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Viel Wind auf dem Piesberg

Der Wandel des Piesbergs hin zur regenerativen Energiezentrale Osnabrücks ist vollzogen. Am Mittag gingen die drei neuen Windkraftanlagen an einem der wind- und damit ertragreichsten Binnenstandorte Norddeutschlands offiziell in Betrieb. Mit der bislang größten Investition zur CO2-Vermeidung werden die Stadtwerke den Anteil an regenerativ erzeugter Energie in Osnabrück deutlich erhöhen.

„Jetzt dürfen sie sich auch ganz offiziell drehen“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann nach dem Start per Knopfdruck. Die Stadtwerke hatten die Inbetriebnahme mit einer „Dankeschön“-Veranstaltung für alle an der Projektphase und am Bau beteiligten Unternehmen und Partner verbunden. „Es war von Beginn an ein wunderbares Zusammenspiel aller Beteiligten, wofür wir uns ganz herzlich bedanken wollen“, so Hülsmann. „Und: Hier ganz oben über den Dächern von Osnabrück feiert man schließlich nicht alle Tage.“

Windenergie als Zukunftsmotor
Zuvor hatte Dr. Stefan Birkner, Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium, auf den hohen Stellenwert der Windenergie bei der Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Niedersachsen hingewiesen. „Die Nutzung der Windenergie hat eine enorme Bedeutung für Niedersachsen. Sie schont die Umwelt, schafft neue Arbeitsplätze und trägt zu einer Vielzahl von Ansiedlungen und Neugründungen von Firmen in Niedersachsen und ehemals strukturschwachen Regionen bei“, betonte Birkner. Schon jetzt sei Niedersachsen mit einem Anteil von 25 Prozent der bundesweit installierten Windleistung Spitzenreiter und das führende Windenergieland in Deutschland. Als eines der ersten Repoweringvorhaben habe das Projekt auf dem Piesberg für die Landesregierung Vorbildfunktion: „Durch den Austausch älterer durch neue leistungsstärkere Anlagen konnte die erzeugte Strommenge vervierfacht werden“, erklärte Birkner. Und weiter: „Ich gratuliere den Stadtwerken Osnabrück zu dieser weitsichtigen, unternehmerischen Entscheidung.“

Meilenstein für Osnabrück
Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper sprach in seinem Grußwort von einem „Meilenstein für Osnabrück“. „Wir haben uns als Mitglied des Klima-Bündnisses große CO2-Ziele gesetzt. Die neuen Windräder tragen wesentlich dazu bei, diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen“, sagte Jasper. Für den Bürgermeister sind die Anlagen zugleich auch neue Wahrzeichen für Osnabrück. „Sie sind von fast überall aus zu sehen und symbolisieren das Osnabrücker Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz.“

Logistische Meisterleistung

Der Geschäftsführer des Herstellers ENERCON, Hans-Dieter Kettwig, hob insbesondere die logistische Meisterleistung beim Bau der Anlagen hervor. „Die Montage auf einem aufgeschütteten Berg wie dem Piesberg war schon eine Herausforderung“, sagte Kettwig mit Blick auf den Transport der riesigen Einzelteile hoch auf die Felsrippe. Die gesamte Baumaßnahme sei reibungslos verlaufen, der Zeitplan konnte optimal eingehalten werden.

Engagement im Rahmen von KUK
Der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann erläuterte abschließend die Bedeutung der neuen Windräder für die grüne Initiative KUK, KompetenzUmweltKlima. „Mit KUK handeln wir für den Umwelt- und Klimaschutz“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Stadtwerke haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2020 insgesamt 180 Millionen Euro in Maßnahmen zur Verbrauchssenkung, Effizienzsteigerung sowie den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung zu investieren. „Umwelt- und Klimaschutz erfordert ein gemeinsames Engagement der Stadt, der Stadtwerke und der Bürger. Wir gehen gerne voran“, so Hülsmann abschließend.