09.03.2021

Energielabel: A+++ adé – jetzt steht Klasse A für die beste Energieeffizienz

Lesedauer des Artikels: 2.33 Minuten
Energieeffizienzklassen

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Seit dem 1. März 2021 gilt das neue EU-Energielabel, das einige Änderungen mit sich bringt. Neben der Anpassung der Energieeffizienzklassen liefert euch das Label auch deutlich mehr Infos zu den Geräteeigenschaften. Für uns Verbraucher ist das sehr hilfreich, denn so könnt ihr die Geräte in Zukunft einfacher miteinander vergleichen. Um euch einen Überblick zu den Anpassungen zu geben, habe ich unserer Energieberaterin Ute Schmidt einige Fragen gestellt.

Warum werden die Energieeffizienzklassen angepasst?

Ute Schmidt: Aktuell liegen viele Geräte in der besten Klasse A+++. Hier ist also keine Steigerung mehr möglich. So können die Energieeffizienzklassen den Verbrauchern keinen richtigen Mehrwert mehr bieten, da nur schwer einschätzbar ist, welche Geräte anderen tatsächlich vorzuziehen sind. Die Umstellung soll neben einer besseren Vergleichbarkeit der Geräte auch die Anforderung an die Hersteller erhöhen, weiter an der Sparsamkeit der Geräte zu arbeiten.
 

Wie verändert sich der Aufbau der Energieeffizienzklassen?

Energieeffizienzklassen

Beispiel: Das neue Energielabel für eine Waschmaschine. Bildquelle: Von European Commission - [1], Gemeinfrei

Ute Schmidt: Zukünftig reicht die Klassen-Skala von A-G und ist für alle Gerätetypen gleich. Dabei, und das ist für die weitere Entwicklung der Energieeffizienz sehr wichtig, wird die Klasse A voraussichtlich erstmal nicht oder nur selten erreicht. Damit fällt dann auch der Geräte-Vergleich leichter. Außerdem richten sich die neuen Prüfprogramme mehr nach dem Nutzungsverhalten der Verbraucher. Ein Beispiel: Zukünftig wird im Testprogramm für Geschirrspüler die Reinigungs- und Trockenwirkung für Tassen, Töpfe und Kunststoffutensilien bewertet, da dies aus Verbrauchersicht die wichtigsten Anforderungen an das Produkt sind. Eine direkte Übertragung der Klassen, beispielsweise von A++ auf B, ist also nicht möglich. Die Energieeffizienzklassen gelten in Zukunft weiterhin für dieselben Geräte, die auch schon in der Vergangenheit damit bewertet wurden.

Übrigens zählt darüber hinaus ein QR-Code zu den wesentlichen Neuerungen auf dem Energielabel. Wird dieser mit dem Smartphone gescannt, gelangt man zur EU-Produktdatenbank, auf der weitere Informationen zu dem Gerät abgerufen werden können. Zum 1. März wird jedoch nur ein Teil der Produktpalette mit dem neuen Label versehen.
 

Also erfolgt die Umstellung auf das neue Energielabel phasenweise?

Ute Schmidt: Richtig. Seit dem 1. März gilt das neue Label für Waschmaschinen, Spülmaschinen, Waschtrockner, Kühl- und Gefriergeräte, Weinlagerschränke, Fernseher und Monitore. Ab September gilt es dann für Lampen und Leuchtmittel. Die Label für Trockner, Backöfen, Dunstabzugshauben und Heizungen werden erst in den nächsten Jahren erneuert. Übrigens: Staubsauger haben aktuell gar kein Label, sie werden in den nächsten Jahren ebenfalls damit ausgestattet.

Ab dem 1. März haben die Händler dann 14 Tage Zeit, die bereits ausgestellten Geräte mit dem neuen Label zu versehen. Solltet ihr danach noch Geräte entdecken, die das alte Label tragen, sind das mit großer Wahrscheinlichkeit ältere Auslaufgeräte, die dann bis zum 30.11.2021 abverkauft werden müssen.

Und eine Info noch zum Thema Online-Handel: Hier sind die neuen Label natürlich ebenfalls Pflicht!

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Nathalie Barkau

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09.03.2021

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