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Was ihr jetzt als Mieter und Vermieter wissen solltet

Seit dem 12. Januar 2026 sind Bleileitungen in Gebäuden laut Trinkwasserverordnung (§ 17 Absatz 1) verboten. Die gute Nachricht: Bereits seit den 1970er Jahren werden keine Bleileitungen mehr verbaut. Bleileitungen kommen also maximal noch in Gebäuden aus dieser Bauzeit vor – häufig in unsanierten Altgebäuden. Gebäude, die später errichtet wurden, sind nicht betroffen. 

Das Wichtigste zuerst: Trinkwasser ist eins der am besten kontrollierten Lebensmittel und das Trinkwasser in Osnabrück entspricht den höchsten Qualitätsanforderungen. Dafür sorgen unsere Kolleginnen und Kollegen in den Wasserwerken, die dafür sicherstellen, dass jederzeit Trinkwasser in Top-Qualität bis zum Übergabepunkt transportiert wird.

Und das ist wichtig zu wissen: Als SWO Netz sind wir für die Trinkwasserqualität bis zum Übergangspunkt verantwortlich. Genauer gesagt bis kurz hinter den Trinkwasserzähler. Der befindet sich in vielen Privatgebäuden meist im Keller. Danach ist der Hauseigentümer verantwortlich. Die Hausinstallation - also alle Leitungen, die ab Übergabepunkt bis z.b. zum Wasserhahn verbaut sind - können die Trinkwasserqualität im Nachgang beeinflussen.

Blei ist von Natur aus nicht im Trinkwasser enthalten, sondern kann z.B. durch Bleitungen in der eigenen Hausinstallation in das gelieferte Trinkwasser gelangen und den zulässigen Grenzwert überschreiten. Dieser liegt laut Trinkwasserverordnung bei 0,01 mg/l. Übrigens: Im Trinkwassernetz der SWO Netz gibt es natürlich auch keine Bleitungen mehr.

Seit dem 12. Januar 2026 dürfen laut Trinkwasserverordnung keine Bleileitungen mehr in Gebäuden verbaut sein. Grundsätzlich gilt: Bleileitungen kommen nur noch äußerst selten vor, solltet ihr jedoch unsicher sein, gibt es mehrere Möglichkeiten dies zu überprüfen:

Wie erkenne ich, ob Bleileitungen verbaut sind?

  • Sichtbare Leitungen kontrollieren: Im Keller oder vor und hinter dem Wasserzähler könnt ihr dies leicht überprüfen. Bleileitungen sind im Gegensatz zu Kupfer- oder Stahlleitungen weicher und erscheinen silbergrau. Sie lassen sich mit einem Messer abschaben.
  • Nachfragen: Als Mieter gilt könnt ihr bei eurem Hauseigentümer oder der Hausverwaltung nachfragen, aus welchem Material eure Wasserleitungen sind. Als Eigentümer könnt ihr dies durch einen zugelassenen Installateur überprüfen lassen.
  • Trinkwasseranalyse: Ihr habt jederzeit die Möglichkeit euer Trinkwasser in einem Labor untersuchen zu lassen. Diese Untersuchungen sind allerdings kostenpflichtig. Hierzu berät auch das Gesundheitsamt der Stadt Osnabrück. Eine Übersicht über zugelassene Trinkwasseruntersuchungsstellen findet ihr auf der Website des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes zum Download.
Lisa

Blogger:in

Veröffentlicht am
27.01.2026

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