06.09.2018

Leitstelle und Unfallersthilfe: Was das neue Fahrzeug im Streckendienst alles kann

Lesedauer des Artikels: 1.99 Minuten
Streckendienst im Verkehrsbetrieb

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Mobile Leitstelle und Unfallhilfswagen in einem Auto vereint? Das hört sich im ersten Moment vielleicht befremdlich an, ist jedoch mit dem neuen Einsatzfahrzeug im Streckendienst – „Super Auto“ (wie wir es insgeheim nennen 🙂 – der Stadtwerke jetzt Realität! Es vereint die mobile Steuerung der Busse und die Erste-Hilfe im Streckendienst.

Neuste Technik für unterwegs

Streckendienst im Verkehrsbetrieb

Ein Verkehrsmeister funkt aus der mobilen Leitstelle.

Stolz zeigt Olaf Sidortschuck, Leiter des Streckendienstes im Verkehrsbetrieb, den neuen Einsatzwagen: Dieser ist mit neuster Technik ausgestattet und lässt keine Wünsche offen. Mithilfe eines Tablets, das im Fahrzeug an das ITS-System angeschlossen werden kann, sind problemlos alle Busse in Form einer mobilen Leitstelle über Funk erreichbar. ITCS ist eine Abkürzung für Intermodal Transport Control System und steht, einfach erklärt, für die Erfassung und Auswertung  aktueller Verkehrsdaten. So können beispielsweise Informationen wie aktuelle Behinderungen und Umleitungen direkt von der Straße an die Busfahrer weitergeben werden.

Für jede Gelegenheit ausgestattet

Vorrangig wird das Fahrzeug für den Streckendienst und kleine Reparaturen an Bushaltestellen genutzt. Es kann darüber hinaus aber auch bei kurzfristigen Umleitungen im Rahmen von Demonstrationen oder Unfällen durch die Sonderwegerechte wie Blaulicht und Sirene eingesetzt werden.

»Wir sind also immer schnell vor Ort und können situationsbedingt eingreifen und unterstützen«, erklärt der Fachmann.

Deshalb ist das neue Streckendienstfahrzeug zum Beispiel mit einem Feuerlöscher, einem Defibrillator sowie mit einem professionellen Erste-Hilfe-Rucksack ausgestattet, um im Ernstfall schnell tätig werden zu können. „Wir sind immer nah am Geschehen, egal ob bei Demonstrationen, Kundgebungen, dem Ossensamstag oder bei VfL-Spielen“, sagt Olaf Sidortschuck.

Streckendienst im Verkehrsbetrieb

Blick in den Kofferraum...

 

Streckendienst im Verkehrsbetrieb

Alle Fahrer des Einsatzwagens sind ausgebildete Ersthelfer und PTBS-Betreuer (Posttraumatische Belastungsstörung) und mit den oft schwierigen Situationen vertraut. „Unfälle gehen jedoch an keinem spurlos vorbei.“ Deswegen ist der Wagen auch hierfür ausgestattet: Im hinteren Teil des Fahrzeugs befindet sich eine große Bank mit einem Tisch, in dem die psychologische Betreuung nach einem Unfall gewährleistet ist.

 

Streckendienst im Verkehrsbetrieb

 

Blick in die Zukunft der Mobilität

Elektromobilität spielt auch bei den Verkehrsmeistern eine zentrale Rolle. Mit Eintreffen der ersten Elektrobusse in diesem Jahr, kommen auf Olaf Sidortschuck und seine Kollegen neue Herausforderungen zu. „Die Arbeit an und mit Elektrobussen ist ganz anders: Schließlich fahren diese zukünftig nicht mehr mit Kraftstoff, sondern mit Strom. Somit erwarten uns natürlich auch andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Bus-Ladesäulen auf mögliche sichtbare Beschädigungen zu überprüfen und bei Störungen schnellstmöglich zu beheben “, so Sidortschuck.

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Lisa Hoff

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Lisa Hoff

06.09.2018

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