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Mehr PS für mehr Hafenumschlag

Stadtwerke Osnabrück verstärken ihre Hafenbahnflotte

Die Stadtwerke Osnabrück reagieren auf den boomenden Bahnumschlag im Hafen und verstärken ihre Hafenbahnflotte. Zwei leistungsstärkere Diesellokomotiven ersetzen neuerdings zwei kleinere Loks der Hafenbahn. Die beiden runderneuerten jeweils 1.100 PS-starken „Kraftpakete“ wurden jetzt offiziell von der DB an die Stadtwerke übergeben.

„Mit den beiden neuen Loks sind wir sehr gut für den steigenden Bedarf gerüstet“, sagte Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes bei der offiziellen Übergabe. Allein in 2011 war der Bahnumschlag um knapp 20 Prozent auf mehr als 1,1 Millionen Tonnen gestiegen – weit mehr als im niedersächsischen Durchschnitt. „Dieser Anstieg hat sich in 2012 fortgesetzt und wird sich auch in Zukunft fortsetzen“, so Dr. Rolfes weiter. Die beiden jeweils 80 Tonnen schweren Loks der Baureihe V90 haben jeweils 500 PS mehr Leistung als die beiden bisherigen, jetzt ausrangierten Fahrzeuge und können somit deutlich mehr Tonnage bewegen. Zudem können die Stadtwerke die neuen Loks flexibler einsetzen, da sie auch für das öffentliche DB-Streckennetz zugelassen sind. „Jetzt verfügen wir über drei für unsere Bedürfnisse sehr gut geeignete Loks“, betonte der Stadtwerke-Vorstand.

Boom durch KLV-Anlage

Grund für den boomenden Bahnumschlag sind die optimalen Bedingungen, die die KLV-Anlage auf der Fläche der ehemaligen Winkelhausenkaserne für den kombinierten Ladungsverkehr zwischen Straße und Schiene bietet. Bislang hatten drei Züge pro Woche die Anlage erreicht, seit kurzem sind es bereits fünf Züge mit einer Länge von jeweils bis zu 700 Metern. „Künftig rechnen wir mit bis zu zwanzig Zügen pro Woche“, erläuterte Werner Tegeler, Geschäftsführer der für den Hafenbetrieb zuständigen Stadtwerke-Tochtergesellschaft EHB (Eisenbahn- und Hafenbetriebsgesellschaft Region Osnabrück). Aus diesem Grund haben die Stadtwerke den sogenannten „Piesberger Lückenschluss“, die Anbindung an das DB-Netz über den Piesberger Zechenbahnhof, vorangetrieben und planen den Ausbau der KLV-Anlage.

Beide Loks generalüberholt

Rund eine halbe Million Euro haben die Stadtwerke in die Anschaffung der beiden runderneuerten Loks investiert. „Eine Investition, die sich schnell rentieren wird, da wir mit beiden Fahrzeugen Zeit und Kosten sparen“, erläuterte EHB-Betriebsleiter Hubert Unland. Durch den Einsatz der beiden leistungsstärkeren Loks entfallen das bislang oft notwendige Rangieren und das Umkoppeln der bis zu 2.000 Tonnen schweren Züge. Beide Loks aus dem Baujahr 1977 wurden in den vergangenen Monaten im Werk Bremen der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH generalüberholt und haben somit die höchste Instandhaltungsstufe. „Wir haben die Loks sozusagen auf Herz und Nieren überprüft. Beide Fahrzeuge aus einer bewährten Baureihe sind jetzt absolut neuwertig“, so der Bremer Werkleiter Reinhold Batke abschließend.

Gruppenbild vor der gesamten Hafenbahnflotte: (V.l.) Reinhold Batke (Werkleiter Bremen DB Fahrzeuginstandhaltung), Werner Tegeler (EHB-Geschäftsführer), Dr. Stephan Rolfes (Stadtwerke-Vorstand) sowie Falko Lüders-Kubersky (Leiter Produktionssteuerung DB Fahrzeuginstandhaltung Bremen)

os1.tv: Wirtschaft-Kompakt - Neue Dieselloks