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Helga Kalk-Fedeler genießt im Ruderboot die Sonnenuntergänge am Stichkanal

Eine Straße kann aus Asphalt oder Wasser bestehen – gefahren wird gleichermaßen rechts. Daran müssen sich auch die Wassersportler halten, die Woche für Woche auf dem Stichkanal trainieren. Weil Begegnungen zwischen Binnenschiffen und Ruderbooten schon böse ausgegangen sind, trägt Helga Kalk-Fedeler einen Mini-Rückspiegel am Brillengestell. Dann kann sie herannahende Schiffe schon von weitem erkennen.

Die fünf Kilometer lange Strecke zwischen der Haster Schleuse und der Hollager Schleuse ist ihr Revier

100 Jahre Hafen Portrait

Zwischen der Haster Schleuse und der Hollager Schleuse kennt sie jeden Meter des Stichkanals: Ruderprotektorin Helga Kalk-Fedeler.

„Ich kenne jetzt jeden Meter“, sagt Helga Kalk-Fedeler, die dem Stichkanal beruflich und privat verbunden ist. Als Ruderprotektorin trainiert sie die Ruderriege des Gymnasiums „In der Wüste“ – mit 40 oder mehr Schülern, die zuerst einmal die Balance auf dem Wasser lernen müssen. Und dann manchmal zu Leistungssportlern heranreifen. Als Aktive des Osnabrücker Ruder-Vereins steigt die 1960 geborene Studienrätin selbst regelmäßig in den Einer oder Doppelzweier. Dann genießt sie es, wenn das Boot fast lautlos übers Wasser gleitet. Wenn es mit einem Schlag 15 Meter nach vorn schießt. Wenn ein Reiher am Ufer steht und wenn sie am Kanal den Sonnenuntergang erleben kann.

Das Flow-Erlebnis verstärkt noch den Eindruck, allein auf dem Wasser unterwegs zu sein. Aber Ruderer ohne Bugmann sitzen mit dem Rücken in Fahrtrichtung. Da wird es gefährlich, wenn sie vergessen, sich umzudrehen und auf den Gegenverkehr zu achten.

„Binnenschiffer können uns im Zweifel nicht sehen!“,

warnt Helga Kalk-Fedeler.

Sie hat die Gegenrichtung immer im Blick und geht – wie viele erfahrene Ruderer – mit einem kleinen Rückspiegel aufs Wasser. Auch wenn das manche ihrer Schüler vielleicht uncool finden.

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Gastblogger
Rainer Lahmann-Lammert

Nicole

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Veröffentlicht am
01.11.2016

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