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Neues Projekt von Stadtwerken und Bahnhofsmission

Mit einem einzigartigen Projekt soll mobilitätseingeschränkten Fahrgästen künftig mehr Unterstützung geboten werden. Geschulte Ein-Euro-Kräfte sind den Fahrgästen mit Handicap nicht nur beim Ein- und Ausstieg in den Bus behilflich.

Den Kunden stehen die neuen Servicemitarbeiter auch mit Auskünften rund um den Fahrplan zur Seite. Die Stadtwerke Osnabrück haben das neue Angebot gemeinsam mit der Bahnhofsmission Osnabrück und der ArbeitGemeinschaft Osnabrück (AGOS) auf den Weg gebracht. Am Montag waren die ersten eigens für dieses Projekt qualifizierten Mitarbeiter am Neumarkt und am Hauptbahnhof für die Fahrgäste im Einsatz.Das Projekt ist ein Teil einer umfangreichen Service-Offensive, mit der die Stadtwerke Osnabrück ihren Service in und am Bus verbessern möchten. Nach Aussage von Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Verkehr und Hafen bei den Stadtwerken Osnabrück, ist die Initiative eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Serviceleistungen: „Menschen mit Handicap, aber auch Fahrgäste mit Kinderwagen, benötigen beim Ein- und Aussteigen oftmals Hilfe. Durch diese Unterstützung wird diesen Kunden eine soziale Mobilität ermöglicht. Gleichzeitig profitieren auch andere Rat- und Hilfesuchende vor Ort am Bussteig von der Kompetenz der neuen Servicekräfte, die in den Bereichen Fahrpläne und Linienführung von uns geschult wurden.“

Die Ein-Euro-Jobber tragen zudem speziell angefertigte blaue Dienstkleidung mit dem Logo der Bahnhofsmission, damit sie für die Kunden als Ansprechpartner leicht erkennbar sind. Werktags sind die Mitarbeiter von 9 bis 13 Uhr an den Bussteigen im Einsatz. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. In Zukunft sollen weitere Ein-Euro-Kräfte ausgebildet werden.Betreut werden die Ein-Euro-Jobber von der Bahnhofsmission in Trägerschaft des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Osnabrück und des Diakonischen Werks. Vor Antritt ihres neuen Jobs absolvierten die Kräfte bei der Bahnhofsmission ein 14-tägiges Kommunikationstraining. „Wichtig im täglichen Dienst ist es, dass die Mitarbeiter auf Menschen zugehen und mit ihnen freundlich kommunizieren können. Die Ein-Euro-Kräfte haben uns bei unserem Dienst für Reisende am Bahnhof begleitet. Schritt für Schritt haben wir sie mit den Anforderungen vertraut gemacht“, erklärt Heike Becker, Leiterin der Bahnhofsmission, bei der Vorstellung des Projekts. Nicht nur der Umgang mit den Menschen stand bei der Qualifizierung im Vordergrund. Die Ein-Euro-Jobber wurden von den Stadtwerken zudem rund um das Thema Nahverkehr geschult. Neben Informationen zum Fahrplan, Liniennetz und den Tarifen bekamen sie auch praktische Kenntnisse und lernten den Umgang mit der Klapprampe im Bus. Mit welchen Schwierigkeiten Rollstuhlfahrer am Bus zu kämpfen haben, erfuhren die Servicekräfte bei der Schulung am eigenen Leib.

Marita Klenke, Koordinatorin für Arbeitsgelegenheiten bei der ArbeitGemeinschaft Osnabrück (AGOS) freut sich besonders über die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Bahnhofsmission. „Durch die Qualifizierung und den Einsatz finden Menschen, die sonst auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben, Selbstbestätigung und Anerkennung. Zudem sind sie in der Öffentlichkeit präsent und stehen in Kontakt mit vielen Menschen, was die Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöht. Das Projekt ist jedoch nicht nur ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Arbeitsmarkt. Es ist auch von großem Nutzen für die Fahrgäste und die Allgemeinheit.“