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Neue Lichttechnik für Osnabrücks Straßen

Mit dem Einbau der ersten LED-Leuchten hält eine neue Technik Einzug in die Osnabrücker Straßenbeleuchtung.

Die Stadtwerke testen am Immelmannweg am Sonnenhügel die ersten zwei von künftig insgesamt fünf verschiedenen LED-Leuchtentypen. Oberbürgermeister Boris Pistorius hat die Leuchten am Abend erstmals in Betrieb genommen.

„Gemeinsam mit den Stadtwerken setzen wir aus zweierlei Gründen auf die innovative LED-Technik“, erläuterte Oberbürgermeister Pistorius bei der offiziellen Inbetriebnahme. „Die ausgewählten LED-Leuchten verbrauchen zum einen weniger Energie und schonen somit die Umwelt. Zum anderen ist ihre Lebensdauer länger, so dass die Wartungskosten geringer ausfallen.“ Die neue Technik sei deshalb prädestiniert für die Straßenbeleuchtung; jetzt gelte es in der Praxis auszuprobieren, welcher Typ für welche Straße am besten geeignet sei. „Schließlich sind die Anforderungen an die Beleuchtung an vierspurigen Ausfallstraßen andere als an kleineren Stichstraßen in Wohngebieten“, so Pistorius weiter.

Teststrecke mit wechselnden Leuchten

„Wir haben uns ganz bewusst für den Immelmannweg als erste ‚Teststrecke’ entschieden“, erläuterte Burghard Gutowski, Leiter Netzplanung bei den Stadtwerken Osnabrück. Die Straße sei relativ gerade und damit gut einsehbar, so dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Leuchttypen gut erkennbar seien. Zwei LED-Leuchttypen namhafter Hersteller haben die Stadtwerke eingebaut, drei weitere Typen sollen bis Ende des Jahres im benachbarten Richthofenweg folgen. „Die Leuchten haben wir in einem Dreier-Rhythmus eingesetzt“, sagte Gutowski weiter. Drei neuen LED-Leuchten folgen drei herkömmliche Quecksilberdampflampen, dann folgen drei andere LED-Leuchten und wieder drei herkömmliche Leuchten. „So können wir am besten erkennen, welcher Leuchtentyp welche Vor- oder Nachteile hinsichtlich Leistung, Lichtlenkung und Lichtfarbe hat“, so der Experte weiter.

LED-Technik spart bis zu 60 Prozent an Energie ein

Die Energieeinsparung einer neuartigen LED-Leuchte zu einer herkömmlichen Quecksilberdampflampe kann sich sehen lassen. Durchschnittlich verbraucht jede LED-Leuchte rund 120 Kilowattstunden weniger an Strom pro Jahr. Das entspricht einer Reduzierung von bis zu 60 Prozent. „Das sind noch mal 10 Prozent mehr als bei der konventionellen Technik mit Energiesparlampen, was wir bereits seit Mitte der 90er Jahre umsetzen“, erläuterte Projektleiter Marcel Haselof. „Würden wir sämtliche in Frage kommenden Leuchten in Osnabrück auf einen Schlag durch die LED-Technik ersetzen, läge die Einsparung bei mehr als 500.000 Kilowattstunden. Das ergäbe eine CO2-Reduzierung von rund 440 Tonnen im Jahr“, so der Experte weiter, der allerdings einschränkt, dass aus technischen Gründen nicht alle Leuchten durch die LED-Technik ersetzt werden können.

LED-Einsatz im Rahmen von KUK

Die LED-Technik besticht durch zwei weitere Vorteile. LED-Leuchten haben eine wesentlich höhere Lebensdauer, die Wartungskosten fallen dadurch geringer aus. „Außerdem fallen keine Schadstoffe bei der Entsorgung an“, erläuterte Haselof. Einen Nachteil stellen dagegen noch die höheren Kosten bei der Anschaffung dar. „Gegenüber den konventionellen Erneuerungsalternativen wie Kompaktleuchtstoff- und Metalldampflampen sind LED-Leuchten um einiges teurer“, sagte der Fachmann. Zudem stecke die Technik derzeit ‚noch in den Kinderschuhen’. „Wir wollen mit der Teststrecke unseren Teil dazu beitragen, die Technik weiterzuentwickeln und haben uns im Rahmen unseres Umweltprojektes KUK ganz bewusst für den Einsatz der LED-Leuchten entschieden“, betonte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann.

Haseuferweg als zweite Teststrecke

Die Stadtwerke haben bereits die zweite LED-Teststrecke im Visier. „Der neue Haseuferweg zwischen der Heinrich-Heine Straße Höhe Alando-Palais bis zur Schlagvorder Straße bietet sich dafür förmlich an“, sagte Hülsmann. Insgesamt 6 LED-Mastleuchten sollen bis Mitte nächsten Jahres entlang der Hase aufgestellt werden. Zusätzlich ist ein Handlauf mit LED-Bestückung geplant. „Wir sind hier genau wie am Sonnenhügel gespannt auf die Ergebnisse und insbesondere auf die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Pistorius abschließend. „Wir können nur alle Osnabrückerinnen und Osnabrücker dazu aufrufen: Machen Sie sich ein Bild von der neuen Technik und geben Sie uns ein Feedback.“