Mehr Resilienz in Trockenzeiten

Den symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Hochbehälter am Schinkelberg setzten jetzt (v.l.n.r.) Christoph Miemietz (Projektleiter), Daniel Waschow (SWO-Vorstandsvorsitzender), Tino Schmelzle (Geschäftsführer SWO Netz) und Nico Kuschel (Leiter Wasserwerke und Kläranlagen SWO Netz).  © SWO

Spatenstich für neuen Wasserhochbehälter am Schinkelberg

Auf dem Schinkelberg entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Wasserhochbehälter, der künftig rund 50.000 Menschen in den umliegenden Stadtteilen mit Wasser versorgt. Die Bauarbeiten dafür sind jetzt gestartet.

Schon seit 1974 sorgt der Hochbehälter an der Goldkampstraße für eine zuverlässige Trinkwasserversorgung des nordöstlichen Stadtgebiets. Doch nicht nur weil die Anlage und ihre Technik in die Jahre gekommen ist, wird sie durch einen modernen Neubau ersetzt. Auch die immer spürbarer werdenden klimatischen Veränderungen spielen eine Rolle. „Vor dem Hintergrund immer häufiger auftretender Trockenperioden müssen wir unsere Versorgungsinfrastruktur noch resilienter aufstellen“, sagt Daniel Waschow, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück. 


„Der Hochbehälterneubau ist dabei nur eines von vielen Projekten zur Stärkung unserer Trinkwasserversorgung, in die wir jetzt und in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro investieren. Das Ziel ist klar: Die Versorgungssicherheit mit dem Lebensmittel Nummer Eins sicherzustellen.“


Bauarbeiten in drei Abschnitten


Im vergangenen Jahr haben bereits vorbereitende Arbeiten an der Goldkampstraße stattgefunden, nun entsteht in exponierter Lage die erste von künftig zwei Wasserkammern. „Die Bauarbeiten sind deswegen so herausfordernd, weil sie nicht nur auf beengtem Raum stattfinden, sondern auch im laufenden Betrieb“, erklärt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz. Konkret: Zunächst wird eine der beiden neuen Kammern gebaut, anschließend der Altbau abgerissen und an seiner Stelle die zweite Kammer errichtet. 

„So gewährleisten wir, dass immer mindestens eine der Speicherkammern am Netz ist. Denn ohne Hochbehälter könnten wir den Nordosten der Stadt nicht versorgen.“


Die beiden Kammern des neuen, energieeffizienteren Hochbehälters fassen rund 10.000 Kubikmeter und damit mehr als in der alten Anlage möglich ist. Für die Wasserexpertinnen und -experten der SWO ist das vor allem während den schon erwähnten Trockenperioden wichtig, in denen der Wasserverbrauch häufig steigt. Das größere Speichervolumen spielt bei heißen Tagen mit Spitzenabgabemengen eine wichtige Rolle. Die Arbeiten am Schinkelberg sollen im Jahr 2029 abgeschlossen sein.

Mehr Informationen rund um den Hochbehälter-Neubau gibt es auch online unter www.swo-netz.de/hb-schinkelberg.

Welche Aufgabe haben Wasserhochbehälter?


Wasserhochbehälter erfüllen mehrere wichtige Aufgaben in der Versorgung mit Trinkwasser. Durch ihre exponierte Lage stellen sie den nötigen Versorgungsdruck im Leitungsnetz her. In Osnabrück gibt es drei große (Piesberg, Schölerberg, Schinkelberg) und zwei kleinere (Nahne, Lüstringen) Hochbehälter. Die Anlagen dienen zudem quasi als Speicher, die Unterschiede zwischen Förderung und Verbrauch puffern. Grob gesagt werden die Behälter nachts bei niedrigem Verbrauch gefüllt – sie speichern tagsüber in Zeiten mit Spitzenlast aus.

Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet zuständig. Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung. 


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