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OSC und Stadtwerke gehen Energieeffizienzpartnerschaft ein

Der Osnabrücker Sportclub und die Stadtwerke Osnabrück weiten ihre langjährige Partnerschaft aus. Im Rahmen eines Contractings haben die Stadtwerke das Energiekonzept des OSC optimiert. Eine zentrale Maßnahme ist die Inbetriebnahme eines neuartigen Warmwassersystems am OSC-Stammsitz an der Hiärm-Grupe-Straße. Der Vorteil der Partnerschaft: Die Stadtwerke bringen als Dienstleister ihr Know-how ein, der OSC spart als Nutznießer Kosten und schont zugleich die Umwelt.

„Diese Energieeffizienzpartnerschaft hat aus vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann bei der offiziellen Inbetriebnahme der Kombi-Anlage. „Von der Analyse über die Konzepterstellung bis hin zur Umsetzung haben wir gemeinsam ein umfassendes Gesamtpaket geschnürt“, so Hülsmann weiter. Das Ergebnis ist ein Energiekonzept, das in dieser Form in der Region einzigartig ist. Zusätzlich zu einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und insbesondere Wärmeversorgung verfügt der größte Sportverein der Stadt an der Hiärm-Grupe-Straße jetzt über eine Warmwasserbereitung, die in dieser Größe in puncto Trinkwasserhygiene außergewöhnlich ist. „Dieses Gesamtpaket entspricht genau unseren individuellen Anforderungen“, ergänzte der OSC-Vorsitzende Thomas Levien.

Keine Wasserbevorratung mehr notwendig
Ausschlaggebend für die Partnerschaft war die notwendige Erneuerung der ca. dreißig Jahre alten Warmwasserbereitung. „Andernfalls wäre es für uns schwierig gewesen, die seit November 2011 geltenden Vorgaben der Trinkwasserverordnung hinsichtlich der hygienischen Anforderungen an solch große Warmwasserbereitungsanlagen zu erfüllen“, erläuterte der OSC-Vorsitzende weiter. Gemeinsam mit den Stadtwerke-Ingenieuren wurde ein Warmwassersystem geplant, das nach dem Durchflusssystem arbeitet. Dabei wird mittels eines Pufferspeichers nur die Wassermenge erwärmt, die auch benötigt wird. Das Trinkwasser muss dadurch nicht mehr in großen Mengen bevorratet werden. Demzufolge ist auch keine thermische Desinfektion mehr notwendig. Zusätzlich zu dieser Anlage wurde ein erdgasbetriebenes BHKW installiert, das bis zu 75 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs des OSC abdeckt. „Insgesamt verfügen wir jetzt über einen Top-Hygienestandard bei der Warmwasserbereitung gepaart mit hoher Energieeffizienz“, so Thomas Levien weiter.

Vorteile für beide Contracting-Partner
Die Stadtwerke haben die neue Technik nicht nur beauftragt, sondern werden die Anlage auch betreiben. „Für uns war maßgeblich bei diesem Gesamtpaket, dass wir uns um nichts kümmern müssen“, betonte der Vereinsvorsitzende. Im Rahmen des Contractings tragen die Stadtwerke nicht nur die Investitionskosten, sondern übernehmen auch künftig alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Der OSC zahlt lediglich für die aus der Anlage gewonnene Energie. „Unterm Strich hat diese Partnerschaft für uns also nur Vorteile: Keine hohen Investitionskosten und kein Anlagenrisiko, dafür eine Kalkulationssicherheit mit geringeren Energiekosten und einen Ansprechpartner vor Ort“, sagte Thomas Levien. Neben dem Kostenvorteil ist sowohl für Levien als auch Stadtwerke-Chef Hülsmann ein weiterer Aspekt wesentlich: Durch die neue Technik und die damit verbundene hohe Energieeffizienz werde auch die Umwelt geschont. „Für uns ist das KUK pur“, so Hülsmann mit einem Verweis auf die grüne Stadtwerke-Initiative „KompetenzUmweltKlima“ abschließend.