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Osnabrück entwickelt zukunftsfähige Elektromobilität

Von Aachen bis Leipzig, vom Allgäu bis nach Sylt – deutschlandweit die Elektromobilität zukunftsfähig gestalten, das ist das Ziel des Forschungsprojektes „econnect Germany“. Dazu haben sich sieben Stadtwerke mit erfahrenen Partnern aus Industrie und Wissenschaft zu einem Verbund zusammengeschlossen. „econnect Germany“ wurde als eines von fünf Forschungsprojekten beim Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität II“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für eine Förderung ausgewählt. Gemeinsam werden in den nächsten zweieinhalb Jahren Anforderungen an eine zukunftsfähige Elektromobilität untersucht und nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickelt. Den Schwerpunkt der intelligenten und für den Fahrgast komfortablen Verknüpfung und Nutzung von weitgehend elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln übernehmen dabei die Stadtwerke Osnabrück gemeinsam mit der RWTH Aachen, der smartlab GmbH und der HaCon Ingenieurgesellschaft mbH. Am Donnerstag überreichte Peter Wüstnienhaus vom Projektträger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Förderbescheid über 2,3 Millionen Euro an die Partner der Förderregion Osnabrück.
 
Großes Engagement bestätigt
„Diese Bundesförderung bestätigt das bisherige Engagement der Stadtwerke Osnabrück im Bereich der Elektromobilität. Die Stadtwerke können ihre innovative Kraft in dieses Projekt einbringen, um  den veränderten Erwartungen und Anforderungen an die öffentlichen Mobilitätsangebote die zukunftsweisenden Antworten zu geben. Daher freue ich mich sehr darüber, dass die Osnabrücker Stadtwerke ein Partner in diesem Forschungsprojekt ist“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Oberbürgermeister Boris Pistorius. 

„Ein erster Schritt auf diesem Weg sind zehn Elektroautos, die im Laufe der nächsten Wochen bei StadtTeilAuto integriert werden. Ferner planen wir die Anschaffung eines weiteren Elektrobusses im Rahmen der Bundesförderung. Anschließend verknüpfen wir Bus, Bahn und Stadtteilauto mit einer intelligenten Smartphone App, die der Fahrgast so leicht wie ein Navigationsgerät nutzen kann“, erläuterte Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Verkehr der Stadtwerke Osnabrück. Diese App wird dann für die im CarSharing befindlichen Elektroautos nicht nur die Ladestationen in Osnabrück anzeigen, sondern auch eine Reservierung der Autos ermöglichen. Etwas Vergleichbares gibt es in Deutschland noch nicht.
 
„Einen ganz andere Herausforderung stellt die Anschaffung eines neuen Elektrobusses dar, der herkömmliche und damit erheblich längere Linienwege fährt, als unserer jetziger Elektrobus“, erläutert André Kränzke, Leiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Osnabrück. In Osnabrück fährt bereits auf einer innerstädtischen Linie ein Kleinbus mit neuester Batterietechnologie. Die in dem Gesamtprojekt e-connect Germany entwickelten Ergebnisse sollen anschließend in der gesamten Bundesrepublik ihre Anwendung finden.
 
Die Stadtwerke gestalten ihr Förderprojekt im Rahmen von e-connect Germany mit folgenden Partnern:

HaCon Ingenieurgesellschaft mbH 
Die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH verfügt über umfangreiche Kompetenzen im Bereich Reiseauskunftssysteme. Bekannt ist vor allem das Auskunftssystem HAFAS, das seit 1989 bei der Deutschen Bahn und zahlreichen europäischen Bahnen, Verkehrsunternehmen und -verbünden im Einsatz ist. In den vergangenen Jahren wurde HAFAS zu einem intermodalen Reiseinformationssystem ausgebaut, das Echtzeitdaten einbeziehen und Informationen über eine Vielzahl von Kanälen – vor allem auch mobile Endgeräte – zur Verfügung stellen kann. In den vergangenen Jahren konnte HaCon in einer Reihe von Forschungsprojekten Erfahrungen sammeln und die Funktionalität von HAFAS erweitern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in das Förderprojekt mit eingebracht und um weitere Aspekte im Bereich des verkehrsmittelübergreifenden Nahverkehrs ausgebaut werden. 
 
RWTH Aachen University 
Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen bringt insbesondere ihre Expertise im Bereich der Konzeption und Realisierung von Informations- und Telematiksystemen in das Forschungsprojekt econnect mit ein. Beteiligt sind die Fachbereiche Datenbanken und Informationssysteme (Informatik), das Lehr- und Forschungsgebiet Textlinguistik / Technikkommunikation (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft) und das Arbeitsgebiet Mensch-Technik-Interaktion (Psychologie). Die RWTH Aachen verfügt als deutsche Exzellenzinitiative über langjährige Erfahrungen im Management und in der Durchführung von Industrie- und Förderprojekten.
 
smartlab Innovationsgesellschaft mbH 
Die smartlab Innovationsgesellschaft mbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der STAWAG Stadtwerke Aachen AG, der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft und der Stadtwerke Osnabrück AG. Bei der smartlab stehen die Konzeption und Vermarktung von innovativen Dienstleistungen, Produkten und Konzepten für Elektromobilität und Smart Grid im Fokus. Kernaufgabe ist es, wirtschaftliche Geschäftsmodelle auf kommunaler Ebene zu entwerfen und umzusetzen. Das Angebot richtet sich an lokale Energieversorger und Stadtwerke, die von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie vorhandenen Infrastrukturen profitieren wollen.