10.11.2016

Alte Heizung – Was nun? (Teil II)

Lesedauer des Artikels: 2.35 Minuten
alte Heizung

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Meine Heizung ist ein altes Schätzchen. Und das ist hier nicht wirklich positiv gemeint. Im Internet bin ich auch auf einige „exotische“ Heizsysteme gestoßen, die mein Schätzchen ersetzen könnten. Doch macht das wirklich Sinn? Ich habe meinen Kollegen, Energieberater Herbert Kreke im Servicezentrum, gefragt.

 

Vor einigen Jahren kamen Mikro-KWK-Anlagen als mögliche Alternative zu ausschließlichen Brennwertheizgeräten auf den Markt. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Lohnen die Anlagen sich für Heizungssanierer?

Herbert Kreke: „Mikro-KWK eignen sich grundsätzlich schon besser für Bestands- als für Neubauten, die wegen der guten Dämmung nur wenig Wärme benötigen. Allerdings sind sie mit Anschaffungskosten von ca. 16.000 Euro abzüglich der Fördermittel im Vergleich zu einem Brennwertgerät mit Kosten von etwa 8.000 Euro immer noch erheblich teurer. Vor ein paar Jahren hatte man gehofft, dass diese Kosten bei hohen Gerätestückzahlen schnell runter gehen werden. Wegen den höheren Kosten, der zusätzlichen Einbindung in die Elektroinstallation und manchmal auch wegen des etwas größeren Platzbedarfs entscheiden sich die meisten Leute dagegen. Die Lebensdauer der Anlage soll wie bei den Brennwertheizgeräten bei etwa 15 Jahren liegen. Mikro-KWK rechnen sich oft nur über die Lebensdauer der Anlage.

Holz-Pelletheizungen gelten aus ökologischer Sicht als Alternative. Rechnen sie sich auch?

Herbert Kreke: „Pelletheizungsanlagen sind schon Anlagen, die vom Betreiber mehr Aufmerksamkeit und Betreuung erfordern. Auch ist ein trockener Lagerraum für die Lagerung der Pellets erforderlich. Für Menschen, die ihre Heizung austauschen wollen und in der Vergangenheit schon einmal mit Holz geheizt haben – es also gewohnt sind – sich um ihre Heizungsanlage zu kümmern, können diese Anlagen durchaus interessant sein. Es gibt gute Fördermittel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Zuschuss oder auch bei der KfW als zinsgünstiges Darlehn. Pelletheizungen sind in der Anschaffung um einiges teurer als Brennwertheizkessel, haben aber geringere Brennstoffkosten. Ob sich eine Pelletheizung geldlich rechnet, kann nur für jede Anlage individuell betrachtet werden.

Apropos Förderung: Was sollten Heizungssanierer hier beachten?

Herbert Kreke: „Leider stehen Heizungssanierer einem Förderdschungel gegenüber, der ständig in Bewegung ist. Außerdem ist es oft aufwendig, Förderungen zu beantragen. Vielen Leuten ist das Prozedere zu kompliziert. Sie entscheiden sich für die Möglichkeit, bei der Einkommenssteuer übers Finanzamt durch die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen einen Teil der Handwerkerlohnkosten erstattet zu bekommen. Wir geben unseren Kunden bei der Energieberatung deswegen gerne Infos und, wenn möglich, Hilfestellungen zu den verschiedenen Förderprogrammen.“

Wie sehen diese Hilfestellungen aus?

Herbert Kreke: „Wir geben unseren Kunden Tipps, an welchen Stellen sie alle aktuellen Infos zu den verschiedenen Förderprogrammen finden. Außerdem unterscheidet sich der Weg, den man gehen muss, um eine Förderung zu bekommen, je Programm oft erheblich. Auch bei Fragen hierzu helfen wir weiter. Gerne schaue ich mir, wenn schon konkrete Angebote von Heizungsbauern vorliegen, diese mit unseren Kunden zusammen an und erkläre die Bestandteile und Unterschiede.“

Es gibt noch Fragen zu Heizsystemen und Förderprogrammen? Dann jetzt hier direkt einen Termin mit Herbert Kreke vereinbaren:

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Marco Hörmeyer

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10.11.2016

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