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Klärwerk Eversburg bleibt "up to date"

Stadtwerke schließen umfassende Sanierung des Schlammbereiches ab

Mit einer kleinen Abschlussfeier für Nachbarn, Planer und Baufirmen haben die Stadtwerke die umfassende Sanierung und Neuordnung der Schlammbehandlung im Klärwerk Eversburg beendet. Über einen Zeitraum von mehr als zweieinhalb Jahren wurde teils neu gebaut und die Technik wieder auf Stand gebracht – und das alles bei laufendem Betrieb. Die Arbeiten waren notwendig, um die gewohnt reibungslose Abwasserreinigung zukunftssicher zu machen.

„Unsere Kläranlage ist zwar eine Dauerbaustelle. Aber nach einer solch langen Zeit freuen wir uns, diese Arbeiten erfolgreich und gemeinsam abschließen zu können“, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke, Ingo Hannemann. Schließlich sei der zweieinhalbjährigen Bauzeit zusätzlich eine lange Planungsphase vorausgegangen. Der Einsatz habe sich gelohnt: Der gesamte Bereich der Schlammbehandlung sei wieder auf dem aktuellen Stand. Etwa fünf Millionen Euro haben die Stadtwerke in die Hand genommen, um diese Aufgaben aufgeteilt in mehrere Einzelmaßnahmen anzugehen. „Besonders positiv hervorzuheben ist, dass wir im kalkulierten Kostenrahmen geblieben sind und alle Arbeiten ohne Probleme und Zwischenfälle verlaufen sind“, betonte Hannemann.

Komplettsanierung sinnvoll
„Wir haben den gesamten Schlammbereich neu geordnet“, erläuterte Jürgen Peters, Leiter Betrieb Entwässerung bei den Stadtwerken. So wurden im Wesentlichen die Faulturmfassade und die Schlammlagerhalle saniert sowie zwei Schlammspeicher und ein Gasspeicher neu gebaut. „Einige wesentliche Anlagenteile, die in der Neuordnung angegangen wurden, hatten schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und waren einfach ‚dran‘“, so Peters weiter. „Der Zahn der Zeit hat nicht nur an der Bausubstanz genagt – die Verfahrens-, Maschinen- und Elektrotechnik musste dringend modernisiert werden.“ Aus diesem Grunde sei es sowohl betriebswirtschaftlich als auch verfahrenstechnisch sinnvoll gewesen, den gesamten Bereich Schlamm anzufassen und auch das Gassystem in diesem Zusammenhang „auf Vordermann“ zu bringen.

Schlammbereich hat bedeutende Rolle

Der Schlammbereich des Klärwerks Eversburg nimmt im Abwasserreinigungsprozess eine bedeutende Rolle ein. „Verfahrenstechnisch bedient der Bereich sowohl die mechanische als auch die biologische Reinigungsstufe“, erläuterte Peters weiter. Hier werden die im Reinigungsprozess anfallenden Schlämme ausgefault. Das dabei entstehende Klärgas wird wiederum zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt, der entwässerte Klärschlamm geht in die landwirtschaftliche Verwendung. „Der Schlamm wird somit optimal weiterverarbeitet“, so der Umweltingenieur.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Die Stadtwerke planen bereits die nächsten Maßnahmen. „Für uns ist nach der Baustelle vor der Baustelle“, sagte Ingo Hannemann. Schließlich sei der Reinigungsprozess sehr komplex, das Abwasser aggressiv und die Aggregate daher hohen Belastungen ausgesetzt. „Zudem können wir unser Klärwerk ja nicht einfach mal für schließen für solche Arbeiten. Das heißt, dass alle Maßnahmen im laufenden Betrieb abgearbeitet werden müssen. Und das geht nur in einem geordneten Nacheinander.“ Im Fokus stehe zudem das Thema Energieeffizienz: Derzeit führen die Stadtwerke im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojektes eine Energieeffizienzanalyse durch, um weitere Energiesparpotentiale zu identifizieren. „Das alles zeigt: Hier bei uns im Klärwerk folgt ein Projekt dem nächsten“, so Hannemann abschließend.

Stadtwerke feiern Abschluss der umfassenden Neuordnung der Schlammbehandlung im Klärwerk Eversburg: (v.l.) Jürgen Peters (Leiter Betrieb Entwässerung) und Ingo Hannemann (Technischer Leiter).

Peter Sikora (Leiter Betrieb Klärwerke) erläutert den Nachbarn den sanierten Schlammbereich mit Faulturm, Gasspeicher und Schlammlager.