihrer vorhandenen Bandbreiten nicht die Förderbedingungen“, erläutert Thomas Fillep. „Dennoch waren wir uns einig, dass auch an diesen Standorten die Bandbreiten erhöht werden müssen – auch ohne Förderung.“

„Die vorhandenen Glasfaseranschlüsse sind ein Meilenstein. Jetzt ist es wichtig, dass die Bandbreiten auch im Klassenzimmer genutzt werden können“, so Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann.

Das ist im Moment in 19 Schulen möglich. Bis Ende des Jahres sollen 30 Schulen die Bandbreiten vollständig nutzen können. „Die restlichen Schulen werden im Frühjahr 2021 fertiggestellt“, erklärt Wolfgang Beckermann.

Der Anschluss an das Schulgebäude erfordert unterschiedliche Arbeitsschritte und eine eng aufeinander abgestimmte Vorgehensweise der Beteiligten: Fachleute aus den Bereichen der Kommunikationstechnik und der Gebäudetechnik, aus der IT-Abteilung, aus der Schulverwaltung sowie aus dem Verein für „Schul-IT Region Osnabrück“ arbeiten eng zusammen.

Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet und der Region Osnabrück zuständig.
Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

Siegel Herausragender Regionalversorger Siegel Kompetenz Umwelt und Klima Siegel Familienfreundlicher Arbeitgeber Siegel Schlichtungsstelle Niedersachsen und Bremen