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Kleine Umfrage: Wer von euch hat auch schon mal eine Diskussion über Sinn und Machbarkeit der Energiewende am Küchentisch geführt? So einige von uns wahrscheinlich. Und obwohl fast jeder eine Meinung zur Energiewende hat, ranken sich um kaum ein Thema so viele Mythen, Halbwahrheiten und Stammtischparolen. „Viel zu teuer!“, „Technisch unmöglich!“ oder „Als einzelne Person bringt das doch eh nichts!“ – kommt euch das bekannt vor? Zeit, sich vielgenannte Argumente einmal genauer anzusehen.

Mythos 1: „Die Energiewende macht Strom und Heizen unbezahlbar.“

Die Fakten: Tatsächlich sind Wind- und Solarenergie heute die günstigsten Formen der Stromerzeugung. Hohe Endpreise entstehen vor allem durch Steuern, Abgaben und fossile Energieimporte. Wer zu Hause auf Photovoltaik, Wärmepumpe oder effiziente Geräte setzt, senkt langfristig seine Energiekosten – und macht sich unabhängiger von Preisschwankungen und fossilen Energieträgern.

Kurz gesagt: Die Energiewende ist nicht das Kostenproblem, sondern Teil der Lösung – für bezahlbare Energie und mehr Unabhängigkeit.

Mythos 2: „Photovoltaik lohnt sich bei uns doch nur im Sommer.“

Ein Klassiker – und schlicht falsch. Photovoltaik arbeitet auch bei diffusem Licht, etwa bei bewölktem Himmel, effizient. Viele Anlagen amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren, besonders wenn der Strom selbst genutzt wird. Moderne Module sind langlebig, wartungsarm und haben ihre Investitionskosten schnell wieder eingespielt.

Fazit: Auch in allen anderen Jahreszeiten lässt sich mit einer Photovoltaikanlage Strom erzeugen – und das nicht zu knapp.

Mythos 3: „Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau und mit einer Fußbodenheizung.“

Die Fakten: Wärmepumpen laufen längst nicht mehr nur mit Fußbodenheizung. In vielen sanierten Altbauten arbeiten sie effizient – besonders in Kombination mit Dämmmaßnahmen und dem Einsatz von Photovoltaikanlagen und Speichern. Förderprogramme unterstützen den Umstieg zusätzlich.

Mythos 4: „Dynamische Tarife, HEMS und Co. – das ist alles viel zu kompliziert.“

Die Fakten: Heimenergiemanagement-Systeme, kurz HEMS, und dynamische Stromtarife sind längst nicht mehr nur etwas für Nerds. Die Apps dazu sind mittlerweile ziemlich selbsterklärend und übernehmen nach der ersten Einrichtung einen großen Teil des Jobs ganz automatisch. Und es macht dazu z.B. auch noch Spaß, zu beobachten, wie viel man an Tagen mit niedrigen oder sogar negativen Strompreisen damit gespart hat, sein E-Auto zu laden oder den kompletten Wäscheberg wegzuwaschen.

Mythos 5: „Als einzelne Person kann man sowieso nichts bewirken.“

Die Fakten: Grundsätzlich: Ja, die richtig großen Hebel, um die Energiewende voranzubringen, liegen tatsächlich in der Politik. Doch wir alle senden mit unseren Entscheidungen Signale aus: ob wir Eigenstrom nutzen, effiziente Geräte anschaffen, Heizsysteme erneuern oder einen Ökostromtarif (bei uns aus Herkunftsnachweisen; gilt auch für unseren dynamischen Stromtarif) wählen – all das hat Wirkung auf die Politik und auch aufs Klima.

 

Fazit: Weniger Mythen, mehr Möglichkeiten

Die Energiewende ist kein abstraktes Großprojekt, sondern beginnt direkt bei uns zu Hause. Viele Sorgen basieren auf überholten Annahmen – die Technik ist da, die Lösungen sind erprobt. Wer genauer hinschaut, sieht: Die Energiewende ist machbar, sinnvoll und bietet echte Chancen für den eigenen Geldbeutel – und natürlich auch fürs Klima. Mach mit: ENERGIEWENDE. Kannst du.

Cara

Blogger:in

Veröffentlicht am
29.05.2026

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