Direkt zum Seiteninhalt springen
Damit Sie unsere Webseite optimal nutzen können, verwenden wir Cookies.
Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis, Cookies auf Ihrem Computer zu speichern. MEHR ERFAHREN

Sommer-Totalausfall verhindert erneuten Besucherrekord

Trotzdem 1,24 Mio. Besucher in allen drei Stadtwerke-Bädern in 2014

Der ausgefallene Sommer hat einen erneuten Besucherjahresrekord in den drei Bädern der Stadtwerke Osnabrück verhindert. Die Stadtwerke zählten im Jahr 2014 zwar mehr als 1,24 Millionen Gäste im Nettebad, im Moskaubad und im Schinkelbad – schrammten aber knapp an den Rekordzahlen des Vorjahres vorbei. Trotz der „Rekordpause“ ziehen die Stadtwerke ein positives Jahresfazit.

„Bei einem ‚normalen‘ Sommer hätten wir den Vorjahresrekord sicherlich locker geknackt“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann bei der Vorstellung der Bäder-Jahresbilanz. „Nettebad top, Schinkelbad konstant gut, Moskaubad äußerst bescheiden“, so fasste Hülsmann die jeweiligen Besucherzahlen der drei Bäder kurz und knackig zusammen. Trotzdem waren sowohl Hülsmann als auch Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle sichtlich zufrieden mit dem zurückliegenden Bäderjahr. „Alle drei Bäder hatten mit verschiedenen widrigen Umständen zu kämpfen“, erläuterte Hermle. „Dafür haben wir ein sehr gutes Ergebnis eingefahren.“

Nettebad: erneut weit oben in Bäder-Bundesliga

Mehr als 745.000 Besucher zählte alleine das Nettebad und damit so viele wie noch nie seit der Wiedereröffnung in 2005. „Wir liegen weiterhin weit oben in der ‚Bäder-Bundesliga“ – und das, obwohl wir insbesondere wegen des Fliesenschadens im Dezember eine rekordverdächtig lange Revisionszeit von insgesamt fast neun Wochen hatten“, so Hermle. Für den Bäderchef gibt es für die erneut gestiegenen Besucherzahlen im Nettebad zwei wesentliche Gründe: Zum einen halte der ‚Sloop-Effekt‘ weiter an, die Super-Rutsche habe sich dadurch längst und früher als geplant amortisiert. „Zum anderen zeigen sich die positiven, sogenannten ‚Cross-Selling‘-Effekte durch das neue ‚X-Force‘-Fitnessangebot.“ So verzeichnete das Nettebad ein Besucherplus von fünf Prozent allein durch Eintritte der „X-Force“- und „Team Mohr“-Kunden – Tendenz steigend. „Diesen Effekt des ‚Voneinander Profitierens‘ versprechen wir uns auch von weiteren sich optimal ergänzenden Angeboten am Standort Nettebad“, betonte Stadtwerke-Chef Hülsmann. „Und genau deshalb haben wir den ‚Masterplan Nettebad‘ entwickelt.“

Schinkelbad: Textilsauna boomt

Mit 260.000 Besuchern bestätigte das Schinkelbad seine konstant hohen Besucherzahlen seit der Neuausrichtung als Gesundheitsbad mit Cabriosol, Salounge & Co. – und trotzt damit dem starken Wettbewerbsdruck durch die Angebote insbesondere im Südkreis. „Das Schinkelbad hat sich einen außerordentlich guten Namen gemacht“, betonte Hermle. „Dazu tragen natürlich auch neue Angebote wie die im September eröffnete Textilsauna bei, die regelrecht boomt und sehr gut angenommen wird.“ Auch Veranstaltungen wie die „Abende der Harmonie“ seien sehr gut nachgefragt.

Moskaubad: Freibadsaison pfui, Veranstaltungen hui

Für das Moskaubad war das Jahr 2014 eigentlich „verkehrte Welt“: So fiel die Freibadsaison buchstäblich ins Wasser, nur knapp 240.000 Besucher strömten ins Moskaubad – 30.000 weniger als im Vorjahr. Dafür „boomten“ die drei freibaduntypischen Veranstaltungen „Gartenzeit“ im April sowie der Frühjahrs- und der Herbstflohmarkt: Mehr als 38.000 Gäste besuchten die drei Events auf dem Moskaubad-Außengelände, wobei allein der Herbstflohmarkt mit knapp 20.000 Besuchern alle Rekorde brach. „Dieser Erfolg gibt unseren Plänen Auftrieb, die Außenanlagen den Besuchern auch außerhalb der Freibadsaison zur Verfügung zu stellen“, freute sich Stadtwerke-Bäderchef Hermle. Noch in 2015 will das Moskaubadteam die ersten Ideen und Projekte dazu vorstellen.

Attraktive Angebote sichern Daseinsvorsorge

Diese und weitere Pläne zur Attraktivierung und Weiterentwicklung aller drei Bäderstandorte sollen dazu beitragen, die Besucherzahlen weiter zu erhöhen und somit die Wirtschaftlichkeit der Bäder zu verbessern. „Es ist allseits bekannt, dass der Bäderbetrieb defizitär ist“, erläuterte Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann. „Nur mit neuen Attraktionen und sich ergänzenden Angeboten wie die ‚Sloop‘, die ‚Meri-Sauna‘, der DaySpa-Bereich, das ‚X-Force‘-Fitnessangebot oder die geplante E-Kartbahn können wir Geld verdienen und so unser Angebot der Daseinsvorsorge wie den Schul- und Vereinsschwimmsport langfristig sichern“, so Hülsmann. „Und das kommt wiederum allen Osnabrückern zugute und sorgt somit für mehr Lebensqualität in der Stadt.“

Der „Sloop-Effekt“ hat im Nettebad zwar für einen erneuten Besucheranstieg in 2014 geführt. Aufgrund des „Sommer-Totalausfalls“ verpassten die Stadtwerke insgesamt aber einen neuen Besucherjahresrekord in allen drei Bädern.