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Spitzen-Temperaturen sorgen für Spitzen-Wasserbedarf

Das derzeitige Sommerwetter mit den extremen Temperaturen lässt den Wasserbedarf in der Stadt Osnabrück nach oben schnellen. Anfang dieser Woche haben die Stadtwerke Osnabrück einen Tagesspitzenverbrauch von rund 40.000 Kubikmetern gemessen. Die Abgabemengen nähern sich damit den Rekordzahlen des so genannten „Jahrhundertsommers“ 2003 oder des „Sommermärchenjahres“ 2006.

Im Jahresdurchschnitt gebraucht jeder Osnabrücker etwa 120 Liter am Tag. Bei den derzeitigen Temperaturen von mehr als dreißig Grad liegt der Tagesbedarf pro Person weitaus höher. „Das liegt zum großen Teil natürlich daran, dass die Osnabrücker vor allem abends ihre Gärten bewässern. Eine Wasserknappheit gibt es bei uns deshalb aber nicht“, versichert Joachim Nolte, Leiter Wasserbereitstellung bei den Stadtwerken Osnabrück. „Wir garantieren auch in diesen Spitzenzeiten eine stabile Wasserversorgung.“ Die Stadtwerke beziehen das Trinkwasser ausschließlich aus Grundwasser. Und da die Region Osnabrück zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald zu den niederschlagsreichsten Gebieten Deutschlands gehört, kann sich der Grundwasserspiegel durch die regelmäßigen Regenfälle ständig regenerieren. „Die Niederschlagsmenge ist im ersten Halbjahr 2010 allerdings weitaus geringer als im langjährigen Mittel gewesen, was insbesondere der Landwirtschaft zu schaffen macht“, erläutert Nolte. „Trotzdem: Auch bei längeren Trockenperioden sitzen wir hier nicht auf dem Trockenen.“

Stadtwerke können Reservebrunnen zuschalten

In Sondersituationen haben die Stadtwerke die Möglichkeit, Reservebrunnen im Stadtgebiet zuzuschalten. „So sind wir zum Beispiel in der vergangenen Woche vorgegangen, als wir zusätzlich einen Wasserschaden an der Transportleitung vom Wasserwerk Thiene nach Osnabrück hatten“, erläutert der Stadtwerke-Fachmann. „Das macht deutlich, wie schnell und gut wir innerhalb unseres Versorgungsnetzes auf Schäden oder Spitzenabgaben reagieren können.“ Solche Spitzenabgaben erwartet Nolte auch für das anstehende WM-Viertelfinalspiel der Deutschen Mannschaft gegen Argentinien. „Dann werden wir in der Halbzeitpause wieder einen sprunghaften Anstieg beim Wasserbedarf von gut vierzig Prozent messen. Aber auch das stellt uns vor keine Probleme“, so Nolte abschließend.