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Über 200 Besucher beim 1. Mobilitätsforum von Stadt und Stadtwerke Osnabrück

Projekt „Mobil>e Zukunft“ gestartet – Auftakt im Rathaus beschäftigte sich mit dem bisher Erreichten und der Zukunft

Die beiden Vorstände von Stadt und Stadtwerke Osnabrück, Frank Otte und Dr. Stephan Rolfes, freute es bei ihrer Begrüßung, dass zum Zeitpunkt ihrer Worte noch Stühle in den Ratssitzungssaal geholt werden mussten. Die Nachfrage war groß, über 200 Bürgerinnen und Bürger kamen am Donnerstag, 1. Dezember, zum Dialog über die Zukunft einer nachhaltigen Mobilität in der Friedensstadt. Otte hob den Wettbewerb der Regionen hervor, der vor allem qualifiziertes Fachpersonal nicht mehr nur durch gutbezahlte Jobs anlocke, sondern sehr viel weiter gehen müsse. „Indem man die Mobilität einer Stadt zukunftsfähig und zur tragenden Säule der Lebensqualität macht, gewinnt man auch diese begehrten Köpfe“, so Otte. Und Rolfes ergänzte: „Nicht mehr die Autofreundlichkeit, die jahrzehntelang die Gestaltung von Städten geprägt hat, steht im Mittelpunkt, sondern der Anspruch, eine Stadt attraktiv zu gestalten und den in ihr wohnenden Menschen Räume zurückzugeben.“

Gemeinsames Projekt widmet sich allen Facetten der Mobilität

“Osnabrück geht vor.“ Unter diesem Claim von „Mobil>e Zukunft“, dem gemeinsamen Mobilitätsprojekt der Stadt und der Stadtwerke Osnabrück werden seit Ende vergangener Woche die Engagements beider Partner innerhalb des dritten strategischen Stadtziels „Nachhaltige Mobilität“ gebündelt. Brigitte Strathmann, auf Seiten der Stadt Projektleiterin, stellte dieses der Öffentlichkeit vor. „Hier arbeiten zwei auf ihren Fachgebieten versierte und in der Region fest verankerte Partner zusammen: Die Stadt Osnabrück steht für die zukunftsgerechte Verkehrsinfrastruktur, die alle Mobilitätsformen umfasst, während die Stadtwerke Osnabrück sich als Mobilitätsdienstleister der elektrifizierten, multimodalen und elektrischen Weiterentwicklung des ÖPNV widmen.“ Dabei läge die Initialzündung für dieses gemeinsame Projekt in den acht vereinbarten Strategischen Stadtzielen, aus deren Zielrichtung sich ergebe, dass Osnabrück seine Infrastruktur nicht nur pflegen, sondern auch in Richtung Lebensqualität weiter entwickeln will. „Der öffentliche Raum wird neu aufgeteilt, anders werden wir unsere Ziele nicht erreichen – und ja, das wird auch für Diskussionen sorgen“, so Strathmann. Daher habe man im Projekt vor, insgesamt vier Mobilitätsforen anzubieten, an denen sich die Bürger beteiligen können. Nicht im Sinne von Grundsatzentscheidungen, aber im Sinne von Ideen und Anregungen aus dem eigenen Lebensalltag.

Autofreier Samstag in Osnabrück am 24. September 2017  
Ein Highlight, das sich diesem Gedanken der Umwidmung von Räumen widmet, ist der Autofreie Samstag am 24. September 2017. Prof. Dr. Heiner Monheim, emeritierter Professor der Universität Trier und Verkehrsexperte wähnt Osnabrück dabei auf dem richtigen Weg. „Es ist toll, was hier schon alles geschaffen wurde: Der Haseuferweg, die APP VOSpilot, das Carsharing, die große Radkampagne – dennoch: in Osnabrück ist der öffentliche Raum verbaut, Lebensqualität und Mobilität schließen sich noch aus.“ Er appellierte an die Verantwortlichen von Stadt und Stadtwerken, hier eine neue Mobilitätskultur zu schaffen, politisch, medial, planerisch und auch finanziell.

Den Abschluss des Abends bildete ein Austausch zwischen Vertretern der in den Rat jüngst gewählten Fraktionen. Dabei waren diese sich in vielen Dingen einig, so auch dem Lebensraum von Kindern, der Sicherheit bestimmter Verkehrsteilnehmer und dem Fazit, dass schon viel erreicht, dies aber erst der Anfang auf einem längeren Weg sei. Zudem wurden für bestimme Themen politische Paten gefunden, die sich in Zukunft verstärkt um einzelne Bereiche wie zum Beispiel Nahmobilität im Quartier kümmern möchten.

© Hermann Pentermann

© Hermann Pentermann

v.l.) Die Themen-Paten: Steffen Grüner (BOB), Thomas Haarmann (FDP), Sven Schoppenhorst (CDU), Susanne Hambürger dos Reis (SPD), Gisela Giesela Brandes-Steggewentz (Die Linke), Dr, Stephan Rolfes (Vorstand Stadtwerke Osnabrück), Dr. Michael Kopatz (Bündnis 90 / Die Grünen). Foto: orange edge, Henrik Sander