07.06.2022

40 Meter über der Stadt

Lesedauer des Artikels: 2.8 Minuten

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SWO Netz baut LoRaWAN-Netz weiter aus

Wer sich auf diesem Blog regelmäßig tummelt, der hat den Begriff bestimmt schon gelesen: LoRaWAN. Das steht für Long Range Wide Area Network und ist ein Funknetz, das weite Gebiete abdecken kann und dabei besonders energiesparend ist. Das unterscheidet LoRaWAN beispielsweise von dem 4G-Netz, das viele Smartphones nutzen. LoRaWAN eignet sich besonders für die Übertragung geringer Datenmengen, wie beispielsweise die Zählerdaten. Heißt, kein Mensch muss mehr zwingend an den Zähler, dort den Zählerstand abschreiben, um diesen dann an eine dritte Stelle weiterzuleiten. Ein Beispiel ist auch die Überwachung von Pumpwerken.

Damit all diese Vorteile auch in der Realität genutzt werden können, braucht es ein flächendeckendes LoRaWAN-Funknetz. „Und das funktioniert nur, wenn sich genügend günstige Standorte finden“, erklärt Simon Weckmann „Smart City“-Experte und IoT Solutions Engineer in der SWO Netz GmbH, der nach den passenden Standorten für die entsprechenden Antennen sucht.

Hier hat sich der Kontakt zur Felix Schoeller Group in Osnabrück ergeben. „Dort sind wir mit unserem Anliegen direkt auf offene Ohren gestoßen“, erzählt Simon Weckmann. Das bestätigt Kai Middeldorf, der Werksleiter von Felix Schoeller am Standort Osnabrück, gern: „Wir finden das, was die SWO Netz in Sachen Smart City macht total spannend – nicht zuletzt mit Blick auf unser eigenes Energiemanagement“, und führt aus: „Wir entwickeln, produzieren und vermarkten Spezialpapiere für fotografische Anwendungen, für Digitaldrucksysteme, für den Verpackungsmarkt, für selbstklebende Anwendungen sowie für die Möbel- und Holzwerkstoffindustrie. Was nach hohem Energie- und Wasserbedarf klingt, ist auch so. Deshalb setzen wir im Sinne der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit ein modernes Energiemanagement – und LoRaWAN passt da wie die berühmte Faust aufs Auge.“

Antenne mit "bester Aussicht"

Bei so viel Wellenlänge war ein Standort für die LoRaWAN-Antenne schnell gefunden. Die Antenne sitzt nun auf dem gut 40 Meter hohen Hochregallager Sie ist die 42. LoRaWAN-Antenne im Stadtgebiet – und wahrscheinlich auch die höchste.

„So eine Kooperation ist ein Geben und Nehmen. Im Gegenzug zu diesem hervorragenden Standort haben wir dem Unternehmen LoRaWAN-Sensoren zur Verfügung gestellt. Womit Wärmemengen, Brunnenstände und viele weitere nützliche Daten erhoben werden können, um einen noch besseren Überblick über die Energie- und Wasseraufwände zu erhalten“, sagt Weckmann. Und natürlich werden auch die Zähler der Felix Schoeller GmbH fernausgelesen: „So gibt es einen Hauptzähler und zahlreiche Unterzähler, die den Energiebedarf einzelner Produktionsprozesse erfassen und der Hauptzähler funkt dann per LoRaWAN die Daten zur SWO Netz“, erläutert der SWO Netz-Experte einen Ausschnitt der Vorteile des Energiemanagements.

Brauchen wir weitere Standorte für die LoRaWAN-Antennen?

„Definitiv!“, ist die deutliche Antwort von Simon Weckmann „Um tatsächlich in Zukunft alle Zähler – egal ob Privathaushalt oder Gewerbe – fern ablesen zu können, braucht es mehr Antennen an günstigen Standorten.“ Das hat mit der Physik der Datenübertragung zu tun. „Günstige Sandtorte sind solche, die möglichst hoch liegen und damit dann einen großen Radius abbilden können – bei unseren Antennen sind das gut 18 Kilometer rund um die Antenne“ erläuterte der Experte.

Eine Frage drängt dabei auf: Im Osnabrücker Stadtgebiet, 18 Kilometer – da werden doch gar nicht so viele Antennen benötigt? Der Experte klärt auf: „Doch. Die 18 Kilometer beziehen sich auf die Sichtlinienverbindung. Denn, wollen wir die Zähler in jedem Keller – also unter der Erde hinter dicken Wänden erreichen –, brauchen wir einen speziellen Winkel.“ Somit ist klar: Um diese zukunftsweisende Technik, die uns in den kommenden Jahren viel Sicherheit, Zeit- und Kostenersparnis bringen wird, braucht es weitere tolle Kooperationen – so wie diese mit Felix Schoeller.

 

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Nicole Seifert

07.06.2022

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