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Stadtwerke Osnabrück bieten E-Scooter-Fahrern „Führerschein“ an

Bei nachgewiesener Fähigkeit, sich mit Gefährt sicher in den Bus zu bringen, wird Ausweis vergeben

Osnabrück, 14. Oktober 2015. Um die Mitnahme von E-Scootern (also einer speziellen Art von Fahrzeug für mobilitätseingeschränkte Menschen) in Bussen des Nahverkehrs gab es jüngst bundesweit viele Diskussionen. Schon die Unterscheidung von ärztlich verordneten Elektrorollstühlen und E-Scootern, die z. T. einer verbesserten Mobilität dienen, aber auch auf eigene Kosten im Sanitätshaus oder sogar beim Discounter gekauft werden können, fällt nicht zuletzt dem Fahrpersonal eines Verkehrsunternehmens schwer. Viele Verkehrsunternehmen haben deswegen und vor allem aufgrund von Sicherheitsbedenken beschlossen, diese Art von Gefährt von der Beförderung auszuschließen. Denn im Gegensatz zu Elektrorollstühlen gibt es die E-Scooter auch in Ausführungen, die u. a. bei starken Bremssituationen kippen und so zu einer großen Gefahr für Fahrgäste werden können. Dennoch wollen es die Stadtwerke Osnabrück Menschen, die einen E-Scooter fahren, ermöglichen, weiterhin den Bus zu nutzen – bei Nachweis entsprechender Fähigkeit, das Gefährt sicher im Fahrzeug aufzustellen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Fahrer, die regelmäßig mit dem Bus unterwegs sein wollen. Für alle weiteren bietet sich weiterhin die Koordination über die Stadt an, die hier einen Service zu geringen Kosten vorhält.

Prozedere zur Prüfung der Mitfahrmöglichkeit 

Was müssen E-Scooter-Fahrer, tun, um diesen Nachweis zu erbringen? Werner 

Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken: „Wir möchten Interessierte bitten, sich telefonisch in unserem Mobilitätszentrum zu melden – unter der Nummer 0541 2002 2211. Dort werden die Daten aufgenommen und Rücksprache mit dem Verkehrsbetrieb gehalten, wann eine solche Prüfung stattfinden kann.“ Der Verkehrsbetrieb biete es dabei an, entweder beim Interessierten vor Ort an einer Haltestelle diese Prüfung durchzuführen oder an 

einer geeigneten Haltestelle in der Nähe des Stadtwerke-Betriebshofes. „Dafür holen wir die Menschen auch gerne ab – so erforderlich“, ergänzt Linnenbrink. 

Ablauf der Prüfung

Der Ablauf der Prüfung gestaltet sich ähnlich der alltäglichen Situation an einer Einstiegshaltestelle: Der Bus hält an, senkt sich ab, die Rampe wird herausgeklappt. Der E-Scooter-Fahrer fährt sein Gefährt in das Innere des Busses auf die Mehrzweckfläche, stellt es wie vorgeschrieben mit dem Rücken zur Fahrtrichtung ab und setzt sich auf einen Sitz im Fahrzeug. Dieser letzte Schritt soll vermeiden helfen, dass aufgrund der hohen Sitzposition im E-Scooter bei Bremsvorgängen das Fahrzeug kippen und andere Fahrgäste verletzen kann – und ist damit zwingend erforderlich. „Wenn dies sicher und souverän gewährleistet werden kann, erhält der Fahrer von uns einen Ausweis sowie einen Aufkleber für seinen E-Scooter, damit unser Fahrpersonal die entsprechend geprüften Personen schnell erkennen kann“, so Kränzke.

Möglichkeit nur in Bussen der Stadtwerke Osnabrück

Dieser Führerschein bleibt jedoch auf die Busse der Stadtwerke Osnabrück beschränkt, da im Regionalverkehr unter anderem durch höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten weiterhin Sicherheitsbedenken bestehen.