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Gemeinsam einen neuen Meilenstein erreicht

Anfang November war es so weit. Die 30. Klimacent-Anlage ging ans Netz: Auf dem Dach des Heimatvereins in Glandorf. Finanziert wurde diese, wie die vorangegangenen 29, durch unsere Kundinnen und Kunden im sogenannten Strom Klimacent gemeinsam mit den Stadtwerken (mehr Infos zum Strom KlimaCent-Tarif). Viele der Anlagen hat unser Kollege Sven Kiesow geplant. Deswegen habe ich mit ihm über seine schönsten Erfahrungen rund um den Klimacent gesprochen.

Sven, du planst ja auch viele der Anlagen auf unseren eigenen Gebäuden. Wo ist denn der Unterschied zu den Klimacent-Anlagen?

Bei der Planung gibt es erst einmal keine Unterschiede. Aber der Prozess drum herum macht einfach immer wieder Spaß. In den letzten Jahren haben wir regelmäßig einen Aufruf gestartet, sich für eine kostenlose Photovoltaikanlage z.B. auf dem eigenen Kindergarten- oder Vereinsdach zu bewerben. Mit den Gewinnern dann in die konkrete Planung einzusteigen, ist einfach toll: Die Verantwortlichen sind oft richtig begeistert vom Projekt, lassen sich viel erklären und sind am Ende richtige Profis für ihre eigene Anlage. Manchmal kommt es aber auch vor, dass manche im Verein noch „überzeugt“ werden müssen: lohnt sich das überhaupt für uns? Ist das nicht viel Arbeit? Oder sieht es am Ende vielleicht nicht mehr gut aus? Auch diese Gespräche führe ich gerne und konnte bis jetzt noch alle Sorgen ausräumen.

Was hat sich für euch über die Jahre bei der Planung verändert?

Bis vor Kurzem haben wir i.d.R. bei einer Anlagengröße von 10 kWp „Schluss gemacht“, da alles andere für die Kindergärten und Vereine wegen der Meldungen ans Finanzamt zu bürokratisch geworden wäre. Glücklicherweise war das für die meisten eine sehr gute Größe, um sich größtenteils selbst mit Strom versorgen zu können – auch weil wir oft direkt einen Speicher mit einbauen. Nun wurde die Grenze auf 30 kWp erhöht und wir realisieren nun größtmögliche Anlagen. So kann sich z.B. der Pius Kindergarten rechnerisch das ganze Jahr über praktisch autark mit Strom versorgen.

Klimacent-Anlage des Pius-Kindergartens

Klimacent-Anlage des Pius-Kindergartens

Du hast ja wirklich viele Klimacent-Anlagen beplant und begleitet. Was sind für dich ganz besondere Erinnerungen?

Da fallen mir sehr viele ein. Wir haben in den letzten Jahren viel mit Vereinen und damit mit Ehrenamtlichen zusammengearbeitet. Da war es immer wieder toll zu sehen, wie engagiert die Menschen für ihren Sport, ihre Sache oder ihr Dorf eintreten. Sehr im Gedächtnis geblieben ist mir außerdem die Anlage des Waldkindergartens in Osnabrück. Die Kinder sind dort das ganze Jahr draußen und haben einen kleinen Bauwagen mitten im Wald. Dort haben wir ein sogenanntes Balkonkraftwerk installiert, damit die Gruppe z.B. ihre Musikbox aufladen kann. Ich war damals vor Ort und die Kleinen waren super interessiert, wie das Ganze funktioniert (mehr dazu gibt's in diesem Beitrag). Spannend war auch die Begleitung des Projekts an der Nackten Mühle: hier haben wir 2008 das Wasserkraftwerk mitfinanziert und 2017 die Instandsetzung unterstützt. Es produziert dort jetzt nicht nur Strom, der selbst genutzt wird, sondern ist an diesem Lernort rund um Nachhaltigkeit auch ein ganz wichtiges „Anschauungsobjekt“.

Klimacent: Wusstet ihr schon..

  • dass alle unsere Klimacent-Photovoltaikanlagen zusammen 2.800 Quadratmeter groß sind? Das entspricht 3,5 Handballfeldern.
  • dass alle Anlagen zusammen jährlich über 404.000 kWh Strom produzieren? Das ist rechnerisch genug, um 115 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.
  • dass alle Anlagen zusammen schon über 2,1 Millionen kWh grünen Strom erzeugt haben? Damit wurden rund 1385 Tonnen CO2 eingespart.

Mehr zum Klimacent

Ihr wollt mehr über unseren Strom Klimacent und die bisher umgesetzten Anlagen erfahren? Mehr Infos gibt es auf unserer Website hier.

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Veröffentlicht am
17.11.2023

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