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Gesundes Trinkwasser kostenlos für alle

Ein in der Region einzigartiges Projekt zur Förderung der kostenlosen Trinkwasserversorgung an Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück geht an den Start. „Trink!Wasser“ ist der logische und einprägsame Name der neuen Initiative für die Bereitstellung von Trinkwasserspendern. Erster Nutznießer sind die Berufbildenden Schulen des Landkreises in Osnabrück-Haste.

„Zuallererst freue ich mich besonders, dass eine Schule in Trägerschaft des Landkreises mit Sitz im Stadtgebiet die erste Schule ist, die im Rahmen des Projektes mit einem Trinkwasserspender ausgestattet wird“, sagte der 1. Kreisrat Dr. Reinhold Kassing bei der offiziellen Übergabe. Dies mache deutlich, dass das „Trink!Wasser“-Projekt speziell darauf ausgelegt sei, Schulen in der gesamten Region „mit ins Boot zu holen“. Initiator ist das Netzwerk Adipositas, in dem sich u.a. der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück, das Kinderhospital Osnabrück, die Verbraucherzentrale Niedersachsen sowie die beiden Wasserversorger Stadtwerke Osnabrück und Wasserverband Bersenbrück zusammengeschlossen haben. Ziel aller Partner ist es, Trinkwasser als das am besten kontrollierte Lebensmittel als gesundes Pausengetränk an den Schulen zu etablieren.

„Den Schulen wollen wir dafür einen finanziellen Anreiz geben“, betonte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann in seinem Grußwort. Der Wasserversorger bezuschusst die Anschaffung mit insgesamt 1.000 Euro pro Schule. „Wir sind davon überzeugt, viele weitere Schulen mit unserem Zuschuss davon überzeugen zu können, sich ebenfalls einen Wasserspender zuzulegen“, so Hülsmann weiter. Neben den Berufsbildenden Schulen in Haste sind in Osnabrück das Graf-Stauffenberg-Gymnasium, die Montessori-Schule sowie die Berufsbildenden Schulen am Pottgraben bereits „Trink!Wasser“-Partner. Im ehemaligen Altkreis Bersenbrück unterstützt der Wasserverband Bersenbrück die dort ansässigen Schulen bei der Finanzierung von Trinkwasserspendern.

"Wir wollen flächendeckend alle Schulen mit diesem Angebot ansprechen und insbesondere dem Übergewicht bei Kindern entgegenwirken“, machte Dr. Thomas Lob-Corzilius als Sprecher der Arbeitsgruppe Schulverpflegung im Netzwerk Adipositas deutlich. Der Oberarzt am Kinderhospital verwies auf eine aktuelle wissenschaftliche Studie, die die gesundheitliche Bedeutung einer kostenlosen Trinkwasserbereitstellung herausstellt. Demnach sank in Grundschulen mit Trinkwasserspendern das Übergewichtsrisiko um mehr als dreißig Prozent im Vergleich zu den Schulen, in denen anstatt Trinkwasser andere Getränke wie Milch, Kakao, Säfte oder Eistee getrunken wurden. „Zudem spielt die Nachhaltigkeit eine große Rolle“, so Dr. Lob-Corzilius weiter. Auch ein Jahr nach Beendigung der Studie werde der Wasserspender an fast allen Schulen weiterhin stark genutzt. „Trinkwasser und damit auch unser Projekt ist ‚in’“, unterstrich der Experte.

„Dieses Projekt passt wunderbar zu unseren Bestrebungen, das Thema Nachhaltigkeit in unserer Schule fest zu verankern“, sagte Schulleiter Peter Befeldt. Schließlich sei die BBS Haste bundesweit eine von sechs Bildungseinrichtungen, die sich am Projekt „Bildungsinstitutionen und Nachhaltiger Konsum“ (BINK) beteiligt. „Unsere Schüler beschäftigen sich mit der Frage, wie wir an unserer Schule eine nachhaltige Konsumkultur schaffen können“, so Befeldt weiter. Der Gebrauch von Trinkwasser anstatt Mineralwasser in Plastikflaschen gehöre eindeutig dazu. „Deshalb freut es uns umso mehr, die erste ‚Trink!Wasser’-Partnerschule zu sein“, so der Schulleiter abschließend.