08.06.2020

Bienenschutz ist Trinkwasserschutz…

Lesedauer des Artikels: 1.9 Minuten
Osnabrücker BienenBündnis

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… und der liegt uns als Trinkwasserversorger sehr offensichtlich natürlich am Herzen. Doch wie passt Bienenschutz und Trinkwasserschutz zusammen? Wir haben bei Christiane Röse, der Gewässerschutzbeauftragten der Stadtwerke, nachgefragt.

„Auf den ersten Blick scheinen Bienen und Trinkwasser nicht viel miteinander zu tun zu haben“, erklärt mir Christiane Röse. „Doch schaut mal einmal genauer hin stellt man fest, dass Bienen- und Trinkwasserschutz gemeinsame Ziele verfolgen.“  Der Verzicht von Pflanzenschutzmitteln und die Umnutzung von Flächen in zum Beispiel Blühflächen tragen gleichermaßen zum Bienenschutz als auch zum Trinkwasserschutz bei. Und das Beste: Es muss nicht direkt alles im großen Stil sein. Jeder kann helfen, um Bienen und Trinkwasser zu schützen – und das ist sogar gar nicht so schwer…

Jeder kann helfen: 3 Tipps wie ihr gleichermaßen die Bienen und das Trinkwasser schützt

  1. Verzichtet am besten komplett auf Pflanzenschutzmittel. So gelangen die schädlichen Bestandteile erst gar nicht in den Boden und damit in den Wasserkreislauf. Übrigens: Die sogenannten „Unkräuter“ wie Löwenzahn oder Klee sind bei Insekten sehr beliebt 🙂 Und meidet natürlich auch Insektizide. Auch wenn viele davon etwas anderes versprechen, wirken sie häufig nicht nur z.B. gegen Blattläuse, sondern töten auch Bienen oder andere Insekten.
  2. Zum Düngen eurer Beete, Balkonpflanzen oder Rasenflächen verwendet ihr am besten organisches Material wie Kompost oder Hornspäne und keinen Kunstdünger. So gelangen weniger überschüssige Nährstoffe in den Boden und damit auch ins Grundwasser. Und auch die Insekten freut es 😉
  3. Legt Blühwiesen mit verschiedenen Wildblumen an – aber achtet darauf, dass es sich um heimische Blumensorten handelt. Sie bieten Bienen und allen blütensuchenden Insekten ein echtes Wohlfühlparadies und ausreichend Nahrung. Im großen Stil – z.B. in der Landwirtschaft – ist der sogenannte Zwischenfruchtanbau wichtig. Denn es gibt zahlreiche Zwischenfrüchte, die auch bei Insekten sehr beliebt sind. Gleichzeitig speichern Zwischenfrüchte Nährstoffe – wie überschüssiges Nitrat – im Boden und sorgen so dafür, dass diese gar nicht erst ins Trinkwasser gelangen. Der Zwischenfruchtanbau ist deshalb auch ein wichtiger Bestandteil der grundwasserschonenden Landwirtschaft, die wir als Stadtwerke bereits seit über 25 Jahren mit regionalen Landwirten fördern.

Nun hat natürlich nicht jeder die Möglichkeit zuhause ganze Blühstreifen anzulegen und das muss auch gar nicht. Vielleicht habt ihr ja Platz für einen kleinen Kräutergarten auf eurem Balkon?! Denn Bienen stehen auf Kräuter wie Thymian, Oregano und Co. und uns schmeckt es dann doch auch gleich viel besser…

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Lisa Hoff

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Lisa Hoff

08.06.2020

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