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Entschlammung für den Gewässerschutz in Osnabrück

Stadtwerke-Netztochter befreit Regenrückhaltebecken in Hellern von Ablagerungen

Die Arbeiten zur Entschlammung des Regenrückhaltebeckens am Kampweg gehen in die heiße Phase. Seit vergangener Woche befreien Bagger das mittlerweile leergepumpte Becken von Ablagerungen. Mit der Maßnahme verbessert die SWO Netz GmbH die Aufnahmefähigkeit und Filterfunktion des Regenrückhaltebeckens im Stadtteil Hellern – immerhin eines der größten in Osnabrück.

Die Zahlen zum Regenrückhaltebecken am Kampweg sind imposant: Bis zu 45.000 Kubikmeter Wasser kann das Becken aufnehmen, die Beckenfläche beträgt rund 25.000 Quadratmeter. „Mehr als 90 solcher Regenrückhaltebecken verschiedener Größen haben wir in Osnabrück“, erläutert Ingo Hannemann, Technischer Leiter der Stadtwerke.

„Alle Becken leisten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Hase oder Düte und dienen dem Hochwasserschutz – indem das gestaute Regenwasser gleichmäßig weitergeleitet wird und sich viele Stoffe bereits in den Becken absetzen können.“

Insgesamt 500.000 Kubikmeter Wasser können sämtliche Regenrückhaltbecken aufnehmen. „Um dies auch künftig gewährleisten zu können, ist eine regelmäßige Entschlammung erforderlich“, so Hannemann.

Becken wird fachmännisch befischt

Das Becken am Kampweg ist vor mittlerweile dreißig Jahren in Betrieb gegangen. „Die Entschlammung stand somit jetzt an“, erläutert Daniela Fiege, Leiterin Kanalbau bei der SWO Netz GmbH. Anfang Oktober hatten die vorbereitenden Maßnahmen begonnen: Zunächst wurde ein Großteil des Wassers abgepumpt, anschließend das Becken „befischt“. „Dabei wurden die Fische – darunter Karpfen, Hechte und Aale – unter fachmännischer Begleitung aus dem Wasser geholt und in andere Gewässer ‚umgesiedelt‘“, ergänzt Sven Kreutzmann, bei der SWO Netz GmbH verantwortlich für die Entschlammung der Regenrückhaltebecken.

Schlamm wird auf Sonderdeponie entsorgt

Nach der Befischung wurde das restliche Wasser aus dem Becken gepumpt, parallel starteten die Entschlammungsarbeiten. „Die Bagger häufen den Schlamm derzeit zu ‚Schlammbergen‘ an, damit er entwässern kann und ‚stichfest‘ wird“, erläutert der Experte. Kreutzmann rechnet mit insgesamt 14.000 Tonnen Schlamm, der abtransportiert und in einer Sonderdeponie entsorgt wird. Je nach Wetterlage sollen die Entschlammungsarbeiten Ende November abgeschlossen sein. „Solche Maßnahmen werden aus Rücksicht auf die Brut- und Nistzeiten grundsätzlich immer im Herbst durchgeführt“, betont Daniela Fiege.

„Die Herbstzeit ist für uns somit immer Entschlammungszeit.“

Regenrückhaltebecken als Naherholungsziel

Die mehr als 90 Regenrückhaltebecken erfüllen neben dem Hochwasserschutz noch eine weitere Funktion. „Die Becken werden bewusst naturnah gestaltet und dienen auch als gern genutztes Naherholungsgebiet“, erläutert Stadtwerke-Technikchef Ingo Hannemann. „Das führt dazu, dass viele Osnabrücker gar nicht wissen, was der eigentliche Zweck der Becken ist.“ Für Hannemann hat der „Doppel-Nutzen“ einen hohen Wert:

„Die Regenrückhaltebecken sind somit Garanten für Lebensqualität in Osnabrück.

Mehr Informationen und Bilder zu den Regenrückhaltebecken, der Funktionsweise und dem Betrieb gibt es auch im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog.

Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet zuständig. Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

Voraussichtlich noch bis Ende November entschlammt die SWO Netz GmbH das Regenrückhaltebecken am Kampweg in Hellern.

Video: Entschlammung Regenrückhaltebecken Hellern - ANKLICKEN zum Starten!