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Stadtwerke testen 23-Meter-Anhängerbus

Am Montag stellten ihn die Stadtwerke Osnabrück einer breiten Öffentlichkeit vor: Der so genannte „MaxiTrain", eine Kombination aus einem herkömmlichen 12 Meter langen Solobus und einem 11 Meter langen Anhänger, wird sich nun drei Tage lang im Testbetrieb auf den besonders nachgefragten Linien in Osnabrück bewegen. Mit seiner Gesamtlänge von über 23 Metern (herkömmlicher Gelenkbus etwa 18 Meter) bietet er weit mehr Fahrgästen Platz, als dies ein Gelenkbus kann. „Wir haben uns vor allem auch vor dem Hintergrund der gestiegenen Fahrgastzahlen auf der Hochschullinie 21 entschieden, diese flexible Lösung zu testen. Aber auch in den Spitzenzeiten morgens und mittags im Schülerverkehr wird dieses innovative Fahrzeugkonzept versuchsweise von uns eingesetzt", sagte Dr. Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke Osnabrück.

Gestiegene Fahrgastzahlen
Aufgrund der starken Fahrgaststeigerung auf der Linie 21 und des großen Andrangs insbesondere zu Vorlesungsbeginn morgens hatten die Stadtwerke den Allgemeinen Studentenausschüssen (ASTA) der Universität und der Fachhochschule eine Ausweitung des Verkehrs auf der Achse Hauptbahnhof – Schloss – Westerberg vorgeschlagen. Darin enthalten ein 10-Minuten-Takt zu den Hauptzeiten und erheblich erweiterte Kapazitäten, beispielsweise durch Einsatz mehrerer Bus-Anhängerzüge. Mit dem jetzt ausgeliehenen MaxiTrain wird die technische Umsetzung dieser Pläne geprüft. Ein positives Votum für das erweiterte Konzept auf der Linie 21 von Seiten der ASTEN steht bisher aus, wohl auch, weil sich entsprechend den tatsächlichen, höheren Kosten für die Aufstockung im Fahrplan und bei der notwendigen Busanzahl der Preis pro Semesterticket um knapp fünf Euro pro Semester erhöhen würde.

Vorteile für die Umwelt
Die Stadtwerke sehen in dem Konzept Busse mit Anhänger einzusetzen, durchaus auch ökologische Vorteile. Da außerhalb der Verkehrsspitzen der Anhänger abgekoppelt werden kann, ergeben sich hinsichtlich des Treibstoffverbrauchs Vorteile gegenüber größeren Bussen, die ganztags mit der Gesamtkapazität verkehren müssen.

Reaktion der Fahrgäste erbeten
In den kommenden Tagen wollen die Verkehrsbetriebe einerseits die betrieblichen Einsatzbedingungen wie beispielsweise das Heranfahren an Haltestellenbuchten testen und andererseits sollen die Fahrgäste auf den Probefahrten im normalen Linieneinsatz nach ihren Eindrücken befragt werden. Für die Sicherheit ist viel Vorsorge getroffen worden. So wird jeder Bus-Hängerzug durch Begleitpersonal besetzt. Sowohl außen am Fahrzeug als auch im Anhänger selbst gibt es eine vollständige Videoüberwachung durch den Busfahrer.