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Citylogistik-Feldversuch zur Letzten Meile geht weiter

UPS Deutschland mit speziellem E-Cargo-Bike in der City unterwegs

Der Citylogistik-Feldversuch zur Optimierung der „Letzten Meile“ per E-Cargo-Bike geht weiter. Vor sechs Wochen gestartet, fällt die erste Bilanz aller Beteiligten durchweg positiv aus. Das Logistikunternehmen UPS Deutschland strebt daher eine baldige Überführung in den Regelbetrieb an – und kann sich eine Ausweitung des Zustellgebietes vorstellen.

„Wir sind mit den ersten sechs Wochen hochzufrieden“, betont Rainer Kiehl, UPS-Projektmanager Citylogistik. Anfang Juni hatte UPS Deutschland den Feldversuch in Osnabrück gestartet. Ein UPS-Transporter liefert seitdem Pakete zu einem temporären City-Hub an der OPG-Vitihof-Garage am Gerberhof. Vor Ort werden die Pakete auf ein spezielles E-Lastenfahrrad mit Transportfunktion – den von der Firma RYTLE entwickelten und gefertigten MovR – umgeschlagen. Der UPS-Zusteller liefert die Pakete anschließend mit leichter Muskelkraft und elektrischer Unterstützung und somit geräuschlos und emissionsfrei an die Empfänger auf der „Letzten Meile“ aus. „Mit dem E-Cargo-Bike legt der Zusteller täglich rund 25 bis 30 Kilometer zurück, so dass wir bereits einen 7,5-Tonner aus dem Verkehr ziehen konnten“, so Kiehl.

In den Regelbetrieb

Der Ablauf vom Umschlag der Pakete bis zur Auslieferung mit dem MovR funktioniere nahezu störungsfrei. Der Feldversuch habe sich bereits in der vergleichsweise kurzen Laufzeit bewährt. „Wir planen daher, schnellstmöglich den Regelbetrieb aufzunehmen“, so Kiehl weiter. Zuvor müssten noch die Zustelldaten im Detail ausgewertet werden, die im Rahmen des Feldversuchs gesammelt wurden. „Wir werden die Daten gemeinsam analysieren, um mögliche Barrieren zu beseitigen und einen optimalen Routenverlauf generieren zu können“, so der Citylogistik-Projektmanager. „Zudem sind wir aktuell auf der Suche nach einem ‚Microdepot‘-Standort sowie einer dauerhaften Lösung für den sicheren Unterstand des oder der MovR.“

Ausweitung denkbar

Der Feldversuch hat sich bislang gezielt auf den innerstädtischen Bereich beschränkt. UPS Deutschland kann sich auch eine Ausweitung des Zustellgebiets über den Wallring hinaus vorstellen. „Wir werden UPS natürlich weiterhin unterstützen, die Zustellung auf der ‚Letzten Meile‘ per E-Cargo-Bike weiter auszubauen“, betont Stadtbaurat Frank Otte. Auch die OPG, die während des Feldversuchs Raum für das E-Cargo-Bike zur Verfügung gestellt hat, möchte bei Fortführung des Projekts als Partner dabei bleiben. „Die Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen war vorbildlich“, so Wigand Maethner, Geschäftsführer OPG. Die positiven Erfahrungen im Feldversuch zeigten deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel aller Akteure bei der Implementierung solcher beispielhafter Citylogistik-Konzepte sei.

E-Lastenräder als echte Alternative

UPS Deutschland ist neben München, dem bisher größten UPS „Letzte Meile“-Projekt, in mehreren Großstädten mit E-Lastenrädern unterwegs und kooperiert auch in Osnabrück mit der Bremer RYTLE GmbH, die den MovR entwickelt hat. Das Besondere an dem E-Cargo-Bike ist die standardisierte und abnehmbare Box in Pallettengröße mit einem Fassungsvermögen von knapp zwei Kubikmetern. „Unser modular aufgebautes MovR-Konzept ist je nach städtischer Anforderung auslegbar und daher optimal für die Bedienung der ‚Letzten Meile‘ in unseren Ballungszentren geeignet“, erklärt Gero Schulze Isfort als Vertreter der Gesellschafter der RYTLE GmbH.

Weitere Infos zu „Mobile Zukunft“ gibt es unter www.mozu-os.info, zur RYTLE GmbH unter www.rytle.de, zu UPS unter www.ups.com.

Hintergrund: Projekt „Mobile Zukunft“
Hinter dem Ende 2016 initiierten Projekt „Mobile Zukunft“ stehen Stadt und Stadtwerke Osnabrück. Die Projektpartner erarbeiten gemeinsam Ideen und Maßnahmen zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte, der Förderung umweltfreundlicher Nahmobilität, der Förderung der E-Mobilität sowie der Stärkung des Radverkehrs und der Förderung des ÖPNV.

Das E-Cargo-Bike MovR von UPS ist seit sechs Wochen im Innenstadtbereich von Osnabrück unterwegs.