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Wie groß ist der tote Winkel beim LKW? Aha-Erlebnisse für zukünftige Buslotsen

GVN, Spedition Koch und Stadtwerke Osnabrück engagieren sich für umfängliche Schulung junger Buslotsen

„Noch weiter! Noch weiter!“ – so klingt es aus vielen Kehlen, als Wolfgang Gude mit einer knallorangen Pylone in der Hand den Sichtbereich eines LKW-Fahrers markiert.

Das Staunen ist groß, gibt der Schüler, der auf dem Fahrersitz Platz genommen hat, erst nach sechs Metern das Zeichen, die Pylone vor dem LKW zu sehen. „Nach den traurigen Unfällen zwischen Radfahrern und LKW haben wir prompt reagiert und eine Selbstverpflichtung für Verkehrssicherheit in Osnabrück in´s Leben gerufen“, erläutert Ulrich Hoefner, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland beim Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachen (GVN).

Zusammenarbeit zwischen GVN, Spedition Koch und Stadtwerken

Und diese Selbstverpflichtung beinhaltet eben auch, bei den Schulungen der jungen BusLotsen nicht nur auf den Bus zu schauen, sondern auch mal im LKW Platz zu nehmen und sich in die Lage eines LKW-Fahrers zu versetzen. „Wir erzielen damit immer Aha-Momente bei den Schülerinnen und Schülern, die sich vorher gar nicht vorstellen können, wie groß ein toter Winkel sein kann“, berichtet Peter Koch, berichtet Peter Koch von Koch International.

„Wichtig ist es, im Rahmen solcher Präventivmaßnahmen, den Kindern und Jugendlichen zu verdeutlichen, dass ein LKW-Fahrer ein eingeschränktes Sichtfeld hat und dass gerade beim Rechtsabbiegen, Radfahrer, die sich neben dem LKW befinden, nicht gesehen werden können.“

Sicherheit aller Beteiligten im Blick

Diese Kooperation ist nur eine von vielen Maßnahmen, die innerhalb der Selbstverpflichtung, die die Vertreter von Unternehmen, IHK und Handwerkskammer sowie der GVN-Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland unterzeichneten, entwickelt wurden. „Wir freuen uns,“ so Tanja Stiegeler von den Stadtwerken Osnabrück, „dass wir hier alle an einem Strang ziehen und keine Schuldzuweisungen machen. Denn die Sicherheit im Straßenverkehr ist nur gewährleistet, wenn gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis geübt wird.“ Und dazu gehöre eben auch, zu verstehen, dass ein LKW-Fahrer in seiner Sicht stark eingeschränkt ist und man als Radfahrer auch selbst Verantwortung trage, keine brenzligen Situationen zu provozieren.

Positionierten sich auf dem „toten Winkel“, der als Plastikplane an einem LKW der Spedition Koch auslag: Schülerinnen und Schüler der Schule an der Rolandsmauer, ihre Ausbilder für das BusLotsen-Training bei den Stadtwerken Osnabrück und die Unterstützer von GVN und der Spedition Koch.