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Spar-Tipps für knappe Budgets

Dieser Artikel ist erstmals im Jahr 2013 in unserem Unternehmensmagazin "hier" erschienen und zwar unter dem Titel "Spar-Tipps für knappe Budgets". Jetzt, im Jahre 2022, ist das Energiesparen aufgrund der gestiegenen Preise aktueller  und für manche existenzieller denn je. Deshalb möchten wir mit diesem Artikel erneut auf das Projekt der Caritas aufmerksam machen! Eine Übersicht über weitere Informations- und Beratungsangebote findet ihr auch unter www.swo.de/energiesparen. Und hier geht es direkt zur Stromspar-Check-Website der Caritas.

„Das ist einfach eine tolle Sache“, freut sich Birgit über das Caritas-Angebot ‚Stromspar-Check für einkommensschwache Haushalte‘.“ Zum zweiten Mal hat die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern Besuch von den Stromsparhelfern. Diesmal haben sie Energiesparlampen, schaltbare Steckdosen, Strahlregler für die Wasserhähne und einen wassersparenden Duschkopf mitgebracht: das individuell auf den Drei-Personen-Haushalt abgestimmte Paket mit „Soforthilfen“.

Beim ersten Besuch haben die Stromsparhelfer Leonid und Karin den Haushalt von Birgit auf Einsparmöglichkeiten bei Strom und Wasser untersucht. Die Ergebnisse besprechen sie jetzt mit ihr. Ab sofort wird die Beleuchtung komplett – und nicht nur wie bisher in einigen Räumen – auf Energiesparlampen umgestellt. Außerdem helfen kleine Strahlregler und der neue Duschkopf beim Wassersparen. Eine schaltbare Steckdose sorgt zudem dafür, dass Fernseher und sonstige Geräte nicht im Stand-by-Betrieb unnötige Kosten verursachen. „Das ist jetzt wirklich kinderleicht“, lacht Birgit. Die installierten „Soforthilfen“ haben insgesamt einen Wert von etwa 70 Euro. „Dieser sich doch lohnende Betrag hätte mein ohnehin schon knappes Budget stark belastet“, so Birgit.

Unerwartetes Einsparpotenzial

Jetzt kann sie pro Jahr bis zu 165 Euro einsparen [Anm. der Redaktion: Aufgrund gestiegener Preise liegt die Ersparnis heute eher bei durchschnittlich 206 Euro). Das lohnt sich gleich doppelt: „Unser Projekt ermöglicht es den Kunden, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern und dank der Wasser-und CO2-Ersparnis zudem noch etwas für unsere Umwelt und den Klimaschutz zu tun“, erläutert Projektleiter Ralf Chojetzki die Vorzüge [Anm. der Redaktion: Projektleiterin ist inzwischen Luca Treidel].

1.488 Haushalte in Stadt und Landkreis Osnabrück haben seit dem Start im März 2009 einen Stromspar-Check durchführen lassen. Dabei wurden 17.656 „Soforthilfen“ installiert. Diese werden mit Unterstützung vom Bundesumweltministerium finanziert. [Anm. der Redaktion: Inzwischen sind es 2.686 Stromspar-Checks allein in Osnabrück, die zwischen 2009 und 2019 durchgeführt wurden.]

Mit Rat und Tat zur Seite

Die Stromsparhelfer, die in den Haushalten vor Ort beraten, sind Langzeitarbeitslose, die jetzt bei der Caritas Arbeits- und Dienstleistungsgesellschaft mbH mit Sitz in Bersenbrück beschäftigt sind.„Diese Mitarbeiter haben eine umfassende Schulung bei verschiedenen Energieberatern gemacht“, so Ralf Chojetzki. Dabei geht es um Einbau, Gebrauch und Wirkungsweise der „Soforthilfen“, Spartipps für die Nutzung von Großgeräten wie Waschmaschine und Kühlschrank, die Eingabe und Pflege der Daten und das Beratungsgespräch. Leonid und Karin wissen, dass die eigene Erfahrung dabei eine ihrer Stärken ist: „Wir können die Situation der Kunden nachempfinden. Das wissen sie. Es sind Beratungsgespräche auf Augenhöhe.“ Sollten die Stromsparhelfer eine Frage nicht beantworten können,
stehen ihnen bei den Stadtwerken die Fachleute um Energieberater Herbert Kreke mit guten Ratschlägen zur Seite.

Stromsparhelfer unterwegs

Insgesamt vier Teams mit je zwei Stromsparhelfern sind derzeit in Stadt und Landkreis unterwegs. Für die Mobilität von drei Teams sorgen die Stadtwerke Osnabrück: „Wir stellen den Stromsparhelfern für ihre Fahrten in den Landkreis Gas- und Elektroautos aus unserem Fuhrpark zur Verfügung. Für Einsätze in der Stadt nutzen die Berater unsere Umweltabos, die ebenfalls von den Stadtwerken finanziert werden“, erklärt Herbert Kreke. „Wir halten das Projekt für besonders sinnvoll, weil gerade in Zeiten steigender Energiekosten für einkommensschwache Haushalte in diesem Bereich gute Einsparpotenziale liegen. Außerdem ist es im gesamtgesellschaftlichen Interesse, dass überall möglichst wenig Energie und Wasser verbraucht werden. Damit passt das Projekt ausgezeichnet zu unseren eigenen Initiativen, die wir zum Beispiel in unserem Servicezentrum oder in Kooperation mit der Stadt Osnabrück anbieten.“

Sinnvoll und effektiv

Birgit hat über ihren Jobcoach vom Stromspar-Check erfahren. Andere Kunden kommen über Infostände bei der Maßarbeit, der kommunalen Arbeitsvermittlung des Landkreises, und im Stadthaus 2 in Osnabrück zu den Stromsparhelfern. „Insgesamt hat sich gezeigt, dass unsere Beratungen sinnvoll und effektiv sind“, zieht Ralf Chojetzki eine positive Bilanz. Birgit ist auf jeden Fall gespannt auf ihre nächste
Abrechnung: „Mal sehen, wie viel Strom und Wasser wir eingespart haben.“

Sie wollen auch Strom sparen?

Beziehen Sie Arbeitslosengeld II („Hartz IV„) oder ergänzende finanzielle Leistungen vom Jobcenter („Aufstockung„), Sozialhilfe oder Wohngeld? Beziehen Sie eine geringe Rente oder Kinderzuschlag? Liegt Ihr Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag (das klären wir mit Ihnen ggf. vor Ort)? Dann können Sie am Stromspar-Check teilnehmen! Mehr dazu auf der Stromspar-Check-Website der Caritas.

Nicole

Blogger:in

Veröffentlicht am
13.06.2022

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