18.10.2018

Wintergrillen: Jacke an und ab ans Feuer

Lesedauer des Artikels: 2.29 Minuten

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Es geht wieder los: In allen Nachbarschaften werden die Gärten nach und nach winterfest gemacht. Das heißt für viele auch, dass der heißgeliebte Grill bis zum nächsten Frühling in die Garage oder den Keller verbannt wird. „Das muss doch nicht sein!“, findet Claus Meyer, Koch in der Kochschule bei Schäffer in Osnabrück. „Grillen im Winter macht Spaß und liegt voll im Trend.“ Wir haben uns bei ihm einige Tipps abgeholt, mit dem ihr die Grillsaison jetzt ganz einfach verlängern könnt.
 

Was muss man beim Wintergrillen beachten?

Claus Meyer: „Wintergrillen heißt erst einmal, dass sich Gastgeber und Gäste kleidungstechnisch vorbereiten müssen – eine warme Jacke, dicke Socken und feste Schuhe sind definitiv von Vorteil. Und man sollte vorher schauen, wo man seine Gäste bewirten möchte. Mache ich einfach mal eine Stehparty mit einem Buffet draußen, z.B. mit leckeren Pulled Pork-Brötchen? Oder mache ich vielleicht nur eine kleine Vorspeise direkt am Grill und serviere dann alles andere drinnen? Da ist einfach etwas mehr Planung notwendig als im Sommer.
 

Nutzt man andere Produkte und Zubereitungsweisen?

Claus Meyer: „Wer mit Holzkohle grillt, muss ein bisschen aufpassen, weil sie bei Kälte und Feuchtigkeit anders reagiert. Bei unseren Seminaren nutzen wir Gastechnik, da ist man sehr wetterunabhängig. Es ist außerdem praktisch, einen Grill mit Deckel zu nutzen – und zwar nicht nur als Wetterschutz, sondern um bessere Grillergebnisse zu erzielen. Die Luft verteilt sich bei geschlossenem Deckel einfach besser und das Grillgut wird gleichmäßiger gebräunt. Was die Rezepte anbelangt, sind die Gerichte im Winter eher deftiger. Besonders wenn man regionale und saisonale Produkte verwendet, bekommt man einfach ein super leckeres Essen.“
 

Was für Tipps geben Sie Wintergrillern in Ihren Seminaren noch?

Claus Meyer: „Wir sprechen dort viel über Zubereitungsweisen: Wie bekomme ich es hin, dass auch sehr fettarmes Fleisch wie Hähnchen saftig bekomme? Wie mache ich leckere Marinaden, die nicht so überwürzt sind, dass ich am Ende das Produkt an sich nicht mehr schmecke? Wie viel würzen muss überhaupt sein? Welche Soßen eignen sich für welche Produkte? Und am Ende genießen wir einfach das, was wir gemeinsam gezaubert haben.“
 

Läuft euch auch das Wasser im Mund zusammen? Dann haben wir hier schon einmal Claus Meyers Rezept-Tipp für euch:

Gegrilltes Roastbeef am Stück

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Roastbeef

5 Zweige Rosmarin

6 Knoblauchzehen

1 TL schwarzer Pfeffer

40 ml Olivenöl

Salz

 

Das Roastbeef trocken tupfen und von allen Sehnen befreien. Den Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen. Den Knoblauch mit dem Messerrücken andrücken. Die Pfefferkörner im Mörser grob zerstoßen. Das Fleisch zusammen mit dem Olivenöl, Kräutern und Knoblauch einreiben. Das Roastbeef rundherum mit Salz würzen. Nun auf dem Grill von allen Seiten scharf angrillen. Das Roastbeef nun bei indirekter Hitze  garen. Bei einer Kerntemperatur von 56°C ist das Fleisch medium gebraten.

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Cara Ritter

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