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OPG realisiert Wachstumspotential

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019

Die OPG hat im Geschäftsjahr 2019 alle wirtschaftlichen und technischen Indikatoren wesentlich verbessern können. Die der OPG aufgetragenen Ziele konnten deshalb erreicht und teilweise übertroffen werden. Die 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Geschäftsjahr für  2,9 Mio. Kunden Parkraum-Dienstleistungen mit einem Umsatz von  9,4 Mio. Euro erbracht und einen Jahresüberschuss von 2,3 Mio. Euro erwirtschaftet.

Volker Hänsler, Geschäftsführer der OPG, sagt: „Mit den Überschüssen der OPG leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung kommunaler Aufgaben. Beispielsweise können damit Kindergärten, die Integrationsarbeit, Sportvereine oder auch Sozialprojekte unterstützt werden.“ Wigand Maethner, Geschäftsführer der OPG, sagt: „Ich freue mich, dass wir das Geschäftsjahr 2019 besser als erwartet abgeschlossen haben. Zu verdanken ist das allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Gesellschaftern und unserem Aufsichtsrat. Aber insbesondere ist der Erfolg unseren Kunden geschuldet, die uns durch ihr Verhalten immer wieder gezeigt haben, in welche Richtung wir zu marschieren haben. “

Digitalisierung bleibt Gebot der Stunde

Mit den Digitalisierungsfortschritten des Parkraum-Geschäfts gelang es auch im vergangenen Jahr, Autofahrerinnen und Autofahrern noch einfachere und bequemere Lösungen für den Parkvorgang anzubieten. Es beginnt mit der Anzeige freier Stellflächen auf der OPG App, mit der klimaschädlicher Parkplatzsuchverkehr vermieden wird.

Seit Juli 2019 ist am Straßenrand das Parken an 130 Stellflächen in der Stadt mit der Smartphone-App PayByPhone problemlos möglich. Niemand muss mehr Kleingeld suchen und Ausschau nach dem Automaten halten. Nimmt man die Zahlung mit der Girocard  hinzu, dann nutzen schon jetzt sechs Prozent der Nutzer die bargeldlose Alternative zum „Klingelgeld“, obwohl das neue Verfahren erst vor einem halben Jahr eingeführt wurde. Die Tendenz steigt deutlich an.

Auch das Angebot der schrankenlosen Ausfahrt hat sich inzwischen gut etabliert. Die Kunden benötigen kein Ausfahrtticket mehr und brauchen sich deshalb auch nicht mehr vor der Schranke strecken, um das Ticket in den Automaten einzuführen. Beginnend mit den Parkstätten Ledenhof und Vitihof ist die bequeme Methode der Ausfahrt nunmehr in allen OPG eigenen Parkhäusern möglich. Die Dauerparker können sogar ohne Zugangsmedium einfahren. Sie rollen vor die Schranke, die sich auch ohne Karte öffnet. Möglich macht das die automatische Kennzeichenerkennung, die im Geschäftsjahr flächendeckend eingeführt wurde.

Weiterhin ist es möglich, mit seiner Kredit- oder Girocard in das Parkhaus einzufahren oder ganz klassisch ein Ticket zu ziehen und es nach dem Parkvorgang am Automaten zu bezahlen. Die berührungslose Bezahlung mit Girocard, Kreditkarte oder dem Smartphone ist aber wesentlich hygienischer und schützt vor Ansteckungen.

Verbesserte Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

„Wir wollen weiterhin unseren Beitrag für den wachsenden Markt der Elektrofahrzeuge leisten“, sagt Wigand Maethner.

Die an Umwelt und Klima orientierte Politik der OPG konzentrierte sich dabei auch im Jahr 2019 auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobility. Inzwischen bewirtschaftet die OPG rund 100 öffentliche und private Ladepunkte. Es gibt jetzt in jedem Parkhaus mindestens zwei bis drei Ladesäulen und zusätzlich an vielen anderen Orten im Stadtgebiet. Am Bahnhof und im Stadthaus stehen 5 Ladesäulen zur Verfügung. Die E-Fahrzeuge können bei der OPG in zwei bis drei Stunden aufgeladen werden. Die Ladepunkte werden immer mehr in Anspruch genommen. Wurden in 2016 noch 20.000 kWh abgenommen, so waren es im vergangenen Geschäftsjahr fast 140.000 kWh.

