Mobilität anders gedacht

Menschen mit Behinderung und deren Angehörige testen und erfahren spezielle Therapieräder. © Bettina Meckel-Wolf

Viel Zuspruch für Europäische Mobilitätswoche

Ein vielseitiges Programm, neue Perspektiven, tolle Resonanz und gutes Wetter: Die „Osnabrück-Ausgabe“ der diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche (EMW) vom 16. bis 22. September war für die Organisatoren und Partner ein voller Erfolg. Eine Woche lang drehte sich in Osnabrück alles um das Motto „Mobilität anders denken“.

„Unser Konzept ist voll aufgegangen“, freut sich die städtische „Mobile Zukunft“-Leiterin Brigitte Strathmann. „Die Rückmeldungen zeigen uns, dass der gewünschte Perspektivwechsel gelungen ist und viele Besucherinnen und Besucher Mobilität mal anders gedacht haben.“ Der Schwerpunkt aller Veranstaltungen lag darauf, gewohnte Routinen zu verlassen und Osnabrück bewusst anders zu ergehen, zu erlaufen, zu erfahren – und somit anders zu erleben. „Und zudem auch gesellschaftliche Gruppen in den Mobilitätsfokus zu rücken, die sonst oftmals unsichtbar sind.“

Miteinander und Teilhabe


So gab es sehr viel Zuspruch bei der Veranstaltung „inklusiv unterwegs“, bei der Menschen mit Behinderung und deren Familien spezielle Therapieräder und somit eine neue Form der persönlichen Mobilität erproben und erfahren konnten. Auch der neu gegründete Verein „Radeln ohne Alter“ stieß mit seinem Rikscha-Angebot auf großes Interesse. „Bei beiden Veranstaltungen ging und geht es um Selbstbestimmung, Teilhabe und ein Miteinander – und somit um Aspekte, die in der derzeitigen Mobilitätsdebatte oftmals zu kurz kommen“, ergänzt Nicklas Monte vom „Mobile Zukunft“-Team.

Mobilität anders präsentieren


Die angebotenen Vorträge, Lesungen, Filmabende, Spaziergänge sowie die (Lasten)Radaktionen wurden ebenfalls sehr gut angenommen. „Osnabrücks größtes Lastenrad-Foto hat auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt“, betont Brigitte Strathmann. Letztlich bedeute ‚Mobilität anders denken‘ auch, Mobilität anders zu präsentieren. „Und auch das ist uns gelungen.“ Dazu tragen auch die von Kindern und Jugendlichen erfundenen und selbstgebauten Super-Zukunftsmobile bei. „Wir sind gespannt, welche Anregungen sich daraus noch ergeben.“

Breites Partner-Netzwerk


Stadt und Stadtwerke Osnabrück hatten sich – über die gemeinsam getragene Organisation „Mobile Zukunft“ – zum zweiten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) beteiligt – eine EU-Kampagne, die es Kommunen ermöglicht, ihren Bürger:innen die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen. Bei der Organisation der „Osnabrück-Ausgabe“ mit eigenem Motto wurden die Organisatoren von einem breiten Partner-Netzwerk unterstützt. Mehr Informationen gibt es unter www.mobile-zukunft-osnabrueck.info/emw sowie www.umweltbundesamt.de und www.mobilitaetswoche.eu.

Hintergrund: „Mobile Zukunft“


Mobile Zukunft ist 2016 als Konzernprojekt von Stadt und Stadtwerke gestartet und wird nun in eine Daueraufgabe überführt mit dem Schwerpunkt kommunales Mobilitätsmanagement. Das Herzstück von „Mobile Zukunft“ in der Projektphase waren die Patenschaftsprojekte, bei denen Personen aus Politik, Wirtschaft oder Öffentlichkeit gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke in Tandems an selbst ausgewählten Mobilitätsprojekten arbeiten. Dieses besondere Beteiligungsformat wird ebenso fortgeführt wie die sogenannten Mobilitätsforen. Weitere Infos zu „Mobile Zukunft“ gibt es unter www.mozu-os.info

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