16.07.2020

Sonnenstrom vom eigenen Dach – ein Überblick

Lesedauer des Artikels: 5.64 Minuten

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Jeder von euch kennt sie: Die Solarmodule auf vielen Dächern in Osnabrück und der Region. Und es werden zum Glück immer mehr. Denn mit Strom aus Sonnenenergie  können Hauseigentümer umweltschonend Energie erzeugen und damit durch weniger CO2-Emissionen aktiv Klimaschutz betreiben.  Viele glauben immer noch, dass die Installation solcher Photovoltaikanlagen nur mit viel Eigenkapital möglich ist. Auch scheut man sich vor dem zeitlichen Aufwand durch Einholen verschiedener Angebote für die unterschiedlichen Gewerke, Anpassungen bei der Hausinstallation etc.

Deshalb möchten wir euch hier einmal aufzeigen, wie Photovoltaik-Technik überhaupt funktioniert und was wir als Stadtwerke Osnabrück anbieten, um euch die Entscheidung für mehr grüne Energie in Osnabrück und der Region zu erleichtern.

Denn soviel vorab: auch ohne Eigenkapital und großen Zeitaufwand ist die Erzeugung von Ökostrom auf eurem Hausdach möglich.

 

Solarthermie und Photovoltaik? Was ist da eigentlich der Unterschied?

Solarmodul ist nicht gleich Solarmodul! Für einen Laien sehen die Platten auf den Dächern alle gleich aus, die Funktion kann aber eine andere sein:

  • Solarthermie-Module erzeugen mithilfe des Sonnenlichtes warmes Wasser für eure Heizungsanlage, wodurch ihr Heizkosten einsparen könnt.
  • Photovoltaik-Module erzeugen Strom, den ihr entweder selbst nutzen oder ins Stromnetz eures örtlichen Netzbetreibers (wer das in Osnabrück ist, erfahrt ihr hier) einspeisen könnt. Für diese Einspeisung erhaltet ihr dann von eurem Netzbetreiber eine Einspeisevergütung.

 

Und wie funktioniert die Photovoltaik-Technik?

Ich habe mir das von unseren Energie-Experten mal erklären lassen. Es handelt sich dabei um eine sehr komplexe Technik, die einfach und grob formuliert so funktioniert:

 

 

»Bei Sonneneinstrahlung setzt das Silizium Elektronen frei und die beiden Seiten funktionieren im Prinzip wie eine Batterie: mit einem Plus- und einem Minuspol. Schon fließt der Strom.«

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus vielen Solarzellen, die aus Quarzsand hergestellt werden. Um den Quarzsand nutzen zu können, wird er zu sogenannten Siliziumscheiben verarbeitet und in der Solarzelle mit Stromleitern versehen, damit die von den Siliziumscheiben erzeugte Energie transportiert werden kann. Die Ober- und Unterseite einer Solarzelle werden unterschiedlich bearbeitet, wodurch zwei verschiedene Schichten entstehen. Diesen Vorgang nennt man Dotierung. Vereinfacht gesagt gibt es dadurch zwei Siliziumscheiben, die eine wird positiv (+) und die andere negativ (-) dotiert.  Bei Sonneneinstrahlung setzt das Silizium Elektronen frei und die beiden Seiten funktionieren im Prinzip wie eine Batterie: mit einem Plus- und einem Minuspol. Schon fließt der Strom.
 

Es handelt sich jedoch um sogenannten Gleichstrom, der so noch nicht an einen Verbraucher angeschlossen werden kann. Hier kommt der Wechselrichter ins Spiel, der bei jeder Photovoltaikanlage einfach dazugehört. Der erzeugte Strom wird zum Wechselrichter geleitet und dort in Wechselstrom umgewandelt. Jetzt könnt ihr den Strom entweder direkt selbst nutzen oder ins Netz des örtlichen Netzbetreibers einspeisen.

Die Menge des erzeugten Stroms ist dabei abhängig vom Lichteinfall: Je mehr Sonnenlicht, umso mehr Strom wird erzeugt.
 

Welche Varianten an Solaranlagen bieten die Stadtwerke Osnabrück an?

Wir bieten Photovoltaikanlagen mit und ohne Energiespeicher an, auch die alleinige Erweiterung einer bestehenden Anlage um einen Energiespeicher haben wir im Angebot. Durch die zusätzliche Installation eines solchen Energiespeichers könnt ihr die Nutzung des Ökostroms vom eigenen Dach maximieren und euch so noch unabhängiger von steigenden Stromkosten machen. Denn ein Energiespeicher funktioniert im Prinzip wie der Akku eures Handys: Der zum Zeitpunkt der Erzeugung genutzte Strom wird dort einfach zwischengespeichert, damit ihr ihn nutzen könnt, wenn ihr ihn braucht.

Bei der Solar-Technik setzen wir ausschließlich auf hochwertige Komponenten namhafter Hersteller. Die Planung und Installation ist immer inklusive, damit ihr euch um nichts kümmern müsst. Selbstverständlich arbeiten wir dabei immer mit dem regionalen Fach-Handwerk zusammen, so dass die fachgerechte Installation garantiert ist.
 