Noch werden Kunden mit einer Ladekarte der Stadtwerke Osnabrück AG zum Strom „tanken“ eingeladen und können ihre Batterien kostenlos aufladen. Die Tarife der anderen Ladekarten-Anbieter sind sehr verschieden. An allen Ladesäulen kann man die Batterien auch spontan ohne Karte laden und mit dem Smartphone bezahlen. OPG Kunden werden ausschließlich mit Ökostrom versorgt.

Mittelfristig werden die Ladesäulen gerade in Quartiersgaragen mit hohem Parkdruck immer wichtiger. Für Kunden, die in einem Mehrfamilienhaus ohne Garage wohnen, ist eine verlässliche Anbindung an einen wohnortnahen Ladepunkt für die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges  ganz entscheidend. Derzeit gibt es einige Überlegungen für solche Quartiersgaragen in den Bereichen Brinkstraße, Graf-Stauffenberg-Gymnasium oder Kreisvolkshochschule.

Einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz bietet auch die Umrüstung der Parkhäuser auf moderne LED-Lichttechnik. Im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung konnte die OPG damit im vergangenen Geschäftsjahr 153 Tonnen CO2  einsparen. Mit der Unterstützung der NBank und den finanziellen Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung rüstet die OPG auch im laufenden Geschäftsjahr weitere Parkhäuser mit der neuen LED-Technik um.

Kundenorientierte Tarifgestaltung

Anfang des Geschäftsjahres senkte die OPG im Parkhaus Lotter Straße den Preis für die erste Parkstunde von 1,50 Euro auf nur noch 0,50 Euro.  Mit dem um zwei Drittel gesenkten Preis sollte es den Gewerbetreibenden in der Lotterstraße erleichtert werden, zusätzliche Kunden zu gewinnen. Der Erfolg der Aktion hat die Erwartungen übertroffen. Im vergangenen Jahr nutzten 20 Prozent mehr Autofahrerinnen und Autofahrer das Angebot der ersten Stunde. Die Attraktivität des neuen Tarifs entsprach nicht nur dem Kundenwillen, sondern war auch ein Beitrag zum Klimaschutz, weil der Parkplatzsuchverkehr deutlich abgenommen hat.

Auch die Einführung der beiden Tarife „Job-Parken“ und „Zuhause-Parken“ fand ein großes Echo. Beim „Job-Parken“ nutzen Berufspendler für 79 €/Monat einen Stellplatz in ihrem Wunsch-Parkhaus während der üblichen Arbeitszeiten. Für einen Aufschlag von nur 2 €/Monat, also für 81 €/Monat, kann der Kunde eine Stellfläche rund um die Uhr buchen. Derzeit sind alle Plätze beim „Job-Parken“ vergeben.

Der neue Tarif „Zuhause-Parken“ richtet sich an die Auspendler, die in Osnabrück wohnen und mit dem Auto zur Arbeit fahren. Statt einen Parkplatz „unter der Laterne“ zu suchen, bietet die OPG mit dem Tarif „Zuhause-Parken“ einen Schutz gegen widrige Witterungsverhältnisse an und auch Sicherheit für das eigene Auto. Der Tarif gilt derzeit für die Parkhäuser Lotter Straße sowie Vitihof und wird demnächst auch in anderen Parkhäusern angeboten. Der Kunde zahlt für den Basistarif von 17 – 8 Uhr einen Preis von 29 €/Monat. Wer sich von 16 – 9 Uhr einen Stellplatz sichern möchte, der zahlt 5 €/Monat mehr. In Urlaubszeiten, während einer Dienstreise oder auch bei Krankheit wird eine zusätzlicher Tagessatz von nur 4 Euro erhoben und nicht der reguläre Tagessatz von 15 Euro. Der Tarif „Zuhause-Parken“ ist gerade für die Fahrerinnen und Fahrern von Elektrofahrzeugen interessant, weil parallel zum Parken die Lademöglichkeit für den E-Car angeboten wird.

