25.03.2020

Sichere Versorgung in Krisenzeiten – so funktioniert’s!

Lesedauer des Artikels: 3.38 Minuten
Netzleitstelle SWO Netz GmbH

62826


Leben und Arbeiten in Zeiten des Coronavirus‘ – das kann aktuell ganz unterschiedlich aussehen. Wer kann, meidet den Weg zur Arbeit und ins Büro, schnappt sich seine Sachen und zieht sich ins Homeoffice zurück. Sicherlich in Anbetracht der aktuellen Situation die beste Alternative. Doch auch nicht immer machbar. Viele Kolleginnen und Kollegen bei den Stadtwerken Osnabrück arbeiten in Berufen, in denen ein Fernbleiben nicht möglich ist: Unsere Busfahrer natürlich. Sie wiederum tragen Sorge dafür, dass andere Osnabrückerinnen und Osnabrücker sicher zur Arbeit kommen und zurück. Aber auch unsere Kollegen in den Wasserwerken, den Klärwerken, in unserer Netzleitstelle, im Entstörungsdienst – die sogenannten systemrelevanten Berufe. Sie alle stellen sicher, dass wir auch in Zeiten wie diesen gewohnt zuverlässig mit Wasser, Strom und Gas versorgt werden. Aber wie das?

Welche Maßnahmen haben die Stadtwerke Osnabrück ergriffen, damit auch in Corona-Zeiten die Versorgung und die Entwässerung funktioniert?

Gleich zu Beginn sei gesagt: Die Versorgung ist in Osnabrück sichergestellt – damit wäre das Wichtigste gleich am Anfang geklärt 🙂 Denn: Bereits frühzeitig hat sich bei den Stadtwerken ein Krisenteam zusammengefunden, dass sich mit möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf den gesamten Betrieb beschäftigt und übergreifende Corona-Schutzmaßnahmen. Ein wichtiges Thema: Die Sicherstellung der Versorgung – der sogenannten kritischen Infrastruktur. Auf Vieles müssen und können wir in diesen Tagen verzichten. Auf das nicht!

 

Also: Wie schützen wir die Kollegen und stellen gleichzeitig den Betrieb sicher?

  • Schlüsselfunktionen ermitteln: Es gibt einzelne Funktionen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich sind (z.B. Leitstelle und Entstörungsdienst). Die Versorgung muss auch weiterhin überwacht und gesteuert werden, Störungen an Stromleitungen müssen weiterhin repariert werden. Diese sogenannten Schlüsselfunktionen bzw. Mitarbeiter wurden vorab im Rahmen eines Pandemieplans bei den Stadtwerken Osnabrück ermittelt und identifiziert. Auf Sie kommt es aktuell besonders an: Deshalb wurden Notfallpläne erarbeitet und Rufbereitschaften erweitert, um die Versorgung jederzeit gewährleisten zu können.

 

  • Schlüsselfunktionen separieren: Für Schlüsselfunktionen gelten auch besondere Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Kollegen zumeist in festen Teams. D.h. selbst wenn ein Teammitglied ausfallen sollte, hat dies „nur“ Auswirkungen auf die festen Teammitglieder, nicht auf den gesamten Fachbereich. Darüber hinaus werden – wo möglich – die Mitarbeiter auch räumlich voneinander getrennt. Sei es durch die Aufteilung auf mehrere Büroräume oder Fahrzeuge, den Einsatz aus dem Homeoffice oder durch die Abstimmung per Telefon- oder Videokonferenz statt persönlicher Treffen. Das gilt übrigens bei den gesamten Stadtwerken.

 

  • Errichtung redundanter Netzleitstellen: Für die Netzleitstellen greift das Separieren sogar noch einen Schritt weiter. Die Mitarbeiter der Netzleitstelle arbeiten nicht nur in festen Teams zu unterschiedlichen Zeiten, sondern gleich an völlig unterschiedlichen Standorten. Innerhalb weniger Tage wurden an zwei weiteren Stadtwerke Standorten in Osnabrück weitere, provisorische Leitstellen errichtet. Mit den gleichen Funktionalitäten wie die „richtige“ Netzleitstelle – nur eben alles etwas kleiner. So kann komplett vermieden werden, dass die Teams sich begegnen. Das erhöht zusätzlich die Sicherheit. Die Netzleitstelle ist übrigens weiterhin 24/7 besetzt – nur eben an unterschiedlichen Standorten.

 

  • Zutrittsbeschränkungen für Gebäude und Räume: Zu den besonderen Vorsichtsmaßnahmen gelten des Weiteren auch verstärkte Zutrittsbeschränkungen. Ist es in „normalen“ Zeiten mehr als schwierig – selbst als Kollege aus einem anderen Fachbereich – Zutritt in die Netzleitstelle zu erhalten, ist es heute unmöglich. Rein kommt nur, wer tatsächlich muss!

 

  • Verschärfte Hygienemaßnahmen: Spätestens seit Ausbruch der Corona-Pandemie weiß wirklich jeder: Hygiene ist eine zentrale Maßnahme, um sich gegen Infektionen zu schützen. Das war auch schon immer bei den Stadtwerken so, wurde aber mit in den letzten Wochen und Tagen immer weiter verschärft: Regelmäßiges Händewachen, Desinfektion von Arbeitsplätzen und häufig genutzten Oberflächen wie z.B. Türklinken ist in Tagen wie diesen ein Muss.

 

  • #wirbleibenzuhause: Jetzt erzählen wir hier die ganze Zeit von Berufen, bei denen „Zuhause bleiben“ nicht so einfach möglich ist und fordern die Leute trotzdem gleichzeitig auf Zuhause zu bleiben… Ist das nicht ein Widerspruch? Nein. Denn: #wirbleibenzuhause bezieht sich nicht nur auf den Beruf und das Arbeitsumfeld. Es heißt auch: Allen Mitarbeitern der Stadtwerke wird nahegelegt auch privat Zuhause zu bleiben, Abstand zu halten, aufeinander zu achten und Vorbild zu sein. Das ist nicht für Schlüsselfunktionen, sondern für jeden von uns das oberste Gebot der Stunde.

2 Kommentare

Emily Bennette

22. August 2020 um 6:27

Bei der Arbeit wurde mir gesagt, dass es gut ist, sich mit dem Thema zu befassen (KE einmal. Jetzt, wo ich diesen Artikel lese, finde ich ihn wirklich interessant. Ich denke, ich werde diesen Artikel mit meinen Kollegen teilen.

Antworten

Lisa Hoff

8. September 2020 um 8:57

Hallo Emily, das freut uns! Der Beitrag kann natürlich gerne geteilt werden 😉

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert.

Lisa Hoff

Blogger:
Lisa Hoff

25.03.2020

Kontakt
Haben Sie Fragen oder Anregungen? Kontaktieren Sie uns! blog@stw-os.de

Social Media:

Besuchen Sie auch unsere anderen Social Media Profile