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17.06.2026
Wenn Strompreise negativ sind
Lesedauer des Artikels: 3.03 Minuten
17.06.2026
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Was zunächst paradox klingt, ist inzwischen Realität am Energiemarkt. Es gibt Stunden, in denen Strompreise ins Negative fallen. Das bedeutet: Unternehmen zahlen dafür, dass Strom abgenommen wird. Für viele klingt das abstrakt. Für euch kann daraus aber ein echter Vorteil im Alltag werden, wenn ihr einen dynamischen Stromtarif nutzt.
Negative Strompreise entstehen immer dann, wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird. Besonders häufig ist das an sonnigen oder windreichen Tagen der Fall. Photovoltaik-Anlagen speisen große Mengen Strom ins Netz ein, Windparks laufen auf Hochtouren und gleichzeitig ist der Verbrauch vergleichsweise niedrig (etwa an Wochenenden oder Feiertagen). Da das Stromnetz immer im Gleichgewicht bleiben muss, wird in solchen Situationen die Abnahme von Strom sogar „belohnt“. Die Preise an der Börse fallen unter null (die aktuellen Preise findet ihr beim EPEX SPOT). Und dass manchmal sogar so stark, dass sie die im Strompreis enthaltenden Netzentgelte, Steuern und Umlagen mit auffangen. Für euch bedeutet das: Es gibt Zeiten, in denen Strom nicht nur günstig, sondern rechnerisch sogar „wertvoll“ im Verbrauch ist. Gleichzeitig gehören aber natürlich auch Phasen mit höheren Preisen zum Marktgeschehen, wenn die Nachfrage steigt oder weniger erneuerbare Energie verfügbar ist – etwa in den frühen Abendstunden.
Mit klassischen Stromtarifen bleiben diese Preisschwankungen für euch unsichtbar. Dynamische Tarife aber orientieren sich direkt am Börsenpreis und bilden ihn viertelstundengenau ab. Und genau hier liegt eure Chance. Wenn ihr Strom gezielt dann verbraucht, wenn er besonders günstig oder sogar negativ bepreist ist, könnt ihr aktiv Kosten sparen. Die Waschmaschine läuft dann eben mittags statt abends, das E-Auto wird genau in den günstigsten Stunden geladen und auch flexible Verbraucher wie Wärmepumpen lassen sich entsprechend steuern. So nutzt ihr Strom genau dann, wenn er im Überfluss vorhanden ist, macht euch die Dynamik des Energiemarkts zunutze und vermeidet teurere Zeitfenster.
Unsere Kollegin Jenny aus dem Produktmanagement nutzt bereits unseren dynamischen Stromtarif Strom dynamisch – und hat die Vorteile ganz praktisch erlebt:
„Am letzten Aprilwochenende und am Maifeiertag gab es sehr viel Sonnen- und Windstrom. In einigen Stunden lag der Preis im negativen Bereich. Ich habe gezielt mein E-Auto geladen, die Waschmaschine laufen lassen und sogar gebacken – und unterm Strich habe ich dafür Geld bekommen.“
Was zunächst komisch klingt, zeigt deutlich: Wenn ihr flexibel seid und euren Verbrauch anpasst, könnt ihr direkt von solchen Marktsituationen profitieren.

strom.dynamisch: Verlauf der Strompreise am 26.4.2026

strom.dynamisch: Verlauf der Strompreise am 01.05.2026
Damit ihr dynamische Preise nutzen könnt, braucht ihr die passende Technik. Intelligente Messsysteme – sogenannte Smart Meter – schaffen die Grundlage dafür. Über unsere HEMS-App (Heimenergiemanagement-System) strom.dynamisch bekommt ihr transparente Einblicke in die aktuellen Strompreise und könnt euren Verbrauch entsprechend planen. Wenn ihr möchtet, lassen sich darüber viele Geräte sogar automatisiert steuern, sodass sie selbstständig dann laufen, wenn der Strom besonders günstig ist. So wird aus passivem Verbrauch ein aktives Energiemanagement.
Dynamische Tarife bringen nicht nur finanzielle Vorteile, sondern unterstützen auch aktiv die Energiewende. Denn wenn ihr Strom gezielt dann verbraucht, wenn er aus erneuerbaren Quellen verfügbar ist, trägt das zur besseren Auslastung der Netze bei. So können mehr erneuerbare Erzeugungsanlagen ans Netz angebunden werden, ohne dass es verstärkt werden muss. Gleichzeitig werden Engpässe im Netz reduziert und fossile Reservekraftwerke müssen seltener einspringen, wenn der Verbrauch in Zeiten hoher Nachfrage vermieden wird. Ihr helft also ganz konkret dabei, das Energiesystem stabiler und nachhaltiger zu machen – einfach durch euer eigenes Verhalten im Alltag.
Oder wie Jenny es zusammenfasst:
„Man schaut plötzlich ganz anders auf den Stromverbrauch. Es macht schon Spaß, die günstigen Zeiten zu nutzen – und nebenbei tut man auch noch etwas für die Energiewende.“
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