26.01.2017

Neues Heim – Heizung rein. Aber welche?! (Teil I)

Lesedauer des Artikels: 2.56 Minuten
Neubau

Letztes Jahr haben wir es gewagt: Wir sind das Projekt „Neubau“ angegangen. Alle Bauherrinnen und -herren wissen: Das bedeutet, viele Entscheidungen zu treffen, Termine, Termine, Termine und sich zu Themen, von denen man eigentlich gar keine Ahnung hat, schlau machen. Dabei hatte ich eine super Hilfe – am Schreibtisch direkt nebenan bei uns im Servicezentrum am Nikolaiort: Mein Kollege, Energieberater Herbert Kreke. Ihm habe ich bei allen Themen rund um Heizsysteme und Förderungen ein Loch in den Bauch gefragt. Die Tipps und Infos teile ich gerne – Bauherren müssen ja zusammenhalten...

Warum ist es so schwer, sich für ein Heizsystem im Neubau zu entscheiden?

Herbert Kreke: „Das größte Problem ist oft die große Auswahl. Alleine bei Wärmepumpen gibt es diverse unterschiedliche Varianten: auf Luftbasis, mit Erdsonden, mit Erdkollektoren und, und, und. Dann lassen sich Heizsysteme ja auch noch kombinieren: Etwa eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Zu diesen Themen haben wir im Servicezentrum oft sehr intensive Beratungsgespräche. Grundsätzlich geht es mir dann aber auch darum, den Kunden die Angst zu nehmen, eine große Fehlentscheidung zu treffen: Alle Systeme, die man heute noch in einen Neubau einbauen darf, sind erprobt und arbeiten effizient. Man kann also keine „falsche“ Entscheidung treffen, die man dann die nächsten 50 Jahre bereut. Wir sprechen hier meistens von einer Mehr- oder Weniger-Belastung bei den monatlichen Heizkosten von 10 bis 20 Euro im Monat. Das reißt meistens nicht das große Loch in die Haushaltskasse.“

Was sind die meist genutzten Systeme bei Neubauten?

Herbert Kreke: „Momentan führen hier noch die Brennwertgeräte in Kombination mit einer thermischen Solaranlage für die Warmwasserbereitung. Hier wird es in Zukunft aber wegen der erhöhten Anforderungen der Energiesparverordnung und höherer Anforderungen zur Bewilligung von Fördermaßnahmen immer schwieriger, diese Technik einzusetzen.  Auch bei der Förderung durch die KfW für sogenannte KfW 55- oder KfW 40  Häuser reicht diese Kombination oft nicht aus, da dieser Standard so kaum erreicht werden kann. Hier spielt der sogenannte Primärenergiefaktor eine wichtige Rolle. In den fließt auch der Energieverbrauch zur Förderung und zum Transport des Energieträgers mit ein. Bei dieser Berechnung punkten die Wärmepumpenanlagen. Eine Fußbodenheizung, die sehr gute Dämmung und die Luftdichte von Neubauten sind die optimalen Voraussetzungen für den Betrieb einer Wärmepumpenanlage. Durch die geringe Heizungsvorlauftemperatur der Fußbodenheizungen arbeiten Wärmepumpen besonders effektiv. Ihre Lebensdauer wird vermutlich ähnlich sein wie bei heutigen Öl- oder Gasbrennwertanlagen, das heißt ca. 15 Jahren, vielleicht auch länger. Hier fehlen bei den neuen Modellen noch die Langzeiterfahrungen. In puncto Wartungskosten: Jedes System sollte einmal im Jahr gewartet werden. Hier kann die Wärmepumpe aber mit einem etwas geringeren Wartungsaufwand Pluspunkte sammeln. Außerdem entfallen die Kosten für den Schornsteinfeger.

Können auch Systeme wie Mikro-KWK oder Pellet-Heizungen bei Neubauten Sinn machen?

Herbert Kreke: „In der Regel eher nicht. Neubauten haben mittlerweile einen sehr geringen Wärmebedarf. Eine Mikro-KWK-Anlage erreicht hier meist nicht die erforderlichen Betriebsstunden damit sich die Anlage auch geldlich rechnet. Pellettanlagen sind schon möglich, hier sind aber oft die höhere Investition, mehr Platzbedarf und mehr Aufwand beim Betrieb der Anlage die k.o.- Kriterien.

Es gibt noch Fragen zu Heizsystemen und Förderprogrammen? Dann jetzt hier direkt einen Termin mit Herbert Kreke vereinbaren:

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Andre Wendland

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26.01.2017

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