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Maxi Train begeistert Osnabrück

Er sorgte mit seinen 23 Metern Länge in der vergangenen Woche für ungläubiges Staunen am Straßenrand und wurde unzählige Male mit Handys und Digitalkameras geknipst: Der Maxi Train hat auf seinem einwöchigen Testkurs Fahrer, Techniker und Kunden gleichermaßen überzeugt. In über 300 Interviews, die vor allem mit Fahrgästen auf der Hochschullinie 21 durchgeführt wurden, wurde deutlich: Osnabrück ist von der variablen Lösung mit Solobus und Anhänger überzeugt. Besonders Studenten hoben bei der Befragung hervor, dass sie sich einen solchen 23-Meter-Bus für die Spitzenzeiten auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni morgens und dann nachmittags zurück wünschen. Hier sei zu manchen Zeiten der Bus überfüllt – und der Maxi Train mit seinen 30 zusätzlichen Plätzen schaffe komfortabel Abhilfe.

Angebot an Universität und Fachhochschule
„Wir werden in kurzfristig mit einem überarbeiteten Konzept für ein besseres Angebot auf der Linie 21 auf die Asten von Universität und Fachhochschule zugehen“, sagt Martin Meyer-Luu, Leiter Verkehrsangebot bei den Stadtwerken. In diesem Angebot enthalten seien ein 10-Minuten-Takt zu den Hauptzeiten und erheblich erweiterte Kapazitäten, beispielsweise durch Einsatz mehrerer Bus-Anhängerzüge wie den jetzt getesteten.

Sitzplatzangebot überzeugt
Wichtig war den befragten Fahrgästen vor allem das erweiterte Raum- und damit Sitzplatzangebot im Maxi Train. Auch die stabile Fahrweise und die komfortable Ein- und Ausstiegssituation an den vier Türen (ein herkömmlicher Gelenkbus hat drei) wurden hervorgehoben. Die Anwesenheit des Busfahrers im Anhänger wurde durchaus vermisst – und die Frage nach möglichen Schwarzfahrern gestellt. „Hier würden wir natürlich Personal zum Fahrkartenverkauf über mobile Geräte und zur Kontrolle einsetzen“, erläuterte Martin Meyer-Luu. Die vorhandene Videoüberwachung, die in beiden Fahrzeugen und im Zwischenraum installiert ist, war ebenso wie der Komfort im Fahrgastraum bei den Befragungen als wichtig erachtet worden. Zeitgleich wurden auch auf den gleichen Buslinien Fahrgäste im herkömmlichen Gelenkbus befragt. Dieser unterlag in allen Fragen im Vergleich dem Maxi Train. Nur in einem Punkt wurde der gleiche Wert erreicht: bei der Fahrstabilität. „Damit hat der Maxi Train unsere Fahrgäste eindeutig von seinen Vorzügen überzeugen können. Aber auch unsere Fahrer sind von der leichten Handhabbarkeit überrascht. Wenn wir ein positives Votum von den Asten erhalten, könnten wir zeitnah mögliche Beschaffungsoptionen in unsere Investitionsplanungen übernehmen“, fasste Martin Meyer-Luu zusammen.

Wendiger als Gelenkbus
Trotz seiner Länge überraschte der Maxi Train vor allem an kniffligen Stellen durch extreme Wendigkeit, die die eines Gelenkbusses noch übertraf. Die Fahrer der Stadtwerke waren verblüfft, wie gefällig sich der lange Anhängerzug auch durch enge Straßen steuern ließ. Bei der Umfrage während der Testphase war zunächst Unsicherheit der Fahrgäste im Umgang mit dem Anhänger festzustellen. Doch die Stadtwerke-Teams, die die Fahrten stets begleiteten, konnten diese Hemmungen beseitigen. Zwar nahm der ein oder andere eine ungewohnte Geräuschkulisse im Maxi Train Anhänger wahr, da der Anhänger keinen eigenen Motor hat. Durch diese leise Fahrweise hört der Fahrgast Lenkgeräusche, die sonst im Motorengeräusch verschluckt werden. Abschließend beurteilten die Fahrgäste das Fahrzeug als innovativ, modern und sicher.

Ansprechpartnerin für dieRedaktion:
Katja Diehl, Pressesprecherin/Öffentlichkeitsarbeit Verkehr
0541 2002-2721, 0151 122 507 05