Direkt zum Seiteninhalt springen
Damit Sie unsere Webseite optimal nutzen können, verwenden wir Cookies.
Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis, Cookies auf Ihrem Computer zu speichern. MEHR ERFAHREN

Garant für eine sichere Wasserversorgung

Ende 2009 waren die ersten Bagger oben auf dem Schölerberg in direkter Nachbarschaft zum Zoo angerollt. Entstanden ist aber kein weiteres Tiergehege für den Zoo, sondern ein neues Bauwerk für eine sichere und zukunftsgerichtete Wasserversorgung in Osnabrück. Am Vormittag haben die Stadtwerke Osnabrück den neuen Wasserhochbehälter am Schölerberg eingeweiht.

„Der Neubau ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann bei der offiziellen Einweihung. Rund 2,1 Millionen Euro haben die Stadtwerke in das Bauwerk investiert, das direkt neben dem alten Hochbehälter entstanden ist. Dieser gut hundert Jahre alte, aus zwei Kammern bestehende Behälter war trotz stetiger Modernisierung nicht mehr sanierungsfähig und wurde abgerissen. Der neue Hochbehälter hat mit 5.000 Kubikmetern ein wesentlich größeres Fassungsvermögen als das alte Bauwerk, das lediglich 3.200 Kubikmeter Wasser speichern konnte. „Somit sind wir den Ansprüchen an eine gestiegene Versorgungssicherheit nachgekommen“, so Hülsmann weiter.

25.000 m3 Wasser speichern
Der Hochbehälter auf dem Schölerberg zählt gemeinsam mit seinen Gegenstücken auf dem Piesberg und dem Schinkelberg zu den drei großen Wasserspeichern im Stadtgebiet. Gemeinsam mit den kleineren Behältern in Nahne, Lüstringen und am Harderberg können die Stadtwerke insgesamt mehr als 25.000 Kubikmeter Wasser speichern. „Die Wasserhochbehälter sind die Garanten für eine sichere Wasserversorgung, an die hohe technische Standards gestellt werden“, betonte Ingo Hannemann, Technischer Leiter der Stadtwerke. „Bestes Trinkwasser, in hervorragender Qualität und zu jedem Zeitpunkt – das ist nicht nur in Osnabrück eine Selbstverständlichkeit. Und diese gewohnt hohen Standards wollen wir auch langfristig sichern.“

Jugendstil-Fassade blieb erhalten
Trotz des Neubaus ist das Markenzeichen des Hochbehälters am Schölerberg nicht verschwunden, sondern konnte erhalten werden. „Wir konnten die historische Jugendstil-Fassade von 1907 fachmännisch abtragen lassen und sozusagen in den Eingangsbereich des Neubaus integrieren“, erläuterte Joachim Nolte, Leiter Wasserbereitstellung bei den Stadtwerken. „Wir sind froh und dankbar, dafür eine Spezialfirma gefunden zu haben, die diese doch komplizierte und aufwendige Aufgabe meistern konnte.“ Der Erhalt der historischen Fassade war explizit seitens des Runden Tisches Schölerberg gewünscht worden. „Mit dem Ergebnis können alle Beteiligten sehr zufrieden sein“, so Nolte.

„Klimawald“ als Kompensationsmaßnahme
Für den Neubau des Hochbehälters musste rund um die Baustelle eine größere Anzahl an Bäumen weichen. Im Zuge vorgegebener Ausgleichsmaßnahmen forsteten die Stadtwerke sowohl an gleicher Stelle als auch auf einer weiteren eigenen Fläche in Hellern wieder fleißig auf. „Und zwar im Verhältnis 1 zu 3. Das heißt: Pro gefällten Baum gab es drei neue“, sagte Stadtwerke-Chef Hülsmann. Die verpflichtende Maßnahme verknüpften die Stadtwerke gleich mit einer Umweltbildungsaktion für Osnabrücker Schüler: Ende Dezember pflanzten die ausgebildeten Klimabotschafter in Hellern einen standortgerechten „Klimawald“ aus 1.500 Bäumen – eine Gemeinschaftsaktion mit den Waldpädagogen der Niedersächsischen Landesforsten, der Bezirksförsterei, der Naturschutzstiftung des Landkreises sowie dem Kinderhilfswerk terre des hommes. „Eine tolle Aktion, die wir gerne wiederholen wollen“, so Hülsmann abschließend.