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Projekt "Hase-Kraftwerk" als Maßnahme zur Standortsicherung

Die drei Unternehmen MaXXcon, Stadtwerke Osnabrück und Ahlstrom prüfen den Bau eines neuen hocheffizienten Heizkraftwerks. Das sogenannte „Hase-Kraftwerk“ soll auf dem derzeitigen Werksgelände der Papierfabrik Ahlstrom in Osnabrück errichtet werden. Am Abend haben die Vorstände bzw. die Geschäftsführer der drei Unternehmen die Fraktionen des Stadtrats über die Pläne informiert.

Das neue Kraftwerk soll durch die Verwertung von sortierten heizwertreichen Bestandteilen von Haus- und Gewerbeabfällen betrieben werden. Diskutiert wird eine Anlage mit einer thermischen Leistung von 120 Megawatt (MW) und einer elektrischen Leistung von 30 MW. Durch den Einsatz der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung ist zudem gewährleistet, dass das Kraftwerk zusätzlich die von Ahlstrom zur Papierherstellung benötigte Prozesswärme kostengünstig und umweltschonend bereitstellt und somit den Energieinhalt der Brennstoffe besonders effizient nutzt. Das geplante Investitionsvolumen für die Betreiber Stadtwerke Osnabrück und MaXXcon beträgt rund 120 Millionen Euro. Alle drei beteiligten Unternehmen prüfen derzeit intensiv die Wirtschaftlichkeit dieses neuen „Hase-Kraftwerkes“.

Kraftwerk sichert langfristige Versorgung und schafft Arbeitsplätze
Ahlstrom-Geschäftsführer Jürgen Oess sieht gleich einen doppelten Vorteil durch den Betrieb des Kraftwerks, für sein Unternehmen wie auch für die Stadt: „Die enorm gestiegenen Energiekosten stellen uns als energieintensive Papierindustrie vor große wirtschaftliche Herausforderungen, denen wir mit einem neuen hocheffizienten Heizkraftwerk entgegnen können. Zusätzlich leistet ein solches Kraftwerk einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und sichert und schafft weitere Arbeitsplätze.“ Das Heizkraftwerk soll weit über 100 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen, wobei der weitaus größte Teil direkt von Ahlstrom genutzt und der verbleibende Teil ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Kraftwerk verbessert die CO2-Bilanz der Stadt
Das renommierte Wuppertal-Institut hatte in einem Gutachten für die Stadt die Errichtung eines Heizkraftwerks für heizwertreiche Abfälle als eine der wichtigsten Maßnahme für den Klimaschutz in Osnabrück gefordert. Wörtlich heißt es in dem im Jahre 2008 vorgestellten Gutachten: „Die Maßnahme könnte aufgrund ihres hohen CO2-Einsparpotentials die bei weitem effektivste Maßnahme unter den der Stadt vorgestellten Maßnahmen darstellen.“ Als kommunales Unternehmen sehen sich die Stadtwerke Osnabrück hier in der Pflicht, ihre Kompetenz als Energiedienstleister in das Projekt mit einzubringen. „Die CO2-Ersparnis durch den Betrieb des Kraftwerkes liegt bei bis zu 60.000 Tonnen pro Jahr“, macht Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück, deutlich. Somit leiste das „Hase-Kraftwerk“ einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Bilanz der Stadt Osnabrück.

Kraftwerk besticht durch hohe Effizienz
Die MaXXcon Gruppe beabsichtigt, dass Heizkraftwerk von seiner Niederlassung in Gütersloh aus zu planen und zu errichten. „Wir haben bereits ein vergleichbares Kraftwerk im Harz projektiert, das insbesondere durch seine hohe Effizienz und die moderne Technik besticht. Diese Kompetenz wollen wir auch in Osnabrück gerne einbringen, um Arbeitsplätze vor Ort zu sichern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Energie effizient, klima- und umweltfreundlich erzeugt wird“, so MaXXcon-Geschäftsführer Dr.-Ing. Reinhard Wagner abschließend.

Ansprechpartner für die Redaktion:
Marco Hörmeyer, Tel.: 0541 2002-1011