Warum kann ich meinen Haushalt trotz eines Energiespeichers nicht zu 100% autark mit eigenem Sonnenstrom versorgen?

Selbst wenn die Solaranlage genauso viel Strom erzeugt wie ihr verbraucht, ist es in der Regel notwendig, dass ihr noch Strom zukaufen müsst. Das liegt daran, dass ihr über den Tag verteilt immer unterschiedlich viel Strom benötigt. Gleichzeitig erzeugt die Solaranlage je nach Sonneneinstrahlung mal mehr, mal weniger Energie.

Wenn Ihr einen Energiespeicher habt, wird die im Vergleich zu eurem Verbrauch zu viel erzeugte Solarenergie zuerst im Energiespeicher zwischengespeichert. Ist der Energiespeicher voll, wird der darüber hinaus erzeugte Sonnenstrom ins Stromnetz eingespeist. Denn der Strom kann nur in einem Speicher auf den Verbrauch „warten“. Habt ihr keinen Speicher, wird dieser zu viel erzeugte Strom direkt ins Stromnetz eingespeist.

Verbraucht ihr zwischendurch die Energie, die im Solarspeicher zwischengespeichert wird, so dass sich der „Akku“ wieder entladen kann, wird die Energie wieder dort gespeichert bis er voll ist. So geht die Speicherladung immer rauf und runter, denn Stromerzeugung und -verbrauch sind in der Regel nie ausgeglichen. Dadurch ist eine hundertprozentige Energieautarkie nur mit einem enorm großen Speicher und entsprechender Anlagengröße möglich. Dies ist wirtschaftlich aktuell jedoch nicht sinnvoll.
 

Und was kostet eine Solaranlage? Kann ich die auch pachten?

Ja! Denn um möglichst vielen die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Dach zu ermöglichen und damit die Energiewende voranzutreiben, bieten wir Solaranlagen nicht nur zum Kauf, sondern auch zur Pacht an. Bei der Entscheidung für eine Solaranlage ist es also nicht entscheidend, ob ihr genügend Eigenkapital habt.

Bei einer angenommenen Photovoltaik-Anlagengröße von 3,63 kWp (entspricht ca. 20 m² Modulfläche) kostet euch die monatliche Pacht bei SOLARkomplett aktuell rund 65 Euro im Monat. Da ihr durch den selbst erzeugten Strom aber weniger Strom zukaufen müsst, könnt ihr bei eurer Kalkulation die gesparten externen Stromkosten noch von den monatlichen Gesamtkosten abziehen. Und die Einnahmen aus der Einspeisevergütung verringern die monatlichen Kosten nochmal: Denn für den Strom, den ihr ins öffentliche Stromnetz einspeist, erhaltet ihr auch eine festgelegte Vergütung.

Die Variante mit einem 5,12 kWh großen Energiespeicher (SOLARkomplett Plus) schlägt bei Pacht nur mit rund 50 Euro zusätzlich monatlich zu Buche (im Vergleich zur Variante ohne Speicher). Und da ihr dank des Solarspeichers in der Regel noch mehr Strom selbst nutzen könnt,  könnt ihr hier noch mehr externe Stromkosten einsparen.

Darüber hinaus braucht ihr euch bei unserem Pacht-Modell auch keine Sorgen machen, wenn es mal technische Probleme geben sollte: Denn wir bieten die Pacht-Variante nur mit Rundum-Sorglos-Service an. So sind Wartung, Versicherung und Garantie (sogar über die Produkt-Garantie des Herstellers hinaus!) inklusive.

Natürlich könnt ihr die Solaranlage – mit und ohne Speicher – auch einfach bei uns kaufen. Auch dann sind Planung und Installation immer inklusive.

Schaut am besten gleich einmal unter www.swo.de/solarkomplett! Wir haben dort ein Online-Tool zur Verfügung gestellt, in dem ihr ganz unverbindlich eine erste Preis-Einschätzung erhalten könnt. Im ersten Schritt seht ihr dort den Preis, den wir ungefähr für den Kauf einer solchen Anlage aufrufen. Darunter stehen in grau die monatlichen Pachtkosten als Alternative.

 

Unter dem Button „Details“ (ganz rechts) erhaltet Ihr bei beiden Varianten detaillierte Informationen über die ungefähren monatlichen Kosten unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ihr ja nicht nur weniger Strom einkaufen müsst, sondern auch noch Geld dafür bekommt, dass ihr Strom ins Netz einspeist.

 

Solarkomplett

Ihr habt Interesse?

Im Tool könnt ihr direkt eure Angebots-Anfrage stellen. Meine Vertriebskollegen melden sich dann umgehend bei euch, um ein individuell kalkuliertes Angebot  erstellen zu können. Ihr habt vorab Fragen? Wir freuen uns auf euch unter Telefon 0541 2002 – 2080 oder Mail solarkomplett@swo.de.

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Yvonne Huster

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