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Drei, zwei, eins: Sloop – Jetzt erst recht!

Nach dem „Fehlstart“ Mitte Dezember ist die offizielle Inbetriebnahme der neuen „Sloop“-Rutsche im Osnabrücker Nettebad geglückt. Der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann gab mit seiner „Rutschpartie“ den Startschuss für die europaweit einzigartige Attraktion.

„Das ist sozusagen unser nachträgliches Weihnachtsgeschenk“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende kurz vor dem Start seiner Eröffnungs-Rutschfahrt. Die Stadtwerke hatten die Inbetriebnahme kurzfristig verschieben müssen, da notwendige Unterlagen für die Freigabe fehlten. „Die Unterlagen sind nachgereicht, jetzt haben wir auch endgültig ‚Grünes Licht’ vom Fachdienst Bauordnung der Stadt“, ergänzte Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle. „Wir hatten unzählige Anfragen, wann es denn endlich losgehen kann. Das hat uns noch mal gezeigt, wie groß die Vorfreude auf die Rutsche bei unseren Gästen war“, so Hermle weiter. 

 Name „Sloop“ aus 250 Vorschlägen
 Stadtwerke-Chef Hülsmann war der erste, der das neue Rutschenerlebnis genießen durfte. „Drei, zwei, eins: Sloop“ hieß es beim ersten Countdown: Die Bodenluke öffnet sich, sieben Meter geht es mit einem Gefälle von 85 Grad nahezu im freien Fall nach unten. Erst dann gibt es den ersten Rutschenkontakt, weiter geht es durch den High-Speed-Kreisel ins Auslaufbecken. „100 Meter Adrenalin pur“, sagte Hülsmann nach seiner ersten „Rutschfahrt“. Direkt nach Hülsmann machte sich Bäderchef Wolfgang Hermle auf die Reise. „Mehr als 250 kreative Vorschläge waren bei uns eingegangen. Unsere einstimmige Wahl fiel schließlich auf den Namen ‚Sloop’ als eingängige Abkürzung für den Super-Looping“, so Hermle. 

Lichtschläuche und „Crystal Clear“-Elemente
 Der Bau der neuen „Sloop“-Rutsche war für den Stadtwerke-Bäderchef eine wahre Meisterleistung. In gerade mal drei Monaten wurden zunächst der Rutschenturm aufgestockt und anschließend die vierzig Rutschenkörper montiert. Mit einer Gesamthöhe von 23 Metern ist der Nettebad-Rutschenturm jetzt der höchste in ganz Norddeutschland. Startkapsel und Rutschenkörper sind von weither sichtbar. Der obere senkrechte Abschnitt der Rutsche ist auf einer Länge von rund zehn Metern mit Lichtschläuchen bestückt, die sowohl nach außen als auch nach innen leuchten. Auf der gesamten Länge sind zudem sogenannte „Crystal Clear“-Elemente eingebaut. Die Badegäste können die Rutschpartie somit auch von außen verfolgen.

Energieeffiziente Bädertechnik in der Rutschenanlage
 Innovativ und einmalig ist auch die in der Anlage neu installierte Bädertechnik. „Wir haben ein besonders energiesparendes Badewasseraufbereitungsverfahren eingebaut, das bundesweit Pilotcharakter hat“, sagte Bädertechnik-Chef Jürgen August. Die Stadtwerke haben das neue Verfahren bereits der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Förderung vorgeschlagen. „Diese Maßnahme ist Teil unserer Strategie, das Nettebad als Vorzeigestandort in Sachen umweltschonender Energienutzung und Energieeffizienz zu positionieren“, so Stadtwerke-Vorstandschef Hülsmann. Dazu gehören Maßnahmen wie z.B. die künftige Geothermienutzung oder eine hocheffiziente Wärmerückgewinnungstechnik in den Lüftungsanlagen. 

 Rutsche bekommt Zeitmessung
 Die neue „Sloop“-Rutsche soll natürlich die Besucherzahlen weiter nach oben treiben. „Erst vor wenigen Tagen haben wir die Eine-Million-Jahresbesucher-Marke in unseren drei Bädern geknackt. Das werden wir auch dank der Rutsche im kommenden Jahr toppen“, ist sich Hülsmann sicher. Die Nutzung der Rutsche ist im Übrigen ab 12 Jahren und bis zu einem Körpergewicht von 100 Kilogramm freigegeben sowie im Nettebad-Eintrittspreis enthalten. „Mehr Angebot für den gleichen Preis ist unser Motto“, betonte Hermle, der für das kommende Jahr bereits eine erste Neuerung parat hatte. „Dann werden wir eine Zeitmessung installieren, um künftig auch ‚Sloop’-Wettbewerbe durchführen zu können.“