Das Heger Tor in Osnabrück

Einmal quer durch die Stadt

Osnabrück-Tour

Die Osnabrück-Tour führt Sie einmal quer durch die Stadt. Dabei lernen Sie die historischen Meilensteine der Stadtgeschichte kennen, wie auch die Höhepunkte der Friedensstadt. Als Zeitzeugen der Geschichte dienen dabei Gebäude wie der Dom St. Petrus und das Osnabrücker Schloss, für die Moderne das Hasehaus am Neumarkt und die gemeinsame Bibliothek der Universität und Hochschule auf dem Campus am Westerberg. Die Fahrt führt Sie weiter über Verkehrswege des Mittelalters zu den modernen Verkehrsanbindungen auf Straße und Schiene, zu Luft und zu Wasser. Auf dem ehemaligen Flugplatz an der Netter Heide steht noch der alte Flugzeug-Hangar. Ihr Platz im Doppeldecker gewährt Ihnen auch einen Ausblick auf das Hafenbecken mit seinen Firmen und Unternehmen.

Entdecken Sie darüber hinaus die grüne Stadt mitten im Naturpark: Am Gertrudenberg mit dem Bürgerpark, am Westerberg mit dem Botanischen Garten. Vom Stadtrand aus bietet sich die Gelegenheit, den Blick über Osnabrück zu genießen.

Besonders im Fokus der Osnabrück-Tour steht in diesem Jahr der Stadtteil Haste

Besonders im Fokus der Osnabrück-Tour steht in diesem Jahr der Stadtteil Haste; ist er doch seit nunmehr 80 Jahren ein Teil von Osnabrück. Heute sind die Haster Bewohner*innen froh, zu Osnabrück zu gehören. Das war aber nicht immer so: Die Angliederung mit Wirkung zum 1. April 1940 erzeugte damals großen Unmut, weil die Haster*innen dadurch ihre Selbstständigkeit verloren. Sie befürchteten hohe finanzielle Aufwendungen tragen zu müssen, die nicht im eigenen Interesse stehen und eine erhebliche Störung des damals herrschenden Gemeinschaftsgefühls. Entgegen ihrem Willen beschloss der Oberpräsident in Hannover als Reichsstatthalter die Eingliederung Hastes. Dieser Schritt hatte für die Verantwortlichen eine gewisse Dringlichkeit: Sie errichteten nämlich eine neue Kasernenanlage auf dem Flugplatz Netter Heide. Außerdem wurde beabsichtigt, die Bebauung Hastes in – aus Sicht der damaligen Machthaber – „geordnete Bahnen“ zu lenken. Die Bürger*innen hatten keine Wahl und mussten die neue Zugehörigkeit akzeptieren.

Heute allerdings sehen sie die gute Infrastruktur, das Zusammenleben und die Integrationsleistungen; sie wissen diese positive Entwicklung zu schätzen und feiern die Zugehörigkeit zu Osnabrück.

Die Entwicklung Hastes von einer bäuerlichen Randgemeinde zum Stadtteil der Großstadt Osnabrück ist an vielen Stellen deutlich sichtbar. Ein gutes Beispiel ist die Wohnbebauung. Seit dem Jahre 1968 wurden auf den ehemaligen Ackerflächen Hastes lange und sechs- bis siebengeschossige Hochhäuser errichtet.

Auch die Winkelhausenkaserne hat einen deutlichen Nutzungswandel durchlaufen: auf dem Kasernengelände befinden sich heute das markante Gebäude der Kaffeeexperten Kaffee-Partner und Coffee-Perfect sowie das im Bau befindliche moderne Winkelhaus. Ebenso haben sich das Finanzamt Osnabrück-Land im ehemaligen Mannschaftsgebäude und ein Landesseminar für Lehrerausbildung im ehemaligen Offizierskasino niedergelassen.

Die Osnabrück-Tour führt vorbei an vielen historischen Bauernhöfen, die teilweise auch einen beträchtlichen Nutzungswandel durch gemacht haben. Zu nennen ist beispielsweise der Hof Clausing auf dem Sportplatzgelände der TuS Haste, dessen altes Bauernhaus heute als Vereinshaus dient und die Hofstelle Michel, welche von der Hochschule für Garten- und Landschaftsbau Osnabrück genutzt wird.

Auch der Hof Hardinghaus, welcher heute von Friedrich Hardinghaus bewirtschaftet wird, ist in Haste beheimatet. Die Familie Hardinghaus ist seit jeher ein fester Bestandteil in Haste. So stammt auch der letzte Bürgermeister von Haste, aus dem Hause Hardinghaus. Ihnen zu Ehren wurde eine Straße benannt, die heute eine wichtige Nord-Süd Verbindung darstellt.

Die Osnabrück-Tour führt weiter durch das Naherholungsgebiet Nettetal, welches inmitten von Wäldern und Wiesen bezaubernde Wandermöglichkeiten bietet. Die Knollmeyersche Wassermühle darf hier als eine der ältesten Mühlen im Osnabrücker Bereich nicht fehlen. Ebenso die Haster Mühle: Angefangen als Getreidemühle beheimatet sie heute das „Jacques Weindepot“. Die aus dem Jahre 1909 stammenden Hauptgebäude sind nahezu unverändert erhalten geblieben und bietet den regelmäßig stattfindenden Weinverkostungen ein ganz besonderes Flair.

Weiter ist die „Nackte Mühle“ zu sehen. Ihr Name resultierte aus ihrer Lage: Die Umgebung war frei von Bäumen und damit nackt. Als Wassermühle betrieb sie eine Getreide- und Sägemühle. Heute wird die Mühle genutzt von der Jugendhilfeeinrichtung für Unterweisung in Fragen zur Natur, Ökologie und Energieerzeugung.

Entlang des Flusses Nette befinden sich zwischen der Haster Mühle und dem Hof Gerding drei Wassermühlen. Allesamt nutzten sie die Wasserenergie der „Nette“, um mechanische Arbeit für den Antrieb diverser Maschinen zu erzeugen; Elektromotoren waren damals noch nicht erfunden.

Vor der Hofstelle Gerding ist zudem ein Großsteingrab, die Östringer Steine, zu sehen. Das Magalithgrab ist in etwa in der Zeit der Erbauung ägyptischer Pyramiden entstanden. Damit deutet es auf eine sehr frühe Besiedlung (Steinzeit) im Nettetal hin.

Die Osnabrück-Tour lädt interessierte Stadtentdecker*innen ein, in Oldtimterbussen eine ganz besondere Perspektive auf die Friedensstadt und im Besonderen auf Haste zu erlangen.

Alle wichtigen Informationen im Überblick:

StartSamstags um 14:30 Uhr, an der Haltestelle Lortzingstraße, Ecke Dielingerstraße und Große Straße
Dauer2 Stunden
PreiseErwachsene: 13,00 Euro
Kinder (bis 14 Jahre): 6,00 Euro
Familien (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder): 30,00 Euro
Gruppen (ab 8 Personen): Erwachsene 12,00 Euro + Kinder 6,00 Euro
Buchungerforderlich, Restkarten sind im Bus erhältlich
BarrierefreiheitUnser Bus ist eingeschränkt barrierefrei. Eine Anmeldung hierfür ist erforderlich
Traditionsbus der Stadtrundfahrten am Heger Tor in Osnabrück

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