01.02.2019

Bus und Schnee: Eine frostige Beziehung?!

Lesedauer des Artikels: 3.34 Minuten

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Winter – das heißt weiße Winterwunderlandschaft, Schneemänner bauen und Schlittenfahren, aber auch glatte Straßen und verschneite Zufahrten. Dem Busverkehr kann das ganz schön zusetzen. Des einen Freud, des Busses Leid?! Wir erklären die nicht immer ganz einfache Beziehung zwischen Busverkehr und Winterwetter.

Für unsere Busse bedeutet Winter, mit allem was er so mit sich bringt, vor allem eins: Mögliche Verspätungen. Und das hat einen einfachen und nachvollziehbaren Grund – alle Verkehrsteilnehmer sind an diesen Tagen vorsichtiger und langsamer unterwegs. Es kommt zu Verzögerungen im gesamten Straßenverkehr. Vielleicht ist auch gerade noch ein Streufahrzeug der Osnabrücker Service Betriebe (OSB) unterwegs, die dafür sorgen, dass die Straßen frei sind. Priorität haben dabei zunächst die großen Hauptverkehrsachsen, Linienwege der Busse und Schulwege.

Aber besser verspätet ans Ziel als gar nicht, denn auch im Winter gilt: Die Sicherheit der Fahrgäste, des Fahrpersonals und aller anderen Verkehrsteilnehmer hat absoluten Vorrang. Also – auch wenn das allgemein bekannt sein dürfte – bei Schnee und Eis lieber ein bisschen mehr Zeit einplanen, um sicher und pünktlich ans Ziel zu kommen 😉

Wir haben da mal was vorbereitet...

 

 

 

Für unser Fahrpersonal heißt es regelmäßig: Auf in die stadtwerkeeigene Fahrschule,  denn so ein großes Fahrzeug wie ein Gelenkbus will ordentlich geführt werden.

Schnee und Glatteis gehört im Winter einfach dazu, deshalb sind sowohl die Busse als auch unsere Fahrer speziell auf die besonderen Witterungsverhältnisse eingestellt. Für unser Fahrpersonal heißt es regelmäßig: Auf in die stadtwerkeeigene Fahrschule,  denn so ein großes Fahrzeug wie ein Gelenkbus will ordentlich geführt werden. Dabei hat gerade die Größe oder besser gesagt das Gewicht zwar auch einen erheblichen Vorteil auf glatten Straßen: Mit einem Maximalgewicht von 28 Tonnen inkl. Fahrgäste hat so ein Gelenkbus guten Halt auf den glatten Osnabrücker Straßen. Dafür sorgen auch die besonderen Traktionsreifen, die für zusätzlichen Grip sorgen – aber das hilft natürlich nur dann, wenn schon gestreut wurde.

 

Der größte Feind des Busses bei Schnee und Glatteis? Ganz klar Kurven und Anhöhen – und das leider auch, wenn es nur ein bisschen geschneit hat. Vielleicht ist es dem ein oder anderen schon aufgefallen: Insbesondere das Abfahren von den Haltestellen (davon gibt es im Stadtgebiet immerhin ca. alle 300 Meter eine) macht unseren Gelenkbussen schwer zu schaffen – vor allem, wenn das Gelenk erst einmal geknickt ist. Das Problem: Die Gelenkbusse werden an der Hinterachse angetrieben. Wird hinten also erst einmal Gas gegeben, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass der Bus seitwärts einknickt. Für solche Fälle gibt es den Knickschutz (den gibt es wirklich :), der automatisch aktiviert wird, sobald der Bus zu weit geknickt wird. So wird das Drehgelenk vor eventuellen Beschädigungen geschützt. Um den Knickschutz aufzuheben, muss der Fahrer den Lenkwinkel korrigieren. So wird auch die Haltestellenbremse gelöst und er kann versuchen, den Bus wieder in eine gerade Position zu bringen. All das kostet natürlich Zeit und kann zu Verspätungen führen. Deshalb ist das oberste Ziel immer, den Bus gerade abzustellen. Natürlich ist dies gerade bei manchen Endwenden nicht möglich, wenn der Bus wenden muss oder auch einmal ein anderes Fahrzeug die Haltestelle blockiert.
 

Und wenn es doch einmal zu Ausfällen kommt?

In seltenen Fällen kommt es zu einem Komplettausfall des gesamten Busverkehrs. Es kann allerdings vorkommen, dass einzelne Linienabschnitte nicht mehr befahren werden können. Dazu gehören meistens bergige Linien oder Linienabschnitte, die aufgrund extremer Glätte nicht mehr befahrbar sind. Ob es zu einer teilweisen Einstellung des Busverkehrs kommt, liegt im Ermessen der Verkehrsmeister in der Leitstelle. Diese können aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung abwägen, ob es für alle Verkehrsteilnehmer sicherer ist, gewisse (Teil-) abschnitte zu umfahren. Steht aufgrund extremer Witterungsverhältnisse ein Komplettausfall des Osnabrücker Busverkehrs zur Diskussion, wird diese Entscheidung von mehreren Personen getroffen: Dazu wird früh morgens oder ggfs. am Vorabend der sogenannte Krisenstab einberufen. Dazu gehören z.B. der Vorstand Mobilität der Stadtwerke, der Leiter des Verkehrsbetriebes und das Schulverwaltungsamt.
 

Wie auch immer entschieden wird, Ad-hoc-Meldungen, ob und wo die Busse unterwegs sind, erhaltet ihr immer rechtzeitig auf https://twitter.com/vos_info. WICHTIG: Um die Infos zu lesen, braucht ihr nicht bei Twitter angemeldet zu sein.

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Lisa Hoff

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01.02.2019

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