Die Tarifstruktur hat sich auch in der Bahnhofsgarage verändert. Zur Jahreswende wurde ein einheitlicher Tageshöchstsatz für alle Parkkunden eingeführt und nicht mehr nur für Nutzer einer Bahncard. Systembedingte Beschränkungen der Bahncard machten es notwendig, das Abrechnungssystem auf die sicheren und bequemen SEPA-Abbuchungen bei Karten- und Smartphonezahlungen umzustellen. OPG Kunden zahlen jetzt im neuen Tarif nur noch 21 Euro für eine Parkzeit von 48 Stunden und nicht mehr 30 Euro wie früher. Der Tagessatz für Inhaber einer Bahncard erhöht sich gegenüber der bisherigen Regelung.  Gerade für Personen, die aber eine mehrtägige Reise planen, ist die neue Tarifgestaltung besonders attraktiv. Die OPG verspricht sich von der neuen Regelung einen weiteren Anreiz, von der Straße auf die Schiene zu wechseln.

Bauherr OPG schafft Zukunft

Die Aufsichtsgremien der OPG haben im abgelaufenen Geschäftsjahr den Bau eines Fahrradparkhauses in der Bahnhofsgarage beschlossen. Die Bauarbeiten für das Fahrradparkhaus sollen noch im laufenden Jahr beginnen und 2021 abgeschlossen sein. Das Fahrradparkhaus wird mit einer Kapazität von mehr als 2.000 Stellflächen das zweitgrößte seiner Art in Deutschland werden. Es wird einen eigenen Zugang zum Bahnhofsvorplatz bekommen. Außerdem sollen für 234 Stellplätze auch adäquate Lagemöglichkeiten für E-Bikes bereitgestellt werden.

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Städtebau bei der Planung und der Einwerbung von Fördermitteln ist es gelungen, dass die Landesnahverkehrs-gesellschaft (LNVG) das Projekt finanziell unterstützt. Eine ergänzende Förderung durch den Bund wird derzeit geprüft.

Die OPG plant darüber hinaus ein Wohn- und Geschäftshaus mit angeschlossenem Parkhaus am Berliner Platz. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen und der Wettbewerbsgewinner steht inzwischen fest.

Ausblick

  • Ziel der OPG ist es, Autofahrerinnen und Autofahrer mit einem bequemen und immer zugänglichen Abstellplatz zu versorgen und sich darüber hinaus in alle mobilitätsbezogene Dienstleistungen rund um den ruhenden Verkehr einzubringen.
  • Gleichwertiges Ziel der OPG ist es jedoch auch, mit jährlichen Überschüssen zur Daseinsvorsorge der Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger beizutragen.
  • Durch die Corona Pandemie haben sich die Parkvorgänge im März gegenüber dem Vorjahr halbiert. Mit der Kontaktsperre sind die Parkvorgänge um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Die finanziellen Auswirkungen für das laufende Geschäftsjahr lassen sich derzeit noch nicht abschätzen.
  • Stadt, Stadtwerke und OPG werden die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge weiterhin konsequent ausbauen.
  • Im Frühsommer wird der Wettbewerbsgewinner des Wohn- und Geschäftshaus mit angeschlossenem Parkhaus am Berliner Platz vorgestellt.
  • Die Stadtwerke Osnabrück AG entwickelt eine App über sämtliche Mobilitätsangebote einschließlich einer Plattform „E-Mobility„ an der auch die OPG im laufenden Geschäftsjahr beteiligt sein wird. Mit dieser App soll die Durchlässigkeit der verschiedenen Verkehrsträger gewährleistet werden.
  • Die OPG wird ihre Dienstleistungen weiteren Kommunen und Einrichtungen bereitstellen.
  • Die konsequente Transformation der OPG in ein digital gesteuertes Unternehmen wird verstärkt.

Über die OPG:

Seit der Gründung 1967 vor 50 Jahren ist die OPG zu einem wichtigen und serviceorientierten Anbieter und Bewirtschafter von Parkraum in Osnabrück geworden. Die OPG ist seit Mai 2017 wieder operativ und seit August 2018 auch rechtlich selbstständig und konzentriert sich auf den Raum Osnabrück. Die OPG betreibt in 12 Parkhäusern und auf 11 Parkplätzen rund 5.000 Stellplätze. Gesellschafter der OPG sind die Stadtwerke Osnabrück AG (94 %) und die Stadt Osnabrück (6 %). Die OPG hat einen eigenen Aufsichtsrat, der aus Vertretern der Stadtwerke Osnabrück, dem Vorstand der Stadt und Vertretern des Rates besetzt ist.