Entschlammung für den Gewässerschutz

Entschlammung des Regenrückhaltebeckens in der Dodesheide

Stadtwerke-Netztochter befreit Regenrückhaltebecken von Ablagerungen  

Turnusmäßig im Herbst steht für die SWO Netz GmbH die Entschlammung von Regenrückhaltebecken an

In diesen Tagen haben die Arbeiten am und im Landwehrgraben zwischen Lerchenstraße und Vehrter Landstraße im Stadtteil Dodesheide begonnen. Bis zum Jahresende wird die Stadtwerke-Netztochter insgesamt vier Regenrückhalteanlagen von Ablagerungen befreien und so deren Aufnahmefähigkeit und Filterfunktion verbessern.

„Die Vorgehensweise bei der Entschlammung ist im Wesentlichen immer gleich“, erläutert Sven Kreutzmann, der seitens der Stadtwerke-Netztochter die Arbeiten koordiniert. Zunächst wird ein Großteil des Wassers abgepumpt, anschließend das Becken befischt und die Fische in andere Gewässer umgesiedelt. Nach der Befischung wird das restliche Wasser aus dem Becken gepumpt, parallel starten die Entschlammungsarbeiten. „Die Bagger häufen den Schlamm dabei zu kleineren Schlammbergen an, damit er entwässern kann und stichfest wird“, erläutert der Experte weiter. Der entwässerte Schlamm wird anschließend abtransportiert und fachgerecht entsorgt.

Herbst ist Entschlammungszeit

In den kommenden Wochen werden noch das Becken am Schledehauser Weg/Lechtenbrink in Lüstringen, der Sandfang an der Averdiekstraße in Hellern sowie das Becken Riedenbach nahe der Sportanlage des TuS Nahne entschlammt. Das Regenrückhaltebecken Riedenbach ist mit einem Fassungsvolumen von rund 17.000 Kubikmetern die größte der vier Anlagen. An allen vier Becken werden insgesamt rund 2.500 Tonnen Schlamm anfallen und entsorgt. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. „Solche Maßnahmen werden aus Rücksicht auf die Brut- und Nistzeiten grundsätzlich immer ab Herbst und in den Wintermonaten durchgeführt“, betont Kreutzmann weiter. „Die Herbstzeit ist für uns somit auch Entschlammungszeit.“

Regenrückhaltebecken als Hochwasserschutz

Mehr als 100 Regenrückhaltebecken verschiedener Größen gibt es insgesamt in Osnabrück. Alle Becken leisten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Hase oder Düte und dienen dem Hochwasserschutz – indem das gestaute Regenwasser gleichmäßig weitergeleitet wird und sich viele Stoffe bereits in den Becken absetzen können. Insgesamt 500.000 Kubikmeter Wasser können sämtliche Regenrückhaltbecken aufnehmen. Um dies auch künftig gewährleisten zu können, ist eine regelmäßige Entschlammung erforderlich.

Regenrückhaltebecken als Naherholungsziel

Die Regenrückhaltebecken erfüllen neben dem Hochwasserschutz noch eine weitere Funktion. „Die Becken werden bewusst naturnah gestaltet und sind dadurch auch gern genutztes Naherholungsgebiet“, betont Kreutzmann. „Das führt dazu, dass vielen Osnabrückern der eigentliche Zweck der Becken gar nicht bewusst ist.“ Für den SWO Netz-Fachmann hat dieser Doppel-Nutzen einen hohen Wert:

„Die Regenrückhaltebecken sind ein wichtiges Stück Lebensqualität in Osnabrück.“

Mehr Informationen und Bilder zu den Regenrückhaltebecken, der Funktionsweise und dem Betrieb gibt es auch im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog.

Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet und der Region Osnabrück zuständig.
Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

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