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Countdown für neues Busliniennetz läuft

Stichtag 5. Februar: Mehr Leistung, besseres Angebot

Der Countdown für das neue Busliniennetz in Osnabrück läuft: Am 5. Februar tritt ein neuer Fahrplan mit einem komplett neuen und verbesserten Angebot in Kraft. Für die Stadtwerke und ihre Partner in der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) ist die Einführung des neuen Busliniennetzes ein Kraftakt.

„Wir haben nicht nur an ein paar Stellschrauben gedreht, sondern das komplette Liniennetz umgekrempelt, aufgeräumt und besser gemacht“, betont der Vorsitzende der VOS-Gesellschafterversammlung, Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Dr. Stephan Rolfes.

Zwar habe es 2007 noch eine Liniennetzanpassung gegeben. „Die letzte größere Netzreform hatten wir aber 1998 – und nach mehr als zwanzig Jahren wurde es Zeit, das Nahverkehrsangebot zu optimieren.“ Schließlich habe sich Osnabrück durch neue Wohn- und Baugebiete, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten oder auch im Bereich der Hochschulen stetig weiterentwickelt. „Mit dem verbesserten Angebot werden wir dem Bedarf gerecht“, so Dr. Rolfes.

Herzstück Ringlinie

Das neue Busnetz ist im Kern mehrstufig aufgebaut: fünf sukzessive elektrisch betriebene MetroBus-Linien (M1-M5) als Hauptachsen im ausgeweiteten 10-Minuten-Takt sowie neun Stadtbuslinien (11-19) im 20-Minuten-Grundtakt, wobei Streckenüberlagerungen einzelner Linien das Angebot teilweise auf einen 10-Minuten-Takt verdichten.

„Herzstück ist sicherlich die neue Ringlinie als direkte Verbindung von Stadtteil zu Stadtteil“, betont Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken.

Je nach Richtung ist die Ringlinie als Linie 10 bzw. Linie 20 unterwegs; der Weg in den Nachbarstadtteil wird jeweils deutlich kürzer. Informationen und Detailpläne zum neuen Busnetz sind unter www.vos.info hinterlegt. Printmedien wie das Fahrplanbuch 1 (Osnabrück/Belm) sowie Liniennetzpläne nach Linie und nach Stadtteil sind ab dem 30. Januar im Mobilitätszentrum am Neumarkt sowie im Servicezentrum am Nikolaiort erhältlich.

Herausforderung Personalgewinnung

Im neuen Liniennetz erhöht sich das Leistungsangebot in Summe um mehr als zehn Prozent. „Mehr Leistung bedeutet natürlich auch mehr betrieblichen Aufwand – sowohl finanziell als auch personell“, ergänzt André Kränzke, Leiter Verkehrsbetrieb bei den Stadtwerken. 41 neue Fahrer konnten die Stadtwerke bislang gewinnen, einige der neuen Kolleginnen und Kollegen befinden sich derzeit noch in der siebenmonatigen Ausbildung. „Es war und ist noch immer ein gewaltiger Kraftakt – aber zum Linienstart haben wir das benötigte Personal an Bord, solange uns die Grippewelle verschont“, so Kränzke. „Das ist aber kein Grund für uns zum Zurücklehnen oder Durchatmen: Bewerbungen sind weiterhin sehr willkommen!“

Bitte um Verständnis

Die Stadtwerke und ihre VOS-Partnern bitten daher umso mehr um Verständnis, wenn insbesondere zum Start am und ab dem 5. Februar noch nicht alles „rund“ läuft.

„Wir müssen uns alle an das neue Liniennetz gewöhnen – die Fahrgäste wie auch unsere Fahrer und unser gesamter Verkehrsbetrieb“, betont Dr. Stephan Rolfes.

Neue Liniennummern, neue Linienführungen, neue oder provisorische Haltestellen sowie neue Zeiten und Takte werden automatisch zu Irritationen und auch Fehlern führen. „Das ist menschlich – wir werden von unserer Seite aber mit Hochdruck daran arbeiten, Stück für Stück besser zu werden.“

Änderungen im Schülerverkehr

„Wir werden auch noch auf die Schulen im Stadtgebiet zugehen, da sich insbesondere Änderungen im Schülerverkehr ergeben werden“, so Werner Linnenbrink. Das neue verbesserte Liniennetz und insbesondere die neue Ringlinie bieten auch im Schülerverkehr neue Möglichkeiten, so dass einige der bisherigen ergänzenden Schülerverkehre nicht mehr erforderlich sind und somit entfallen. „Hier rechnen wir mit vielen Nachfragen und schalten daher ab dem 27. Januar eine gesonderte Schülerverkehrs-Hotline unter der Rufnummer 0541 2002-2027, die wochentags von 7 Uhr bis 17 Uhr besetzt ist.“ Auf www.vos.info werden in den kommenden Tagen weitere Informationen zum Schülernetz hinterlegt. Für Fragen stehen zudem insbesondere die Mobilitätsberater im Mobilitätszentrum am Neumarkt zur Verfügung.

Hintergrund: Das neue Busnetz
Im Oktober 2018 hatte der Rat der Stadt Osnabrück das neue Busliniennetz final beschlossen. Vorgeschaltet war ein umfangreiches Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem rund 850 Hinweise und Anregungen eingereicht wurden. Ursprünglich sollte das neue Busliniennetz im Oktober 2019 in Betrieb genommen werden. Insbesondere aufgrund der Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung hatten die Stadtwerke und ihre VOS-Partner den Start auf den 5. Februar 2020 verschoben.

Neue Einschübe für die Haltestellenmasten: Die Vorbereitungen für das am 5. Februar startende neue Busliniennetz in Osnabrück laufen auf Hochtouren.