25.10.2016

Alte Heizung – Was nun? (Teil I)

Lesedauer des Artikels: 1.79 Minuten
alte Heizung

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Wenn man es freundlich ausdrücken will: Meine Heizung ist fast antik. Ehrlich gesagt: Sie ist ziemlich in die Jahre gekommen, verbraucht eine Menge Platz und Energie und streikt mittlerweile auch gerne mal. Gut, wenn man einen Experten unter den Kollegen hat: Im Servicezentrum am Nikolaiort gibt Energieberater Herbert Kreke in der Energieberatung wertvolle Tipps zu Heizsystemen und behält den Überblick über die unübersichtliche Fördermittellandschaft. Mit ihm habe ich die meistgestellten Fragen von Heizungssanierern zusammengestellt:

Welche Heizsysteme kommen bei einem Heizungstausch im Bestand in Frage?

Herbert Kreke: „Standardmäßig - und auch, weil es durch die Gesetzgebung Einschränkungen gibt - ist man im Regelfall bei einer Brennwertheizungsanlage. Seit September 2015 gibt es nämlich eine Label-Pflicht für neue Heizungsanlagen, die den Einsatz von älterer Technik, wie den atmosphärischen Heizanlagen, fast unmöglich macht.“

Sind auch noch andere Heizsysteme wie z.B. eine Wärmepumpe denkbar?

Herbert Kreke: „Bei den meisten anderen Systemen steigen im Vergleich zu einem Gasbrennwertgerät die Anschaffungskosten erheblich. Bei Wärmepumpen ist dann zum Beispiel wichtig, dass die Vorlauftemperatur vom Heizsystem möglichst gering ist. Oft ist die in Bestandsbauten zu hoch, etwa weil es nicht in allen Räumen eine Fußbodenheizung gibt oder das Haus nicht so gut gedämmt ist. Teilweise gibt es auf dem Markt Hybridwärmepumpen, die dieses Problem lösen sollen. Sie heizen im Sommer, wenn wenig Vorlauftemperatur gebraucht wird, mit einer Wärmepumpe auf Luftbasis und im Winter, wenn viel Wärme benötigt wird, mit einem Brennwertheizkessel. Doch diese Geräte sind noch teuer und rechnen sich wahrscheinlich nur über die gesamte Lebensdauer. Viele Kunden denken bei einer Heizungsmodernisierung aber auch über eine Unterstützung der Brennwertanlage durch Solarenergie für die Warmwasserbereitung und Heizung nach. Das kann sich langfristig lohnen.“

Kann man sich die Heizungssanierung fördern lassen?

Herbert Kreke: „Ja, hier gibt es je nach Situation verschiedene Möglichkeiten. Die Hauptanlaufstellen sind auf jeden Fall die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Allerdings stehen Heizungssanierer leider einem ganzen Förderdschungel gegenüber. Wir geben unseren Kunden im Servicezentrum gerne Infos und, wenn möglich, Hilfestellungen zu den verschiedenen Förderprogrammen.“

Es gibt noch Fragen zu Heizsystemen und Förderprogrammen? Dann jetzt hier direkt einen Termin mit Herbert Kreke vereinbaren:

4 Kommentare

Herbert

5. September 2018 um 14:24

Eine Heizungssanierung mit einer Infrarotheizung macht durchaus Sinn – z.B. bei alten Nachtspeicheröfen. Man sollte dann aber auch Heizstrom beziehen können, dann ist es günstig. Hab zu Heizstrom hier etwas gefunden: https://infrarotarena.com/magazin/p/2788/heizstrom-infrarotheizung/

Scheint also nicht jeder Heizstrom anzubieten

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David Faber

27. März 2018 um 14:33

Ist es aus Kostengründen sinnvoll in eine infrarote Heizung zu investieren?

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David Faber

27. März 2018 um 14:34

Ich habe schon eine Infrarotheizung auf https://www.infrarotheizung-vitramo.de/ gesehen, die ich gegenfalls installieren möchte.

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Lisa Hoff

28. März 2018 um 16:32

Hallo David, eine Infrarotheizung liefert eine sehr angenehme und wohlige Wärme. Allerdings sind Infrarotheizungen im Endeffekt Stromdirektheizungen. Das heißt, je nach Gebäudetyp können für diese Heizungsart erhebliche Heizkosten entstehen. Wenn du in einem gut gedämmten Neubau wohnst, ist die Infrarotheizung sicherlich eine gute Alternative, die du in deine Überlegungen miteinbeziehen solltest. Zur Sicherheit empfiehlt unser Experte jedoch, dich vorab mit dem Lieferanten bzw. Hersteller der Heizgeräte in Verbindung zu setzen, um eine – im Idealfall verbindliche – Auskunft über die zu erwartetenden Heizkosten einzuholen.

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