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VKU Niedersachsen/Bremen fordert erhebliche Anstrengungen zum Schutz des Trinkwassers

Osnabrücker Wasserfachtagung feiert 25. Jubiläum

Unter der Schirmherrschaft der Staatssekretärin im Niedersächsischen  Umweltministerium Almut Kottwitz beschäftigten sich heute im Rahmen des „silbernen“ Jubiläums der Osnabrücker Wasserfachtagung knapp 100 Fachleute und Vertreter aus Behörden und der Wasserwirtschaft mit der Frage: "Können wir unser Leitungswasser noch lange trinken?“.

Nitrat und weitere Stoffe wie Arznei- und Pflanzenschutzmittel wurden im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) in Osnabrück unter anderem hinsichtlich ihres Einsatzes, der Analytik und ihrer Auswirkungen auf die Wasserversorger beleuchtet und diskutiert.

„Nährstoffüberschüsse und Mikroschadstoffeinträge: Die intensive landwirtschaftliche Nutzung ist für Natur, Böden und Gewässer in Niedersachsen die größte Herausforderung“, sagte Gundela Nostiz, stellvertretende Leiterin der Abteilung Naturschutz, Wasserwirtschaft, Bodenschutz und Leiterin des Referates für Grundsatzangelegenheiten der Wasserwirtschaft und des Bodenschutzes im Niedersächsischen Umweltministerium.

„Um die hohe Qualität unseres Trinkwassers dauerhaft zu erhalten, müssen alle Beteiligten entschlossen in Richtung Reduzierung gehen!“ Niedersachsen wird mit den Möglichkeiten der novellierten Düngeverordnung den Düngereinsatz begrenzen und bei der Nährstoffverbringung strikt auf Qualitätskriterien und Kontrolle setzen. Bei den Mikroschadstoffen geht es um Vermeidung und Minimierung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Tierarzneimitteln.

Als einer der Väter der Osnabrücker Wasserfachtagung ließ Prof. Dr. Werner Mathys, ehemaliger Leiter des Bereichs Umwelthygiene des Instituts für Hygiene der Universität Münster, zudem die vielen vergangenen Wasserfachtagungen Revue passieren. Dabei wurde deutlich, dass das Thema Wasserschutz bereits vor 25 Jahren, heute und auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung hat und die kommunale Wasserwirtschaft damals wie heute vor große Herausforderungen stellt.

Nach Auffassung von Manfred Hülsmann, VKU-Landesgruppenvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück AG, haben sich im Laufe der Zeit allerdings zwei wesentliche Rahmenbedingungen gravierend geändert. So sei die Analytik wesentlich besser und präziser geworden, so dass mittlerweile kleinste Partikel verschiedenster Spurenstoffe im Wasser nachgewiesen werden können. „Darunter auch bislang unbekannte Spurenstoffe in winzigen homöopathischen Mengen.“ Zudem sorge der derzeitige Wandel in der Medienlandschaft und der Mediennutzung dafür, dass das Thema Wasserschutz präsenter wird und stärker in den Fokus und das Bewusstsein rückt.

„Als kommunale Wasserwirtschaft sind wir mehr denn je in der Verantwortung zu sensibilisieren und zu erläutern, wie der Wasserkreislauf funktioniert, wie jeder Einzelne von uns darauf einwirkt und welche Folgen und Auswirkungen dies hat. Nachhaltiger Wasserschutz geht nur gemeinsam.“

Die Osnabrücker Wasserfachtagung hat sich in den vergangenen 25 Jahren immer mehr zu einer Plattform entwickelt, bei der sich Fachleute austauschen und wichtige Impulse für die Zukunft setzen. „Unsere gemeinsame Veranstaltung trägt wesentlich dazu bei, die Bedeutung des Themas Wasserschutz herauszustellen und hierbei zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen“, betonte Manfred Hülsmann abschließend.

Feiern gemeinsam „silbernes“ Jubiläum: Die ehemaligen und derzeitigen Veranstalter und Organisatoren der Osnabrücker Wasserfachtagung mit (v.l.) Manfred Hülsmann (Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Osnabrück), Prof. Dr. Werner Mathys, Fridhelm Gronek, Prof. Gerhard Weil, Peter Tenhaken sowie Dr. Reinhold Kassing (Geschäftsführer VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen).