Direkt zum Seiteninhalt springen
Damit Sie unsere Webseite optimal nutzen können, verwenden wir Cookies.
Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis, Cookies auf Ihrem Computer zu speichern. MEHR ERFAHREN

Komfortabler City-Express X9 fährt ein Jahr

Neues wagen, um Stammkunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Die Stadtwerke Osnabrück haben sich zum diesjährigen Fahrplanwechsel am 5. August ein ganz besonderes Experiment ausgedacht, von dem sie sich genau diese Effekte erhoffen. „In der heutigen Zeit konkurriert der ÖPNV mit vielen weiteren Angeboten, die Menschen von A nach B bringen. Hier spielen neben dem Preis vor allem auch Komfort und Schnelligkeit eine große Rolle“, erläutert Dr. Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke Osnabrück.

Man habe sich daher entschlossen, ein zunächst auf ein Jahr befristetes Produkt zusätzlich zur Linie 91 anzubieten und somit diesen „Pilotstadtteil“ auf innovative Weise noch näher an die Stadt anzubinden: Die neue Expresslinie X9 fährt ab August in den Hauptverkehrszeiten morgens ab Hellern in die Innenstadt (Endhaltestelle Neumarkt) und nachmittags zurück. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Zeitkarteninhaber.  

Linienverlauf
Der Linienweg der X9 folgt dem der Linie 91 über Große Schulstraße und Lengericher Landstraße, führt dann aber über den Kurt-Schumacher-Damm, bindet dort zusätzlich die beiden Haltestellen Mittagskamp und Rückertstraße an, um dann ab Rückertstraße ohne Halt bis zum Neumarkt zu fahren. Im Bus der X9 wird es keinen Fahrkartenverkauf geben, so dass der Einstieg nur mit Zeitkarten möglich ist.   Zum neuen Angebot Das Angebot besteht montags bis freitags von 7.11 Uhr bis 9.31 Uhr ab Haltestelle Hellern Richtung Neumarkt und zurück ab 16.05 Uhr bis 19 Uhr ab Neumarkt. Die X9 verdichtet somit den bestehenden Taktfahrplan der Linie 91. Die Besonderheit: Sie kann nur von Kunden mit Zeitkarten (Wochen-, Monats- oder Abokarte) genutzt werden. Ausgenommen sind Karten des Ausbildungsverkehrs. Ein weiteres Extra: Die Busse sind Komfortbusse mit besonders vielen, bequemen Sitzplätzen. Um für Neukunden den Einstieg in diesen besonderen Bus, aber auch in das Nahverkehrsangebot allgemein zu erleichtern, bieten die Stadtwerke bis Ende des Pilotprojektes ein Halbjahresabo für Kunden aus Hellern an. „Wir wollen unsere Fahrgäste, aber auch Menschen, die vielleicht noch gar nicht über die Alternative Bus nachgedacht haben, von unserem Angebot überzeugen. Hier sind wir auch bereit, ungewöhnliche Wege einzuschlagen“, sagt Dr. Stephan Rolfes.   Verbesserungen auch im Angebot der Linie 91 Auch auf der vorhandenen Linie 91 führt die VOS mit dem Fahrplanwechsel Verbesserungen ein. So werden zusätzliche Fahrten nach Hellern im Abendverkehr ergänzt: Montags bis freitags um 21.45 Uhr ab Neumarkt und an allen Wochentagen um 22.30 Uhr. Montags bis samstags wird die Fahrt von Hasbergen aus kommend auf 21.54 Uhr verschoben, somit ist hier der Anschluss an die 22.30 Uhr-Kreuzung am Neumarkt gewährleistet. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) als verantwortliche niedersächsische ÖPNV-Genehmigungsbehörde hat den Stadtwerken bereits im Vorfeld Zustimmung für diese ungewöhnliche Experiment signalisiert: „Wir werden die im Personenbeförderungsgesetz stehende ‚Experimentierklausel’ nutzen und zunächst mit Hilfe Einstweiliger Erlaubnisse dieses neue ÖPNV-Angebot möglich machen “, erläutert ein Sprecher die weitere Vorgehensweise der für Bus- und Stadtbahn-Linienverkehre zuständigen LNVG in Hannover.  

Zum Hintergrund
Kundenumfragen und die Aktionen rund um die Klima- und Umweltschoner, die in diesem Jahr die Aboangebote kostenlos testen durften, haben gezeigt, dass gerade bei Neukunden großes Interesse an den günstigen VOS-Abokarten besteht. Die Entscheidung für die umweltfreundliche Verkehrsalternative kann nach Einschätzung der Stadtwerke Osnabrück nur gefördert werden, wenn zielgerichtete Angebote sich soweit wie möglich nach den Bedürfnissen der Fahrgäste richten. „Auf die deutlichen Hinweise von Fahrgästen und möglichen Kunden reagieren wir nun mit einem Experiment im Pilotstadtteil Hellern“, so Dr. Stephan Rolfes. Intensive Kundenkommunikation vor Ort soll den Erfolg des Experimentes stützen. Denn die Überführung dieses Experiments in die Praxis sei vom Erfolg bei den Aboverkäufen in Hellern abhängig. „Wir werden nach einem Jahr ein Resümee ziehen. Wenn wir unsere Kunden mit so einem Angebot an uns binden können, ist eine solche X-Linie mit Anbindung an die Innenstadt auch für weitere Stadtteile denkbar“, fasste Dr. Stephan Rolfes zusammen.