06.09.2021

Mehr als Schaukel, Sandkasten & Rutsche: Im Landwehrviertel entsteht ein besonderer Spielplatz

Lesedauer des Artikels: 2.07 Minuten

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Alles andere als normal

Schaukel, Sandkasten, Rutsche – das war früher die Grundausstattung der Spielplätze nicht nur in Osnabrück. Doch diese Zeit ist vorbei: Heute folgen neue Spielplätze oftmals nicht nur einer bestimmten Themenidee, sondern sind meist auch inklusiv gedacht. Ein Beispiel ist das Spielband im Osnabrücker Landwehrviertel.

1800 Quadratmeter, drei Abschnitte für unterschiedliche Altersgruppen, barrierefreie Gestaltung und inklusive Spielgeräte – mit den Spielplätzen, die viele Kolleginnen und Kollegen noch aus ihrer Kindheit kennen, hat das Spielband nicht mehr viel zu tun.

„Wir haben uns bei der Planung nach den Vorgaben gerichtet, die die Stadt Osnabrück vor einigen Jahren für Quartiers- und Themenspielplätze entwickelt hat“, sagt Susanne Krohn, Projektleiterin bei der ESOS - Energieservice Osnabrück GmbH.

Damit sich der „Grüne Stangenwald“ – so lautet das Thema des Spielplatzes - gut ins neue Landwehrviertel einfügt, haben Krohn und die beteiligten Kolleg:innen weitere Rahmenbedingungen festgelegt: „Die Spielbereiche sollen durch ihr Farbkonzept und das verwendete Holz einen Wiedererkennungswert haben und sich gleichzeitig von der Bebauung abheben“, sagt Krohn. Gleichzeitig nimmt das Spielband den gestalterischen roten Faden auf, der beim Spielplatz der benachbarten Kindertagesstätte beginnt.

 

Als Partner für die Umsetzung haben sich die Kolleg:innen mit dem Unternehmen MerryGoRound ein im Spielplatzbereich erfahrenes Unternehmen ins Boot geholt. Neben einer Vielzahl von kleineren Aufträgen bearbeitet das Team um Spielplatzdesigner Florian Möller rund 20 Aufträge für Großprojekte pro Jahr. Das Spielband im Landwehrviertel gehört dazu. „Einen Spielplatz in dieser Größenordnung zu planen ist komplexer als man denkt“, sagt Möller. Nicht nur eine Reihe von Verordnungen ist zu berücksichtigen, für das Teltower Unternehmen spielt mehr und mehr auch der Nachhaltigkeits- und Inklusionsgedanke eine wichtige Rolle.

„Dass Spielplätze heute inklusiv gestaltet werden, kommt immer mehr ins Bewusstsein“, sagt Möller.

Auch im Landwehrviertel wird die Interaktion von Jung und Alt gefördert, haben die Besucher:innen barrierefreien Zugang zu Spielgeräten. Ein Beispiel ist die „Gefühlsdusche“, die wie viele andere Geräte auch mit dem Rollstuhl erreichbar ist. „Man muss schon ein wenig Kind geblieben sein“, so der Spielplatzplaner. „Schließlich wollen wir die Fantasie der Kinder anregen – und müssen uns dafür in sie hineinversetzen.“

Damit der neue Spielplatz in Zukunft auch angenommen wird, haben die Kolleg:innen der ESOS noch weitere „Spielplatzprofis“ ins Boot geholt: Anwohner:innen und ihre Kinder konnten sich vor den Sommerferien in der Online-Abstimmung aus mehreren Entwürfen ihren Favoriten aussuchen. Im Ergebnis wird nun der „Grüne Stangenwald“ realisiert – mit der Fertigstellung rechnen Susanne Krohn und die Kolleg:innen der ESOS gegen Jahresende.

 

Mehr Informationen und weitere Skizzen sind auf der Stadtwerke Osnabrück Homepage unter Spielband zu finden.

 

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Nicole Seifert

06.09.2021

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